Parkett beeindruckt durch seine warme Holzoptik und angenehme Haptik unter den Füßen. Holzart, Verlegemuster, Oberflächenbehandlung und Format bestimmen den Charakter Ihres Bodens und die Wirkung des gesamten Raums. Mit diesen Kriterien wählen Sie das passende Parkett für Wohnzimmer, Schlafzimmer oder Flur.
Im BAUHAUS Fachcentrum finden Sie Parkett in zahlreichen Holzarten, Verlegemustern und Oberflächenbehandlungen, von der klassischen Landhausdiele bis zum edlen Fischgrätmuster.
Die Holzart prägt Farbton, Maserung und Härtegrad Ihres Parketts und bestimmt die Optik im Raum. Harte Hölzer halten punktuelle Belastung durch Stuhlbeine oder Absätze besser aus als weichere Sorten. Räume wirken mit hellen Holzarten optisch größer, während dunkle Hölzer eine warme, gediegene Atmosphäre schaffen.
Eiche: Sehr hartes, robustes Holz mit ausgeprägter Maserung in warmen Braun- bis Grautönen, ideal für stark frequentierte Wohnbereiche.
Esche: Helles, hartes Holz mit lebendiger Struktur, verstärkt eine offene und moderne Raumwirkung.
Buche: Gleichmäßige, feine Maserung in warmem Beige, schafft eine ruhige, klassische Optik.
Nussbaum: Dunkles, edles Holz mit ausdrucksstarker Zeichnung, betont hochwertige Wohnbereiche wie das Esszimmer.
Ahorn: Sehr helles, fast einheitliches Holzbild, erzeugt einen freundlichen, skandinavisch anmutenden Raumeindruck.
Neben der Holzart prägt das Verlegemuster den Charakter Ihres Parketts mit. Die verschiedenen Designs zeigen deutliche Unterschiede in der Verlegerichtung und im Fugenbild. Jedes Muster beeinflusst die wahrgenommene Raumgröße und den Stilcharakter Ihres Bodens.
Landhausdielen bestehen aus breiten, langen Einzelstäben. Sie verlegen diese parallel in Laufrichtung, wodurch wenige Fugen sichtbar bleiben und schmale Räume optisch länger wirken. Dieses Format passt zu ländlichen und modernen Einrichtungsstilen. Wählen Sie Landhausdielen für ein homogenes Fugenbild und eine ruhige, großflächige Bodenwirkung.
Beim Fischgrätmuster verlegen Sie kurze, gleich große Parkettstäbe im rechten Winkel zueinander und erzeugen ein durchgehendes Zickzackmuster. Diese Verlegerichtung wirkt in repräsentativen Räumen wie Eingangsbereichen oder Wohnzimmern klassisch und hochwertig. Wählen Sie Fischgrätparkett für einen aufwendigen, edlen Bodeneindruck in Ihrem Zuhause.
Schiffsboden besteht aus langen, unterschiedlich breiten Dielen, die ursprünglich im Schiffsbau zum Einsatz kamen. Diese Dielen sind vor allem in Altbauwohnungen und Landhäusern beliebt. Die unterschiedlichen Dielenbreiten schaffen einen natürlichen, unregelmäßigen Eindruck ohne strenges Raster. Setzen Sie auf Schiffsboden für einen gewachsenen, authentischen Bodencharakter.
Mehrstabparkett unterteilt jede Diele optisch in 2 oder 3 schmale Stäbe und wirkt dadurch kleinteilig und traditionell. Die vielen kurzen Fugen verteilen kleinere Unebenheiten im Untergrund und machen sie weniger auffällig als bei großen Einzeldielen. Diese Verlegeart passt zu klassisch eingerichteten Räumen. Nutzen Sie Mehrstabparkett für ein dichtes, gleichmäßiges Fugenmuster.
Die Oberflächenbehandlung Ihres Parketts entscheidet über Pflegeaufwand, Optik und Belastbarkeit im Alltag.
Geöltes Parkett: Zieht das Öl in die Holzporen ein und behält eine offenporige, natürliche Oberfläche, die griffig und warm wirkt. Diese Variante verlangt jedoch gelegentliches Nachölen einzelner Stellen bei stärkerer Beanspruchung, besonders in Haushalten mit Kindern oder Haustieren.
