Ob als Abtrennung zum Nachbargrundstück oder als schickes Gartenelement – ein Friesenwall aus Natursteinen verleiht jedem Garten das gewisse norddeutsch-rustikale Flair. In diesem Artikel erfahren Sie daher Schritt für Schritt, wie Sie selbst einen Friesenwall bauen können, welche Materialien und Gartenwerkzeuge Sie dazu benötigen und wie Sie ihn im Anschluss bepflanzen.
Der Friesenwall – kurz und knapp
Zunächst ein kurzer Überblick über das Bauwerk:
Ein Friesenwall ist eine etwa 80–100 cm hohe Trockenmauer aus Natursteinen.
Ihren Ursprung hat die Natursteinmauer in Norddeutschland, wo sie hauptsächlich als Zaunersatz oder Windschutz gebaut wurde.
Die Zwischenräume der Steine und die Mauerkrone werden mit Erde aufgefüllt, die Sie bepflanzen können. So ist der Friesenwall nicht nur schön anzusehen, sondern auch unglaublich stabil und wetterbeständig.
Besonders gut macht sich der Friesenwall als schicke Abtrennung zum Nachbargarten, zur Terrasse oder zur Straße, als Alternative zur Grundstücksumzäunung oder auch als rein optischer Hingucker.
Schritt-für-Schritt-Anleitung zum Bau der Friesenmauer
Wenn Sie jetzt Lust bekommen haben, auch Ihren Garten mit der norddeutschen Natursteinmauer zu verschönern, gibt es gute Nachrichten – eine Friesenmauer selbst zu bauen ist nämlich gar kein Hexenwerk. Damit Sie beim Bau alles Wichtige sofort zur Hand haben, finden Sie hier zunächst eine kleine Übersicht über die benötigten Materialien und Werkzeuge.
Materialien:
Natursteine (Feldsteine oder Findlinge)
Erde und Sand (für das Fundament, die Mauerkrone und die Zwischenräume der Steine)
Schotter und Kies (für die Drainageschicht)
Optional: Landschaftsgewebe oder Geotextil (für eine zusätzliche Drainageschicht)
Werkzeuge:
Handstampfer
Schnur (zur Markierung)
Gummihammer (zum Festklopfen der Steine)
Optional: Schubkarre, um Materialien zu transportieren
Wie viele Steine Sie für den Bau des Friesenwalls benötigen, kommt ganz auf die Länge, Höhe und Dicke des Walls sowie die Größe der verwendeten Steine an. Als Faustregel gilt, dass Sie etwa eine halbe Tonne Steine pro Quadratmeter Wall benötigen.
Tipps zur Pflege und Wartung der Trockenmauer
Mit dem Ziel, dass Ihr neuer Friesenwall so lange wie möglich schön und stabil bleibt, gibt es zum Abschluss noch die wichtigsten Pflegetipps:
Kontrollieren Sie Ihren Wall regelmäßig auf Unkraut und entfernen Sie dieses.
Achten Sie bei einem bepflanzten Wall darauf, dass die Pflanzen nicht zu hoch für den Wall werden und diesen damit instabil machen.
Bewässern Sie Ihren Friesenwall bei Trockenperioden auch dann, wenn Sie ihn nicht bepflanzt haben, damit die Erde nicht zu stark austrocknet.
Überprüfen Sie alle paar Monate, ob die Steine des Friesenwalls sich gelockert haben, und klopfen Sie sie bei Bedarf erneut mit dem Gummihammer fest.
Durch diese einfachen Tipps erhalten Sie auch in Zukunft das Aussehen und die Funktion Ihres Friesenwalls, sodass Sie sich noch lange an Ihrem neuen Garten-Highlight erfreuen können.






