Mit unseren Tipps zeigen wir Ihnen, wie Sie Ihre Kräuter düngen und das beste Aroma erzielen. Erfahren Sie in unserem umfassenden Ratgeber, wann der ideale Zeitpunkt zum Düngen ist, welchen Nährstoffbedarf unterschiedliche Kräutersorten haben und welche Düngemittel sich für diese eignen.
Wann sollten Kräuter gedüngt werden?
Wann Ihre Kräuter Dünger benötigen, hängt von deren Standort ab: Während Gartenkräuter im Beet in der Regel nur im Frühling und Spätsommer gedüngt werden müssen, brauchen Kräuter im Topf vor allem im Frühling und während der Wachstumsperiode regelmäßig eine leichte Nachdüngung. Diesen Rhythmus können Sie bis in den Spätherbst beibehalten, sofern die Kräuter keine Anzeichen von Nährstoffmangel aufweisen. Vor dem Winter sollten Sie die Düngergabe reduzieren und schließlich ganz einstellen.
Küchenkräuter und ihr Nährstoffbedarf
Wie alle anderen Pflanzen auch, benötigen Küchenkräuter eine ausgewogene Versorgung mit Nährstoffen. Dazu gehören vor allem folgende:
Stickstoff (N) für das Wachstum von Blättern und Stielen.
Phosphor (P) fördert ein starkes Wurzelsystem und die Blüten- und Fruchtbildung.
Kalium (K) unterstützt den Wasserhaushalt und die Nährstoffaufnahme.
Wie viel von diesen Nährstoffen Ihre Kräuter benötigen, hängt vor allem von der Kräuterart ab. In der folgenden Tabelle können Sie den Nährstoffbedarf gängiger Küchenkräuter nachlesen.
Basilikum benötigt viel Stickstoff, viel Phosphor und viel Kalium.
Dill braucht viel Stickstoff und viel Phosphor, kommt beim Kalium aber mit einer mittleren Versorgung aus.
Koriander ist bei Stickstoff, Phosphor und Kalium jeweils auf eine hohe Versorgung angewiesen.
Minze sollte mit viel Stickstoff versorgt werden, beim Phosphor liegt der Bedarf im Bereich mittel bis hoch, und Kalium wird in hoher Menge benötigt.
Oregano verlangt ebenfalls hohe Werte bei Stickstoff, Phosphor und Kalium.
Petersilie braucht wie Basilikum eine hohe Versorgung mit allen drei Nährstoffen.
Rosmarin kommt mit einem Stickstoffbedarf von mittel bis hoch aus, benötigt Phosphor in mittlerer Menge und Kalium ebenfalls in mittlerer Menge.
Salbei braucht viel Stickstoff, Phosphor mittel bis hoch und Kalium in mittlerer Menge.
Schnittlauch benötigt viel Stickstoff, während Phosphor und Kalium jeweils im mittleren Bereich liegen.
Thymian hat einen Stickstoffbedarf von mittel bis hoch und benötigt Phosphor sowie Kalium in mittlerer Menge.
Die richtige Düngung Ihrer Pflanzen ist entscheidend für die Gesundheit und das Aroma der Küchenkräuter. Wenn Sie die Bedürfnisse Ihrer Kräuter genau kennen, können Sie die Düngergabe entsprechend anpassen und den besten Geschmack erzielen.
Düngeintervalle in der Übersicht
Je nach Kräuterart und Düngerart unterscheiden sich die optimalen Düngeintervalle – die folgende Übersicht zeigt, wie oft Sie nachdüngen solltest.
Basilikum sollte bei organischem Dünger alle 4–6 Wochen gedüngt werden, bei mineralischem Dünger alle 2–4 Wochen und bei Langzeitdünger einmal pro Saison.
Dill wird mit organischem Dünger alle 4–6 Wochen versorgt, mit mineralischem Dünger alle 2–4 Wochen und mit Langzeitdünger einmal pro Saison.
Koriander benötigt organischen Dünger alle 4–6 Wochen, mineralischen Dünger alle 2–4 Wochen und Langzeitdünger einmal pro Saison.
Minze wird mit organischem Dünger alle 4–6 Wochen gedüngt und mit mineralischem Dünger alle 2–4 Wochen; Langzeitdünger wird hier nicht verwendet.
