Türzarge einbauen: Anleitung, Werkzeug und Material für die Montage.

Qual der Wahl: Welche Zimmertüren gibt es?

Irgendwann ist es Zeit, die alten gegen neue Türen zu ersetzen. Der Kauf einer Innentür ist in Bezug auf Material und Design Geschmackssache. Die Hersteller bieten Zimmertüren in verschiedensten Ausführungen an: Angefangen bei furnierten Standardtüren, reicht die Auswahl über hochwertige Vollholztüren im Landhausstil oder Weißlacktüren mit Oberlicht bis hin zu gesandstrahlten Glastüren. Im Hinblick auf das Material stehen Ihnen Türen aus Sicherheitsglas oder Massivholz zur Verfügung, aber auch solche aus Holzwerkstoffen, deren Füllungen aus Röhrenspan-Stegeinlage, Röhrenspan-Spanplatte oder Vollspannplatte bestehen. Die einfachste Ausführung ist eine Innentür mit einem Wabenkern aus Karton.

Neue Haustür: Selbst einbauen oder montieren lassen?

Die Haustür kann selbst eingebaut bzw. ausgetauscht werden - oder die fachgerechte Montage kann übernommen werden. Wenn Sie sich noch nicht sicher sind, lesen Sie dazu gerne unseren Ratgeber.

Von Bleistift bis Zollstock: Welches Werkzeug und Material braucht man für den Einbau?

Abstandsplättchen
Bleistift
Bohrmaschine
Cutter-Messer
Drückergarnitur (Griffgarnitur) nach Wahl inkl. Montagematerial
Hammer
Holzkeile und ggf. Holzbretter
Holzleim
Innensechskantschlüssel
Innentür nach Wahl inkl. Türbänder, Buntbartschloss und Schlüssel
Körner
Maler-Abdeckvlies
Maleracryl
• ggf. Meißel
Montageschaum (spreizdruckfreier Zargenschaum)
Schraubendreher
Zwingen oder Zargenspreizer (Türfuttermontagestrebe)
Silikon und Acryl inkl. Kartuschenpresse
Wasserwaage
Zarge inkl. Montagematerial (Stahlklammern, Doppelexzenter, Flachdübel)
Zollstock


Zimmertüre einbauen in 7 Schritten:

In unserer Schritt-für-Schritt-Anleitung zeigen wir Ihnen, wie einfach die Montage einer Zimmertür ist: Angefangen beim Ausmessen der Wandöffnung, dem Zusammensetzen der neuen Türzarge über das Einbauen, Ausrichten und Montieren derselben, das Einhängen des Türblatts bis hin zur Türdrücker-Montage begleiten wir Sie Schritt für Schritt.

Bevor Sie mit dem Einbau einer Zimmertür beginnen, sollten Sie sich zunächst überlegen, ob die Tür links oder rechts angeschlagen sein soll (eine Tür sollte so aufgehen, dass diese sich zum Raum hinführend öffnet). Der Anschlag beziehungsweise die Öffnungs- oder DIN-Richtung der Tür ist ein weiterer wichtiger Faktor bei der Türauswahl. Bei einem Linksanschlag sind die Türbänder oder Türangeln links angebracht, bei einem Rechtsanschlag entsprechend rechts. Ausgegangen wird immer von dem Raum, in den die Tür aufgeht. Wenn Sie vor einer geschlossenen Zimmertür stehen und die Bänder links sehen, dann ist es eine Innentür DIN links – und umgekehrt DIN rechts. In der Regel sollte eine Zimmertür zur nächstliegenden Zimmerecke öffnen.

Nach dem Ausbau der alten Türzarge kann es mit dem Einbau der neuen Tür losgehen.


Schritt 1: Wandöffnung in Höhe und Breite messen

Tür messen
Maße notieren

Selbst wenn Ihr Haus jüngeren Datums ist, und Sie auf genormte Dimensionen nach DIN-Norm 18101 (ermöglicht Zusammenbau einzelner Elemente getrennt voneinander) hoffen - messen Sie sicherheitshalber vor der Bestellung das exakte Wandöffnungsmaß aus: Für die Maueröffnungshöhe setzen Sie das Maßband mittig an und messen die Türhöhe von der Oberkante des Bodens zur Unterkante des Türsturzes. Berücksichtigen Sie gegebenenfalls fehlende Boden- und Wandbeläge. Bei Böden aus gängigen Materialien wie Laminat oder Parkett lassen Sie am besten etwa 3 mm Abstand – kleine Holzkeile fungieren als Platzhalter.

Generell wird jedes Maß an mindestens drei Stellen abgenommen, der dabei gemessene größte beziehungsweise kleinste Wert gilt. Drei Messungen müssen Sie auch an der „Mauerlichte“ vornehmen. Die Mauerlichte bezeichnet das tatsächliche Maß einer Wand- / oder Maueröffnung, in die ein Bauelement, zum Beispiel eine Zimmertür eingebaut wird. Ermitteln Sie dann die Tiefe der Laibung auf dieselbe Weise.

Tipp: Notieren Sie alle Maße zu Höhe, Tiefe und Breite und nehmen Sie diese zum Einkauf der passenden Innentür mit.

