Ob das Grillen mit Gas oder Kohle die bessere Option ist, entfacht immer wieder hitzige Diskussionen unter Grillfans. Wir beleuchten deshalb die Vorzüge von Kohle- und Gasgrills und stellen in unserem Ratgeber beide Grillmethoden einander im direkten Vergleich gegenüber.

Grillen mit Gas

Wenn es um einen Vergleich zum traditionellen Kohlegrill geht, ist der Gasgrill der unumstrittene stärkste Konkurrent. Werfen Sie mit uns einen Blick auf die Vorteile, die die moderne Grillmethode Ihnen bietet. Erfahren Sie außerdem alles über den Grillgeschmack des Grillguts, die Umweltauswirkungen des Gasgrills sowie die Anschaffungs- und Unterhaltskosten.

Grillen mit Kohle

Das Grillen mit Holzkohle hat Tradition. Es erinnert unter den Grillmethoden am ehesten an das Kochen über dem offenen Feuer. Wir zeigen Ihnen zunächst die Vorteile von Holzkohlegrills. Im Anschluss gehen wir auf den Geschmack der gegrillten Speisen sowie auf die Umweltfreundlichkeit und die Kosten ein.

Gas vs. Kohle im direkten Vergleich

Damit Sie schnell entscheiden können, finden Sie hier die wichtigsten Eckdaten.

Vorteile

Wer spontan losgrillen möchte, ist mit Gas im Vorteil: Der Grill ist schnell einsatzbereit, die Hitze lässt sich regulieren, viele Garmethoden sind möglich und die Reinigung gelingt meist einfach. Zusätzlich werden weniger Schadstoffe und Rauch ausgestoßen und es gibt keine Stichflamme.
Für das klassische Grillgefühl spricht Kohle: Sie sorgt für authentisches Grill-Feeling, bietet eine große Modellvielfalt, ist häufig günstig in der Anschaffung und bleibt durch die Mobilität flexibel. Auch Holzkohle und Grillanzünder lassen sich unkompliziert und flexibel beschaffen.

Geschmack

Bei Kohle steht der Rauchgeschmack deutlich im Vordergrund – authentisch, aber Röstaromen werden dadurch oft überlagert. Bei Gas kommen Eigengeschmack und Röstaromen stärker zur Geltung. Ein Raucharoma lässt sich bei Bedarf mit einem Smoker ergänzen.

Umweltauswirkungen

Gas verursacht wenig CO2-Ausstoß und eine geringe Feinstaubbelastung, verbraucht dabei nur die benötigte Energie, wird jedoch mit fossilen Brennstoffen betrieben. Zudem verbraucht die Herstellung viele Ressourcen.
Kohle ist beim CO2-Ausstoß und bei der Feinstaubbelastung deutlich höher, und es wird mehr Energie verbraucht, als zum Grillen benötigt wird. Dafür verbraucht die Herstellung weniger Ressourcen.

Kosten

Bei Kohle reicht die Spanne je nach Typ von weniger als 10 € bis zu 1.500 €. Grillkohle kostet ca. 25 € für 10 kg.
Bei Gas liegen die Anschaffungskosten bei ca. 100 € bis über 1.000 €. Hinzu kommen Kosten für die 11-kg-Gasflasche (Kaufpreis ca. 50 € oder Leihgebühr ca. 30 €) sowie für die Füllung (ca. 50 € für 11 kg Propangas).

Fazit: Kohle- oder Gasgrill?

In Sachen Nachhaltigkeit und Umweltfreundlichkeit unterscheiden sich die einzelnen Grills kaum voneinander. Experten zufolge spielt es eine größere Rolle, was gegrillt wird. Möchten Sie Rücksicht auf Ihre Umwelt nehmen, sollten Sie hauptsächlich Gemüse und nur wenig Fleisch grillen.

Kostentechnisch liegt der Gasgrill vor dem Holzkohlegrill. Die Anschaffungskosten sind zwar höher, aber eine 11-kg-Propangasflasche hält länger als ein 11-kg-Sack Holzkohle. Wegen des authentischen Grillgeschmacks und -gefühls würden jedoch viele Grillfans trotzdem nicht auf den Kohlegrill verzichten wollen.

Alles in allem gibt es keinen klaren Sieger. Welcher Grill der richtige für Sie ist, hängt von Ihren persönlichen Bedürfnissen ab. Legen Sie zum Beispiel hohen Wert auf Spontanität und Flexibilität, ist ein Kohlegrill die bessere Wahl für Sie. Sie möchten lieber einen Grill, der schnell einsatzbereit und einfach zu reinigen ist? Dann sollten Sie sich für einen Gasgrill entscheiden.