Wenn Sie die Idee haben, eine Pergola selber zu bauen, sind Sie hier richtig. Wir erklären Ihnen die wichtigen Schritte der Planung und klären die wichtigsten Fragen zu einer Holz-Pergola. Unser Ziel ist, dass Sie lange Freude an Ihrer selbstgebauten Terrassenüberdachung haben, weil sie exakt Ihren Bedürfnissen und Vorstellungen entspricht.
Schritt 1: Planungsphase
Stellen Sie sich während der Planung 5 Schlüsselfragen – sie sind der Grundstein für eine erfolgreiche Pergola, die Ihren individuellen Wünschen und Bedürfnissen entspricht.
Am Haus oder freistehend?
Entscheiden Sie zunächst, ob die Pergola direkt an Ihr Haus anschließen soll oder eher freistehend im Garten. Natürlich kommt es vor allem darauf an, wo Ihre Terrasse liegt. Eine Anbindung bietet direkten Zugang, während Sie bei einer freistehenden Pergola mehr Gestaltungsfreiheit haben.
Wie groß soll die Pergola werden?
Bestimmen Sie die gewünschte Größe der Pergola. Beachten Sie dabei den verfügbaren Platz im Garten und den beabsichtigten Verwendungszweck: Nutzen Sie Ihre selbstgebaute Pergola für gemütliche Abende zu zweit? Oder als Unterstand für größere Veranstaltungen?
Mit oder ohne Baugenehmigung?
Ganz wichtig: Prüfen Sie die örtlichen Bauvorschriften, bevor Sie Ihre Holz-Pergola selber bauen. In Deutschland sind Pergolen bis zu einer gewissen Größe und Höhe oft genehmigungsfrei. Klären Sie trotzdem, ob eine Genehmigung nötig ist. So vermeiden Sie unangenehme Überraschungen.
Einsatzzweck: Sonnen- oder Regenschutz?
Überlegen Sie, ob Sie Pergola hauptsächlich als Sonnen- oder Regenschutz bauen möchten. Diese Entscheidung bestimmt die Auswahl der Materialien und die Gestaltung: Ist beispielsweise ein Dach nötig? Wenn ja, aus welchem Material? Oder ist Ihnen eine Begrünung oder ein Sonnensegel lieber?
Was darf es kosten?
Planen Sie Ihr Budget sorgfältig, um böse Überraschungen zu vermeiden. Je nach Größe und Design kann auch eine Pergola aus Holz schnell ins Geld gehen. Berücksichtigen Sie dabei nicht nur Material- und Baukosten, sondern auch Aufwände für Transport, Werkzeuge und eventuelle professionelle Hilfe.
Schritt 2: Bauplan zeichnen
Mit einem gut gezeichneten Bauplan haben Sie eine klare Vorstellung von Ihrem Projekt: Sie können Materialien und Werkzeuge effizienter planen und verhindern kostspielige Fehler beim Bau. Ein Pergola-Bauplan hilft Ihnen, die Dimensionen und Proportionen richtig einzuschätzen. So stellen Sie sicher, dass Ihre selbstgebaute Pergola sowohl statisch stabil als auch ästhetisch ansprechend ist.
• Beachten Sie folgende Punkte beim Zeichnen des Bauplans: Beginnen Sie mit den genauen Maßen. Definieren Sie die Höhe, Breite und Tiefe der Pergola. Achten Sie darauf, dass die Proportionen harmonisch wirken und zur Umgebung passen.
• Skizzieren Sie die Struktur Ihrer Pergola im Detail: Fundament, Pfosten, Balken, Sparren und das Dach. Achten Sie auf richtige Winkel, Verbindungen und Abstände.
• Bedenke Sie Extras mit ein: wenn sie beispielweise ein Dach möchten, denken Sie an die Neigung des Dachs für den Regenablauf. Berücksichtigen Sie auch individuelle Funktionen wie Rankgitter oder Seitenwände in Ihrem Bauplan.
• Stellen Sie sicher, dass Ihre Pergola sicher ist. Prüfen Sie die Statik und den richtigen Einsatz von Streben oder Verstrebungen. Wir empfehlen Ihnen, Ihren Bauplan von einer Fachkraft für Statik prüfen zu lassen.
Schritt 3: Pergola bauen
Ist Ihr Bauplan fertig, können Sie mit dem Pergola bauen anfangen. Eine Anleitung zur Konstruktion, an der Sie sich orientieren können, finden Sie in unserem Ratgeber zu Holzpavillon bauen.
Schritt 4: Dach, Sonnenschutz-Segel, Windschutz, Rankgitter oder Dachrinne montieren (optional)
Es gibt unzählige Möglichkeiten und Ideen, um Ihre selber gebaute Pergola individuell zu ergänzen:
- • Ist ein Dach vorgesehen, können Sie nun Dachplatten, Segeltuch oder Schilfrohrmatten auf den Sparren anbringen.
- • Für Regenwasserablauf können Sie optional eine Dachrinne installieren. Stellen Sie sicher, dass die Rinne leicht geneigt ist und das Wasser in den gewünschten Behälter leitet.
- • Sonnenschutz-Segel bieten Schatten vor Sonne und Wetter. Sichern Sie sie straff, jedoch nicht überdehnt, um Faltenbildung zu vermeiden.
- • Mit einem Rankgitter an der Pergola können Pflanzen wie Wein hochranken. Das ist schön und sorgt zusätzlich für Schatten. Verschrauben Sie die Rankhilfe am besten an mindestens zwei der Pfosten oder Balken für zusätzliche Stabilitä
Häufig gestellte Fragen rund ums Pergola selber bauen
Was brauche ich, um eine Pergola selber zu bauen?
Um eine Pergola aus Holz selber zu bauen, benötigen Sie Holzbalken, Pfosten, Schrauben, Bohrer, Beton für die Pfostenlöcher, Pfostenträger, eine Säge, eine Wasserwaage und Schraubenzieher.
Falls Sie eine Pergola mit Überdachung möchten, benötigen Sie außerdem Bedachungsmaterial wie z. B. Plexiglas.
Was kostet es, eine Pergola selber zu bauen?
Die Kosten für den Pergolabau variieren je nach Größe, Material und Region. Grob geschätzt liegen die Materialkosten zwischen 500 € und 2.000€.
Was ist das beste Holz für eine Pergola?
Für den Bau einer Holz-Pergola eignen sich druckbehandeltes Zedernholz, Lärche oder Douglasie gut. Alle 3 Harthölzer sind besonders witterungsbeständig, widerstehen Feuchtigkeit und Insektenbefall – und sind damit besonders langlebig.
Wie hoch darf eine Pergola sein?
Welche Höhe eine Pergola haben darf, hängt von den Bauvorschriften an Ihrem Wohnort ab. Oft sind bis zu 3 Meter erlaubt. Prüfen Sie daher die Regelungen vor Ort, bevor Sie selber mit dem Bauen beginnen.
zum Ratgeber Die richtige Überdachung