So pflegen Sie Ihren Gartenteich saisongerecht
Teichpflege im Frühling: Arbeitsauftakt
- Ab 12° C Wassertemperatur kann’s losgehen
- Lücken in der Teichbepflanzung füllen
- Bei Fischbesatz langsam anfüttern
- Schäden am Ufer – z. B. durch Eis – beheben
- Mit einem Schlammsauger den Grund reinigen
- Teichwasser testen (pH-Wert, Nitrit-/Nitrat-Gehalt) und ggf. Teilwasserwechsel durchführen
- Alle Pumpen, Filter und UVC-Klärer durchchecken und anschließend in Betrieb nehmen
Teichpflege im Sommer: Rundum-Pflege
- Bei großer Hitze regelmäßig den Wasserspiegel und die Temperatur prüfen – bei mehr als 22 °C bzw. zu viel Verdunstung kaltes Wasser zugeben
- Wasserwerte regelmäßig kontrollieren
- Bei starkem Wachstum Pflanzen schneiden und abgestorbene Teile entfernen
- Gegen Algen UVC-Teichklärer einsetzen bzw. Algen zusammen mit Wasserlinsen abfischen
- Teichpumpe und Teichfilter 24 Stunden laufen lassen – für genug Sauerstoff im Wasser
Teichpflege im Herbst: Ruhephase einleiten
- Unter 12° C Wassertemperatur Fütterung einstellen
- Abgestorbene Pflanzenteile und Laub stets abfischen bzw. mit Laubschutznetz vorbeugen
- Nicht winterharte Teichrandpflanzen ausgraben und frostfrei überwintern
- Teichboden mit Schlammsauger säubern
- Rohrkolben, Schilf u. Ä. kurz über der Wasserlinie abschneiden – zum späteren Gasaustausch bei geschlossener Eisfläche
- Teichtechnik entfernen, reinigen und frostfrei lagern
Teichpflege im Winter: Wichtige Handgriffe für Eis und Schnee
- Fische ggf. ins Überwinterungsquartier umsetzen, außer der Teich ist mind. 100 cm tief
- Über der tiefsten Stelle im Gartenteich einen Eisfreihalter gegen komplettes Zufrieren einsetzen, sonst können Sauerstoff und Faulgas nicht entweichen
- Wenn vorhanden, Laubschutznetz vor dem ersten Schneefall entfernen
- Eisfläche mit dem Besen von Schnee reinigen, damit Licht das Wasser erreicht
Algen im Teich – was tun?
Zu viele Algen im Teich sind ein Zeichen dafür, dass das ökologische Gleichgewicht gestört ist. Der Stickstoffgehalt ist zu hoch, wodurch Algenwachstum gefördert wird. Damit der Sauerstoff im Teichwasser nicht weiter vernichtet wird, müssen die Algen entfernt werden. Das gelingt entweder auf natürliche Art oder mit speziellem Algenvernichtern.
Algen auf natürliche Art bekämpfen
Sie möchten Ihr Algenproblem auf natürliche Weise in den Griff bekommen? Dann probieren Sie folgende Optionen aus:
- Den Teich mit 10 bis 20 Liter Wasser aus einem gesunden Teich „impfen“.
- Sogenannte Starter-Bakterien einsetzen, die organische Abfallstoffe gezielt abbauen.
- Einen mit Stroh gefüllten Strohsack bis zu 5 Wochen in den Teich legen. Während sich das Stroh zersetzt, verbraucht es Unmengen an Stickstoff.
Ursachenforschung
Nur wer die Ursache(n) für eine gesteigerte Algenbildung kennt, kann langfristig etwas dagegen tun. Mögliche Ursachen sind zu wenige Teichpflanzen, zu viele Fische, deren Kot und Reste von Fischfutter. Auch vermoderte Pflanzen und herabfallendes Laub, viel Schlamm am Boden oder Rasendünger, der bei Regen in den Teich gespült wird, können die Algenproduktion anregen. Wenn dann auch noch ein Übermaß an Sonne dazukommt, kann der Gartenteich schnell kippen.