Tapeten verleihen Räumen Charakter. Ruß, Fettflecken oder Nikotin können diese jedoch schnell unansehnlich machen. Die gute Nachricht: Mit den richtigen Methoden und etwas Geduld lassen sich die meisten Verschmutzungen entfernen, ohne die Oberfläche zu beschädigen. In diesem Ratgeber zeigen wir Ihnen, wie Sie Ihre Tapeten reinigen und was es bei verschiedenen Materialien zu beachten gibt.

Welche Arten von Schmutz findet man auf Tapeten?

Tapeten können im Laufe der Zeit eine Menge aushalten: alltägliche Berührungen, Küchendämpfe oder die unsichtbaren Spuren von Kerzenrauch. Doch nicht jeder Fleck ist gleich und je nach Ursache benötigen Sie eine andere Reinigungslösung. Hier sind die häufigsten Schmutzarten und wie sie entstehen:

  • Rußflecken: Ruß entsteht durch offene Flammen wie Kerzen, Kaminfeuer oder Öfen. Er setzt sich als feiner, dunkler Staub auf der Wand ab und entsteht besonders in Wohn- oder Esszimmern.

  • Fettflecken: In der Küche sind Fettpartikel in der Luft allgegenwärtig. Beim Kochen haften sie sich an die Tapete und im Laufe der Zeit werden unschöne Flecken sichtbar – oft in der Nähe des Herdes oder der Dunstabzugshaube.

  • Nikotinablagerungen: In Raucherhaushalten verfärben sich Tapeten gern gelblich-braun. Diese hartnäckigen Rückstände entstehen durch den Rauch von Zigaretten und dringen tief in die Oberfläche ein.

  • Fingerabdrücke und Alltagsschmutz: Häufiges Berühren, besonders in Fluren oder Kinderzimmern, hinterlässt Fettspuren und kleine Schmutzränder. Besonders helle Tapeten sind hier anfällig.

  • Rotwein- und Kaffeeflecken: Ein unachtsamer Moment reicht, und Flüssigkeiten wie Rotwein oder Kaffee spritzen auf die Wand. Diese Flecken sind nicht nur auffällig, sondern auch hartnäckig.

  • Schimmel und Verfärbungen: Durch Feuchtigkeit oder schlechte Belüftung kann Schimmel entstehen, der sich dunkelgrün oder schwarz auf der Wand abzeichnet. Auch allgemeine Verfärbungen durch Sonneneinstrahlung gehören dazu.

Im nächsten Abschnitt erfahren Sie, welche Reinigungsmittel und Techniken sich für unterschiedliche Tapetenarten und Verschmutzungen eignen.

Die richtige Prozedur für unterschiedliche Tapeten

Nicht jede Tapete ist gleich – das gilt nicht nur für Designs, sondern vor allem für ihre Materialeigenschaften. Papiertapeten reagieren empfindlich auf Feuchtigkeit, während Vinyltapeten robust und abwaschbar sind. Die Wahl der richtigen Reinigungsmethode hängt daher entscheidend vom Material ab:


Papiertapeten wie Raufasertapeten sind empfindlich und vertragen nur sehr schlecht Nässe. Für diese Tapeten empfiehlt sich eine Trockenreinigung: Mit einem speziellen Schmutzradierer oder einem weichen Radiergummi lassen sich leichte Flecken oder Verfärbungen punktuell entfernen, ohne die Tapete anzugreifen.


Vinyltapeten sind durch ihre PVC-Beschichtung strapazierfähig und feuchtigkeitsbeständig. Ein angefeuchteter Schwamm oder ein Tuch mit Spülmittel genügt meist, um Verschmutzungen zu entfernen. Auch hartnäckige Flecken lassen sich hier mit milden Reinigungsmitteln lösen, ohne die Oberfläche zu beschädigen.


Vliestapeten sind robust und ebenfalls unempfindlich gegen Feuchtigkeit. Ein feuchter Schwamm in Kombination mit Hausmitteln wie Essigwasser oder Backpulverpaste eignet sich hervorragend zur Fleckenentfernung. Reiben Sie nicht zu stark, Sie könnten andernfalls die Struktur und Farbe zerstören.

Verschmutzte Tapeten reinigen – so gehen Sie vor

Tapeten sind empfindlich und benötigen je nach Fleck eine gezielte Behandlung. Dabei unterscheiden sich die Methoden für leichte Verschmutzungen wie Fingerabdrücke von denjenigen, die bei hartnäckigen Flecken wie Rotwein oder Ruß zum Einsatz kommen. Im Folgenden zeigen wir Ihnen, wie Sie bei verschiedenen Verschmutzungen vorgehen können, damit Ihre Wand im Handumdrehen sauber wird.

Häufige Fragen

Tapetenpflege wirft oft Fragen auf – besonders, wenn es um die Vorbeugung von Verschmutzungen oder den Umgang mit hartnäckigen Problemen wie Schimmel geht. Hier finden Sie praktische Antworten auf die häufigsten Anliegen.

Wie beuge ich neuen Verschmutzungen an der Tapete vor?

Vorbeugung ist die beste Strategie, um Ihre Tapeten langfristig zu schonen. Mit diesen Maßnahmen minimieren Sie das Risiko für Flecken und Verfärbungen:

  • Regelmäßiges Lüften: Lüften Sie Wohnräume regelmäßig, um die Luftfeuchtigkeit zu senken und Schimmelbildung zu verhindern. Besonders in der Küche und im Badezimmer ist dies entscheidend.

  • Tapetenschutz auftragen: Abwaschbare Tapeten lassen sich durch einen speziellen Schutzlack noch widerstandsfähiger machen. Diese transparente Versiegelung schützt vor Fett und Schmutz und erleichtert die Reinigung.

  • Isoliersprays verwenden: Für Problemzonen wie Wände in der Nähe von Heizkörpern oder stark beanspruchte Bereiche können Isoliersprays vorbeugend eingesetzt werden. Sie reduzieren das Risiko von Flecken durch Ruß oder Nikotin.

  • Schutz in der Küche: In der Küche ist ein Spritzschutz aus Glas oder Kunststoff eine effektive Lösung, um Fettablagerungen an der Wand zu vermeiden.

Wie kann ich Schimmel von der Tapete entfernen?

Schimmel ist nicht nur unschön, sondern auch gesundheitsschädlich. Gehen Sie bei der Schimmelbeseitigung sorgfältig vor, um die betroffenen Stellen gründlich zu reinigen:

  • 1. Ursache beheben: Finden und beseitigen Sie die Feuchtigkeitsquelle, die den Schimmel verursacht – sei es eine undichte Stelle oder mangelnde Belüftung.

  • 2. Schimmelreiniger verwenden: Tragen Sie ein geeignetes Schimmelmittel mit einem Schwamm oder Tuch auf die betroffene Stelle auf. Achten Sie dabei auf ausreichende Belüftung.

  • 3. Tapete entfernen, falls nötig: Bei starkem Befall sollte die Tapete großflächig entfernt werden, damit der Schimmel nicht noch tiefer in die Wand eindringt.

  • 4. Wand vorbehandeln: Reinigen Sie die Wand gründlich mit einem Antischimmelmittel, bevor Sie neue Tapeten anbringen.

Oft hilft bereits ein Schimmelreiniger. Ist der Schimmel allerdings zu stark fortgeschritten, kommen Sie um einen sprichwörtlichen Tapetenwechsel nicht drumherum.