Lackiertes Parkett: Trägt eine geschlossene Schutzschicht auf der Oberfläche. Diese Schicht weist Feuchtigkeit und Schmutz ab und reduziert den täglichen Reinigungsaufwand gegenüber geöltem Parkett, da Sie dies lediglich feucht wischen statt nachzuölen.
Gebürstetes Parkett: Betont die natürliche Holzmaserung durch mechanisches Herausarbeiten weicher Holzfasern und wirkt dadurch lebendig und rustikal. Die vertiefte Struktur sammelt allerdings mehr Staub als glatte Oberflächen und verlangt etwas häufigeres Reinigen.
Naturbelassenes Parkett: Kommt ohne zusätzliche Schutzschicht aus. Das Holz reagiert auf natürliches Sonnenlicht und entwickelt über die Jahre eine Patina. Diese feinen Farbveränderungen verleihen dem Boden ein einzigartiges Aussehen, das Holzliebhaber bewusst als Gestaltungsmerkmal schätzen.
Wählen Sie eine lackierte Oberfläche für stark beanspruchte Bereiche wie Flure, da die geschlossene Schutzschicht Feuchtigkeit und Kratzer abhält. Wählen Sie eine geölte oder gebürstete Variante, wenn Ihnen eine natürliche Haptik wichtiger ist.
Die Breite und Länge der einzelnen Dielen verändern die Proportionen eines Raums sichtbar. Schmale, kurze Formate gliedern eine Fläche kleinteilig. Breite und lange Dielen erzeugen wenige durchgehende Fugen. Mit ihnen wirken Räume ruhiger und großzügiger, da das Auge weniger Unterbrechungen wahrnimmt.
Schmale Dielen von 9,5 bis 12 cm Breite: Betonen ein klassisches Fugenbild, passend für kleinere, traditionell eingerichtete Räume.
Mittlere Breiten von 12 bis 18 cm: Kombinieren klassische und moderne Optik und passen zu den meisten Wohnräumen.
Breite Dielen ab 18 cm: Erzeugen wenige Fugen; mit ihnen wirken Räume großzügiger und ruhiger, ideal für offene Wohnbereiche.
Kurze Längen bis etwa 90 cm: Notwendig für kleinteilige Muster wie Fischgrät oder Mehrstabverlegung.
Mittlere Längen von 90 bis 150 cm: Bieten ein ausgewogenes Fugenbild für klassisch bis modern eingerichtete Räume.
Lange Dielen ab 150 cm: Strecken schmale Räume optisch in die Länge und unterstreichen einen modernen, geradlinigen Stil.
Die Nutzschicht ist die obere Holzschicht des Mehrschichtparketts. Bei Stärken von 2,5 bis 3,2 mm ermöglichen meist 1 bis 2 Schleifzyklen, während Nutzschichten von 3,5 bis 4 mm mehrere Renovierungen über Jahrzehnte erlauben. Massivparkett besitzt keine separate Nutzschicht. Hier bestimmt die Gesamtstärke der Diele die Anzahl möglicher Schliffe.
Wählen Sie eine dickere Nutzschicht, wenn Sie das Parkett langfristig ohne kompletten Austausch nutzen. Der Träger unter der Nutzschicht besteht je nach Produkt aus dem Werkstoff HDF oder aus Massivholz wie Fichte oder Pappel und sorgt für Formstabilität, besonders bei Temperaturschwankungen durch eine Fußbodenheizung. HDF-Träger arbeiten dichter und formstabiler als reine Holzträger und passen daher gut zu beheizten Böden.
Mehrschichtparkett mit stabilem Träger reagiert ruhiger auf Wärme als massives Vollholzparkett und passt dadurch besser zu beheizten Böden. Klebeparkett überträgt Wärme direkt über die vollflächige Verklebung mit dem Untergrund. Schwimmend verlegtes Klickparkett besitzt eine Luftschicht im Klicksystem, die die Wärmeleitung leicht bremst. Prüfen Sie vor dem Kauf, ob der jeweilige Parkettboden für die Fußbodenheizung freigegeben ist.
Die richtige Pflege erhält den Glanz, die Farbe und den Oberflächenschutz Ihres Parketts über viele Jahre. Gehen Sie bei der Reinigung in der folgenden Reihenfolge vor, um Kratzer und Feuchtigkeitsschäden zu vermeiden.