Mit der sogenannten Lasurtechnik können Sie Ihre Wände einzigartig gestalten und Ihren Zimmern eine persönliche Note geben – auch wenn Sie kein Heimwerker-Profi sind. Hier zeigen wir, welche Möglichkeiten Ihnen zur Verfügung stehen, wie Sie das beste Ergebnis erzielen.

Wände lasieren: Was ist das?

Die Lasurtechnik hat ihren Ursprung in der Malerei. Heute ist sie ein beliebtes Gestaltungsmittel. Sie beschreibt eine ganz bestimmte Art zu streichen, mit der Sie Ihren Wandoberflächen eine interessante Struktur verleihen können. Die Farbe wird dabei in mehreren dünnen Schichten aufgetragen, sodass der Untergrund durchscheint oder individuelle Muster entstehen.


Das sorgt für eine ganz spezielle Optik, die nicht mit herkömmlich gestrichenen Wänden zu vergleichen ist. Durch die Farbschichten entwickelt die Oberfläche eine lebendige Tiefenwirkung, die sich je nach Lichteinstrahlung oder Beleuchtung des Raums verändert.


Die Lasurtechnik umfasst verschiedene Maltechniken, mit denen – in Kombination mit den richtigen Farbtönen – jeweils einzigartige Effekte erzielt werden können. Grundsätzlich eignen sich Wandlasuren, insbesondere für glatte, helle Untergründe wie für weißen Kalkzementputz. Unebene oder dunkle Flächen können hingegen die Intensität der Farbpigmente beeinträchtigen.

Farbe für die Lasurtechnik

Für eine gut lasierte Oberfläche ist die Auswahl der richtigen Farbe entscheidend. Lasuren auf Wasserbasis, wie Acryllasuren, sind für den Innenbereich gut geeignet, da sie geruchsarm sind und schnell trocknen. Neben transparenten Anstrichen gibt es auch deckende Varianten, die bei Bedarf stärkere Kontraste ermöglichen.

  • Wasserbasierte Lasuren sind geruchsarm, trocknen schnell, lassen sich einfach handhaben und eignen sich ideal für den Innenbereich.

  • Ölfarben überzeugen durch ihre Langlebigkeit, eine intensive Farbwiedergabe und die Möglichkeit, tiefe, transparente Schichten aufzubauen.

  • Silikatfarben sind atmungsaktiv, tragen zu einem gesunden Raumklima bei und sind besonders gut für mineralische Untergründe geeignet.

  • Naturfarben punkten mit Umweltfreundlichkeit, Nachhaltigkeit und einem natürlichen Farbton.

Wand lasieren – Schritt für Schritt

Für eine gut lasierte Oberfläche ist die Auswahl der richtigen Farbe entscheidend. Lasuren auf Wasserbasis, wie Acryllasuren, sind für den Innenbereich gut geeignet, da sie geruchsarm sind und schnell trocknen. Neben transparenten Anstrichen gibt es auch deckende Varianten, die bei Bedarf stärkere Kontraste ermöglichen.


Materialien:

Werkzeuge:

Häufige Fragen

Was gibt es rund um die Lasurtechnik bzw. das Lasieren von Wänden noch zu beachten? Hier finden Sie die wichtigsten Fragen und Antworten auf einen Blick.

Wie erziele ich einen gleichmäßigen Farbverlauf mit Lasuren?

Um einen gleichmäßigen Farbverlauf zu erzielen, arbeiten Sie in kleinen Abschnitten und stets „nass in nass“. Das bedeutet, dass Sie in die noch nicht getrocknete Farbe hineinmalen, anstatt einzelne Pinselstriche zu lange trocknen zu lassen. So verhindern Sie, dass sichtbare Übergänge oder Streifen entstehen.


Verwenden Sie dabei Werkzeuge wie Lasurbürsten oder Schwämme, die für gleichmäßige Übergänge sorgen. Wichtig ist, dass Sie die Schichten dünn auftragen und während des Anstrichs keine Pausen einlegen. Zudem ist es ratsam, die Lasur regelmäßig zu mischen, damit sich keine Pigmente am Boden des Eimers oder der Farbwanne absetzen.

Was passiert, wenn ich die Lasur zu dick auftrage?

Eine zu dick aufgetragene Schicht trocknet oft fleckig und ungleichmäßig. In diesem Fall kann der fehlerhafte Anstrich im Nachhinein nur schwer korrigiert werden und verliert seine Transparenz. Um das zu verhindern, tragen Sie die Lasur besser in mehreren dünnen Schichten auf.


Sollte Ihnen mal ein Fehler unterlaufen, können Sie die Fläche mit einem feuchten Tuch abwischen und noch mal von vorn anfangen – vorausgesetzt natürlich, dass die Farbe noch nicht vollständig angetrocknet ist.

Kann ich die Lasurtechnik auch auf Tapeten anwenden?

Solange die Tapete tragfähig und sauber ist, können Sie auch auf diesem Untergrund die Lasurtechnik anwenden. Besonders geeignet sind glatte oder strukturierte Vliestapeten. Testen Sie die Technik jedoch vorher immer erst an einer unauffälligen Stelle, um sicherzustellen, dass die Lasur gut haftet und das gewünschte Ergebnis erzielt wird. Bedenken Sie, dass stark saugende Tapeten eventuell eine Grundierung benötigen.