Sie wollen neue Tapete an die Wand bringen? In unserer Schritt-für-Schritt-Anleitung zeigen Ihnen unsere BAUHAUS-Fachleute, wie auch Anfänger richtig tapezieren. Mit unseren Tipps und konkreten Hinweisen fällt das Tapezieren leicht. Egal ob Vliestapete oder Mustertapete – wir erklären, wie Sie die richtige Tapete auswählen und welches Material Sie brauchen.
Außerdem beantworten wir häufige Fragen wie „Wo fange ich an?“ und „Muss ich grundieren?“. Erfahren Sie, wie Sie Ihr Tapezier-Vorhaben noch heute erfolgreich umsetzen.
Schritt 2: Das brauchen Sie zum Tapezieren
Für das Tapezieren benötigen Sie neben der Tapete auch einige Werkzeuge und Materialien. Besorgen und richten Sie diese am besten vollständig her, bevor Sie beginnen:
Rührholz
Gerne beraten Sie unsere BAUHAUS-Fachleute beim Materialeinkauf – entweder online, telefonisch oder im Fachcentrum vor Ort.
Für ein Ergebnis wie vom Profi zeichnen Sie vor dem Tapezieren eine senkrechte Linie an die Wand – zur Orientierung für die erste Bahn. Am besten benutzen Sie dafür ein Lot und eine Wasserwaage.
Damit der Tapetenkleister gleichmäßig trocknet, halten Sie die Fenster und Türen geschlossen.
Häufige Fragen zum Tapezieren
Unsere BAUHAUS-Fachleute beantworten Fragen, die viele Kunden rund ums Tapezieren stellen.
Tapezieren – wo anfangen?
Beginnen Sie mit dem Tapezieren immer in der sichtbarsten Ecke des Zimmers und enden Sie in der dunkelsten.
Muss ich vor dem Tapezieren die Wand grundieren?
Nein, Sie müssen die Wand nicht unbedingt vor dem Tapezieren grundieren. Eine Grundierung verbessert jedoch die Haftung des Tapetenkleisters und sorgt für ein gleichmäßiges Ergebnis.
In bestimmten Fällen empfehlen wir das Grundieren, nämlich wenn die Wand sehr saugfähig ist, ungleichmäßig saugt, stark verschmutzt ist, aus neuen Gipskartonplatten (Trockenbauwand!) besteht.
Grundieren vor dem Tapezieren erleichtert die Arbeit und verbessert das Endresultat.
Was muss ich beim Tapezieren mit Mustertapeten beachten?
Bei Tapeten mit Muster sollten Sie beim Tapezieren folgende Dinge beachten:
Ansatzfreie Muster schneiden Sie einfach fortlaufend von der Rolle ab. Bei einem geraden Ansatz sind alle Bahnen identisch (gleiche Muster auf gleicher Höhe) und werden zum Zuschneiden übereinandergelegt.
Bei Versatzmustern verschiebt sich das Muster bei jeder zweiten Bahn um die Hälfte des Musterrapports. Beim gestürzten Kleben müssen Sie daher jede zweite Bahn auf den Kopf stellen.
Beginnen Sie bei geometrischen Mustertapeten ausnahmsweise nicht im Eck, sondern in der Wandmitte und arbeiten Sie sich nach außen vor. Auf diese Weise erhalten Sie ein harmonisches Gesamtbild der tapezierten Fläche.
Gezielte Akzente setzen Sie mit gemusterten Bordüren: Feuchten Sie die Bordüren mit einem nassen Schwamm an, bevor Sie sie mit einem gebrauchsfertigen Dispersionskleber einkleistern. Kleben Sie die Bordüre anschließend waagerecht an die Wand – etwas überlappend über die bereits geklebte Tapetenbahn.
Übrigens: Als Rapport bezeichnet man die Höhe des sich wiederholenden Musters. Diese Höhe steht meist auf dem Etikett der Tapetenrolle.
Was sollte ich wissen, wenn ich Wände mit Vliestapete tapezieren will?
Anders als herkömmliche Papier- oder Raufasertapeten tapezieren Sie Vliesfasertapete in der sogenannten Wandklebetechnik: Das bedeutet, dass Sie zuerst die Wand gründlich einkleistern und dann die Vliestapete trocken in diesem „Kleisterbett” anbringen.
Alle weiteren Arbeitsschritte bleiben gleich wie in der Tapezier-Anleitung oben.
Besonders für feuchte oder beschädigte „Problemwände“ eignet sich die dimensionsstabile Vliesfasertapete besonders gut: Der Grund liegt in ihrer reißfesten Trägerschicht aus Fasermaterial. Diese dehnt sich unter dem Einfluss von Feuchtigkeit nicht aus und zieht sich folglich auch beim Trocknen nicht zusammen.