 
 

Schritt 2: Türzarge und Zierbekleidung montieren

Gehrungsschritt

In der Regel wird die Türzarge mit der passenden Tür zusammen geliefert. Nehmen Sie die Zarge aus der Verpackung und setzen Sie sie gemäß der beiliegenden Anleitung zusammen. Tipp: Ein Malervlies schützt den Bodenbelag und die Bauelemente vor Kratzern. Verwenden Sie zum Öffnen des Kartons kein Cutter-Messer – damit könnte die Oberfläche von Tür oder Türzarge verkratzt werden! Lege die Zargen-Elemente der Zimmertür dabei komplett auf einer ebenen, großen und durch eine Folie geschützten Arbeitsfläche in U-Form aus. Gehrungsschnitte, also die Eckverbindung zwischen Wand- und Deckenteilen, werden je nach Zarge verleimt, verschraubt oder geklammert.

Türbänder entfernen Sie von der Innenseite der Türzarge. Um die Zargen-Elemente zu verbinden, stecken Sie die Flachdübel in die vorgesehenen Schlitze und tragen Leim auf die Verbindungsflächen auf. Sollte Leim austreten, wischen Sie ihn sofort mit einem feuchten Tuch ab. Lassen Sie den Leim rund 20 Minuten trocknen. Gesichert wird die Verbindung durch Doppelexzenter zum Schrauben und Stahlklammern, die Sie mit leichten Hammerschlägen festklopfen.

Das Zargen-Gegenstück (Blendrahmen oder Zierbekleidung) verleimen Sie ebenfalls und verbinden die Teile mithilfe von Doppelexzentern. Vorsicht beim Arbeiten mit dem Rahmen – er ist naturgemäß etwas fragiler als die Türzarge.

Reinigen Sie die Türzarge nach der Montage gründlich. Bearbeiten Sie die Verbindungen bei Bedarf nach, indem Sie den entsprechenden Winkel justieren oder die Schrauben nachziehen.

Schritt 3: Zarge in Maueröffnung einbauen

Türrahmen

Zusammen mit einem Helfer richten Sie die Zarge auf und stellen sie in die Maueröffnung. Stellen Sie die Türzarge frei mit Luft oben und zu beiden Seiten (etwa je 1-2 cm) ein. Falls noch Gipsreste oder Ähnliches in der Maueröffnung stören, schlagen Sie diese mit Hammer und Meißel ab. Schaffen Sie mithilfe von Abstandsplättchen einen Bodenabstand von drei Millimetern.

Türrahmen richten

Fixieren Sie die Zarge oben mit zwei Richtzwingen oder Holzkeilen bzw. -plättchen und richten Sie die Türzarge durch Einschieben von Abstandsplättchen unter den senkrechten Zargenteilen waagerecht aus. Auch die beiden Seitenelemente mit einer möglichst langen Wasserwaage auf senkrechte Ausrichtung prüfen und durch das Einschlagen von Keilen in der Maueröffnung justieren.

Zargenspreizer

Dann setzen Sie die drei Zargenspreizer ein: Füttern Sie eine Seite der Zarge auf Höhe der Türbänder und in der Mitte mit Keilen auf. An diesen Stellen werden die drei Zargenspreizer eingespannt. Damit Ihre Zarge von oben bis unten auf die exakt gleiche Breite eingestellt ist, setzen Sie den ersten Spreizer auf Höhe des oberen Türbands ein, justieren ihn auf die passende Breite und schlagen auf der zweiten Zargenseite Keile ein. Dann schieben Sie den Spreizer auf Höhe des unteren Türbands und fixieren ihn auch dort mit Keilen. Auf dieselbe Weise befestigen Sie den Spreizer in der Mitte. Der dritte Spreizer wird nun auf der oberen Position eingesetzt (hier müssen Sie keine Keile mehr einschlagen). 

Stecken Sie die Unterteile der Türbänder oben und unten ein (Abstand zur Zarge sollte der Dicke eines Meterstabs entsprechen) und schrauben diese anschließend mit dem Sechskantschlüssel fest. Hängen Sie das Türblatt probeweise ein und prüfen, ob es auf dem Boden schleift. Falls ja, können Sie durch Herein- oder Herausdrehen des Türband-Oberteils die Vorderkante der Tür anheben oder senken. Beachten Sie: Damit Sie sich beim Ausprobieren der Tür nicht versehentlich aussperren, sollten Sie den Türdrücker mit dem Vierkantstift zur Hand haben.

Montageschaum

Füllen Sie nun den Hohlraum zur Wand hin punktuell mit spreizdruckfreiem Montageschaum (PU-Schaum). Hängen Sie hierfür das Türblatt wieder aus und stecken zunächst ungefähr zehn Zentimeter breite Kartonstreifen auf beiden Seiten in die Nut der Futterbretter – auf Höhe der Türbänder und des Schließblechs. An diesen Stellen wird der PU-Schaum zwischen Mauer und Zarge eingebracht (so, dass ca. 30 Prozent der senkrechten Spalten geschäumt sind). Die Kartonstücke schützen die Zargenoberfläche, falls der Hartschaum etwas überquillt.