Oregano sollte mit organischem Dünger alle 6–8 Wochen und mit mineralischem Dünger alle 4–6 Wochen gedüngt werden; Langzeitdünger wird nicht eingesetzt.
Petersilie wird mit organischem Dünger alle 4–6 Wochen versorgt, mit mineralischem Dünger alle 2–4 Wochen und mit Langzeitdünger einmal pro Saison.
Rosmarin sollte organisch alle 6–8 Wochen und mineralisch alle 4–6 Wochen gedüngt werden; Langzeitdünger wird nicht verwendet.
Salbei wird mit organischem Dünger alle 6–8 Wochen und mit mineralischem Dünger alle 4–6 Wochen gedüngt; Langzeitdünger wird nicht eingesetzt.
Schnittlauch braucht organischen Dünger alle 4–6 Wochen, mineralischen Dünger alle 2–4 Wochen und Langzeitdünger einmal pro Saison.
Thymian wird mit organischem Dünger alle 6–8 Wochen und mit mineralischem Dünger alle 4–6 Wochen versorgt; Langzeitdünger wird nicht verwendet.
Die Gabe des richtigen Kräuterdüngers in der richtigen Frequenz ist wichtig, um Kräuter gesund und aromatisch zu halten. Die oben genannten Empfehlungen bieten Ihnen eine gute Grundlage, um Ihren Kräutern die benötigten Nährstoffe zuzuführen, ohne sie zu überdüngen.
Wenn Sie Kräutererde verwenden, ist diese in der Regel bereits mit Nährstoffen angereichert. Die Pflanzen sind dementsprechend in den ersten 4–6 Wochen nach der Pflanzung ausreichend versorgt.
Welche Hausmittel eignen sich als Kräuterdünger?
Hausmittel sind eine natürliche und kostengünstige Möglichkeit, Kräuter zu düngen. Sie können aus Zutaten wie Kaffeesatz oder Grünschnitt hergestellt werden und sorgen für eine ausgewogene Nährstoffversorgung. Dabei sind die selbstgemachten Kräuterdünger nicht nur nachhaltig, sondern auch effektiv. Hier sind einige einfache Hausmittel, mit denen Sie Ihre Kräuter düngen können:
Häufige Fragen
Entdecken Sie in unseren FAQs praktische Tipps und Ratschläge zum Düngen von Kräutern, um das Wachstum und die Aromaentwicklung Ihrer Kräuter zu optimieren.
Wie erkennt man einen Nährstoffmangel bei Kräutern?
Wenn Ihre Kräuter einen Nährstoffmangel haben, sollten Sie möglichst schnell eingreifen. Dazu ist es wichtig, dass Sie den Mangel richtig deuten, um gezielt Nährstoffe zuführen zu können. Anzeichen wie verfärbte Blätter, verzögertes Wachstum und abnorme Wachstumsmuster deuten auf verschiedene Mängel hin:
Stickstoffmangel zeigt sich durch gelbliche oder blassgrüne Blätter sowie ein langsames Wachstum der Pflanzen.
Phosphormangel können Sie an dunkelgrünen Blättern mit purpurnen, rötlich-violetten Verfärbungen erkennen. Auch braune bis braunschwarze Flecken auf den Blättern sowie ein schwaches Wachstum weisen auf einen Phosphormangel hin.
Kaliummangel zeichnet sich durch verfärbte Blattränder und -spitzen aus. Die Blattränder sehen verbrannt aus und das Gewebe zwischen den Blattadern wölbt sich nach oben.
Nimmt die Düngung Einfluss auf das Aroma der Kräuter?
Ja, die Düngergabe kann das Aroma Ihrer Kräuter beeinflussen. Überdüngen Sie Ihre Kräuter, insbesondere mit zu viel Stickstoff, kann dies zu einem übermäßigen Wachstum führen. Das wiederum geht zu Lasten des Aromas: Die Pflanze verwendet dann mehr Energie für die Produktion von Blättern anstatt für die Entwicklung der ätherischen Öle, die für das Aroma verantwortlich sind.
Deshalb ist es wichtig, einen ausgewogenen Kräuterdünger mit den richtigen Mengen an Stickstoff, Phosphor und Kalium zu verwenden. Die Dosierungsempfehlungen auf der Packungsrückseite sind unbedingt zu beachten, um die Kräuter nicht zu überdüngen und das optimale Aroma zu erhalten.







