Trittschalldämmung ist eine wichtige Maßnahme, um den Gehschall im Raum selbst und in angrenzenden Räumen zu reduzieren. Besonders in Mehrfamilienhäusern oder Büros sorgt eine gute Dämmung für einen niedrigeren Geräuschpegel und verbessert so den Wohnkomfort. Damit der Schallschutz aber effektiv gelingt, kommt es auf die richtigen Dämmmaterialien an. Hier erfahren Sie mehr über unser Sortiment für die Fußbodendämmung und wie Sie das perfekte Produkt für Ihr Vorhaben finden.
Welche Trittschalldämmung passt zu Ihrem Bodenbelag?
Die Wahl der richtigen Dämmunterlage hängt maßgeblich vom Bodenbelag ab, mit dem sie kombiniert wird. Denn Laminat, Parkett, Vinyl und andere Bodenarten benötigen jeweils spezifische Trittschalldämmungen, um ein optimales Ergebnis zu erzielen. Die folgende Übersicht gibt eine gute Orientierung beim Kauf einer passenden Dämmung.
Laminat
- Dicke Dämmung
- Kunststoff (XPS-Hartschaumplatten) oder Holzfasern
- Kombidämmung mit integrierter Dampfsperre
- Laminat leitet Trittschall stark weiter. Daher ist eine dicke Dämmung notwendig.
- Bei mineralischen Untergründen ist eine Dampfbremse unbedingt erforderlich.
Parkett
- Dämmung mit mittlerer Stärke
- Kunststoff oder Holzfasern
- Kombidämmung mit integrierter Dampfsperre
- Je härter das Holz ist, desto mehr Trittschalldämmung ist notwendig.
- Bei mineralischen Untergründen ist eine Dampfbremse unbedingt erforderlich.
Vinyl
- Dünne Dämmung
- Kunststofffolie (PE-Schaum, Polystyrol)
- Kombidämmung mit integrierter Dampfsperre
- Vinyl ist ein weiches Material und verursacht weniger Trittschall.
- Bei mineralischen Untergründen ist eine Dampfbremse unbedingt erforderlich.
Bodenfliesen
- Dicke und elastische Dämmung
- Kunststoff
- Kombidämmung mit integrierter Dampfsperre
- Fliesen verursachen viel Trittschall und benötigen ausreichend Dämmung.
- In Feuchträumen nur Dämmung aus Kunststoff verwenden.
- Bei mineralischen Untergründen ist eine Dampfbremse unbedingt erforderlich.
Korkboden
- Dünne Dämmung
- Kunststofffolie (PE-Schaum, Polystyrol)
- Kombidämmung mit integrierter Dampfsperre
- Kork ist ein weiches Material und verursacht weniger Trittschall.
- Bei mineralischen Untergründen ist eine Dampfbremse unbedingt erforderlich.
Darauf sollten Sie beim Kauf achten
Trittschalldämmungen gibt es in vielen verschiedenen Varianten, und jede hat ihre spezifischen Eigenschaften. Hier erfahren Sie, auf welche Faktoren es ankommt.
- Stärke: Dämmunterlagen sind in einer Stärke von 1 bis 7 mm erhältlich. Generell gilt: je dicker das Material, desto besser ist der Schallschutz.
- Dämmwert (dB): Der Dämmwert gibt an, um wie viel Dezibel eine Trittschalldämmung den Schall reduziert. Ein höherer Wert sorgt für eine bessere Geräuschminderung. Die meisten Produkte verfügen über einen Dämmwert zwischen 15 und 20 dB. Besonders in Räumen mit viel Fußverkehr lohnt es sich, ein Produkt mit einem hohen Wert zu wählen.
- Material: Kunststoff hat sich als effektives Dämmmaterial etabliert und kommt am häufigsten zum Einsatz. Allerdings verfügen auch Naturfasern wie Holz oder Kork über ausgezeichnete Dämmeigenschaften und sind dazu nachhaltiger als Kunststoff.
- Eignung für Fußbodenheizung: Wenn Sie eine Fußbodenheizung haben, sollten Sie darauf achten, dass die Trittschalldämmung dafür geeignet ist. Denn Trittschalldämmungen mindern nicht nur Geräusche, sondern dienen auch als Wärmedämmung. Entscheidend ist hier ein niedriger Wärmedurchlasswiderstand, damit der Schallschutz nicht auf Kosten der Wärmeleitung geht.
- Feuchtigkeitsbremse: Die meisten Unterlagen haben eine integrierte Dampfbremsfolie. Diese ist besonders bei mineralischen Untergründen wichtig, um zu verhindern, dass Feuchtigkeit aus dem Estrich in den Bodenbelag zieht. Es gibt aber auch Dämmunterlagen ohne Dampfsperre und separate Dampfbremsfolien.
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Tipps zur Verlegung der Trittschalldämmung
Die Verlegung von Trittschalldämmung ist nicht schwer. Allerdings gilt es, ein paar Dinge zu beachten, damit sie Ihre Wirkung optimal entfalten kann.
- Boden reinigen: Entfernen Sie zuerst Staub und Schmutz vom Boden und sorgen Sie dafür, dass er eben ist. Damit verhindern Sie, dass später Unebenheiten auftreten.
- Dampfbremse, ja oder nein: Wenn Sie die Dämmung auf einen mineralischen Boden, also Estrich oder Beton, verlegen, benötigen Sie eine Dampfsperre. Diese kann separat vor der Trittschalldämmung verlegt werden, bei vielen Produkten ist sie aber bereits im Dämmmaterial enthalten.
- Schwimmend verlegen: Trittschalldämmung wird in der Regel schwimmend verlegt. Das heißt, das Material liegt auf dem Fußboden auf und wird nicht fest damit verbunden.
- Bahn für Bahn: Rollen Sie nun die Dämmung Bahn für Bahn aus und positionieren Sie sie so, dass sie sich nicht überlappen. Befestigen Sie die Bahnen untereinander mit Isolierband und an der Wand. Überstehende Stücke entfernen Sie einfach mit einem Teppichmesser.
Häufige Fragen zum Kauf einer Trittschalldämmung
Was ist der Unterschied zwischen Trittschall und Gehschall?
Tritt- und Gehschall klingen zwar wie dasselbe, beschreiben aber zwei unterschiedliche Arten von Schall. Trittschall sind die Geräusche, die sich über die Bauteile des Hauses in andere Räume übertragen. Gehschall sind dagegen die Geräusche im Raum, in dem Sie sich aufhalten. Eine Trittschalldämmung reduziert beide Schallarten, aber nicht im gleichen Maß. Wenn Sie also den Geräuschpegel im Raum reduzieren wollen, sollten Sie auf die Gehschallreduzierung achten. Wenn es um die Lärmbelastung Ihrer Nachbarn geht, kommt es auf die Trittschallreduzierung an.
Ist eine Trittschalldämmung Pflicht?
Eine Trittschalldämmung ist nicht generell verpflichtend, aber in vielen Fällen gesetzlich vorgeschrieben oder dringend empfohlen. In der DIN 4109 sind die Mindestanforderungen an den Schallschutz geregelt. Wenn diese nicht erfüllt werden, ist eine Trittschalldämmung verpflichtend. In Mietverhältnissen ist der Vermieter für die Einhaltung der Anforderungen zuständig und kommt für den Einbau des Schallschutzes auf.
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