Nachdem der Schaum vollständig ausgehärtet ist, schneiden Sie überschüssiges Material mithilfe eines Cuttermessers ab (dabei das Messer aus Richtung der Wandfläche führen, um die Zarge nicht zu beschädigen) und entfernen Sie erst dann die Montagezwingen und die Holzkeile.

Schritt 5: Zierbekleidung anbringen

Zierbekleidung anbringen

Nun montieren Sie die Zierbekleidung, die sie einfach auf die Zargennut aufstecken und mit der Faust festklopfen. Schlagen Sie außerdem das Abstandsplättchen am Fuß der Zarge komplett ein, so dass es unten nicht mehr heraussteht.

Schritt 6: Fugen mit Acryl versiegeln

Fuge versiegeln

Mit Silikon schließen Sie die Fuge zwischen Zargenfuß und (glattem) Bodenbelag. Das ist besonders wichtig, wenn Sie später den Boden feucht wischen wollen. Zum Verfugen der Übergänge in die Wand an Zargen-Seiten und Querelement verwenden Sie Maleracryl.

Schritt 7: Tür einhängen und Drückergarnitur montieren

Drückerganitur montieren

Jetzt dürfen Sie das Türblatt endgültig einhängen. In neuen Türen sind die Schlösser meist schon eingebaut. Sie müssen lediglich eine Drückergarnitur befestigen.

Markieren Sie mithilfe einer Schablone (liegt dem Beschlag bei) die Bohrpunkte auf dem Türblatt: Stecken Sie hierfür die Schablone auf den Vierkant im Schloss, richten sie gerade aus, markieren die vorgegebenen Stellen mit einem spitzen Werkzeug (z. B. Körner) am Türblatt und bohren von beiden Seiten an den entsprechenden Punkten an (Achtung: nicht komplett durchbohren – siehe Hersteller-Anleitung!).

Montieren Sie abschließend die Rosettenelemente und schrauben die Drücker mittels Inbusschrauben per Hand fest – fertig ist der Einbau der Zimmertür.

Testen Sie, ob sich die Türe problemlos öffnen und schließen lässt. Falls sie an einer Stelle hängen bleibt, können Sie die Position der Türbänder nachjustieren.

  • GetaDoor Laminit Türzarge GL 223 (735 x 1.985 mm, Wandstärke: 145 mm)

    GetaDoor Laminit Türzarge

    93 , -

  • Kilsgaard Zimmertür 02/03 (860 x 1.985 mm, DIN Anschlag: Rechts)

    Kilsgaard Zimmertür

    89 , 90

  • Kilsgaard Türzarge profiliert (860 x 1.985 mm, Wandstärke: 140 mm)

    Kilsgaard Türzarge

    149 , 95

  • GetaDoor Lamineo Zimmertür GLN 747 (860 x 1.985 mm, DIN Anschlag: Links)

    GetaDoor Lamineo Zimmertür

    130 , -

  • GetaDoor Lamineo Türzarge GLN 747 (860 x 1.985 mm, Wandstärke: 145 mm)

    GetaDoor Lamineo Türzarge

    135 , -

  • GetaDoor Lamineo Zimmertür GLN 42 (860 x 1.985 mm, DIN Anschlag: Rechts)

    GetaDoor Lamineo Zimmertür

    95 , -

  • GetaDoor Lamineo Türzarge GLN 42 (860 x 1.985 mm, Wandstärke: 145 mm)

    GetaDoor Lamineo Türzarge

    106 , -

  • Kilsgaard Zimmertür 42/00 ohne Schlüssellochbohrung (735 x 1.985 mm, DIN Anschlag: Links)

    Kilsgaard Zimmertür

    105 , -

  • Kilsgaard Türzarge Typ 3 (735 x 1.985 mm, Wandstärke: 145 mm)

    Kilsgaard Türzarge

    149 , -

  • GetaDoor Lamineo Zimmertür GLN 38 (860 x 1.985 mm, DIN Anschlag: Rechts)

    GetaDoor Lamineo Zimmertür

    92 , 99

  • GetaDoor Lamineo Türzarge GLN 38 (860 x 1.985 mm, Wandstärke: 145 mm)

    GetaDoor Lamineo Türzarge

    108 , -

  • Solid Elements Haustür KA-106 (DIN Anschlag: Rechts)

    Solid Elements Haustür

    1.250 , -

  • Portofino Haustür Basico 90 (DIN Anschlag: Links)

    Portofino Haustür

    1.999 , -

  • Bessey Türfuttermontagestrebe TMS

    Bessey Türfuttermontagestrebe

    29 , 50

  • Sika 2K-Montageschaum BOOM-156 2C

    Sika 2K-Montageschaum

    16 , 30

    pro Stück (1  l = 40,75 )

  • Pattex PU-Montageschaum White Line (500 ml)

    Pattex PU-Montageschaum

    8 , 95

    pro Stück (1  l = 17,90 )

  • MEM Maleracryl  (Weiß, 300 ml)

    MEM Maleracryl

    3 , 95

    pro Stück (1  l = 13,17 )

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