Erwägen Sie, Ihren Fußboden zu dämmen? Hier erfahren Sie, welche Vorteile dies mit sich bringt, wie eine Bodendämmung aufgebaut ist und zudem, welche Möglichkeiten Sie zur nachträglichen Dämmung Ihres Fußbodens haben. Im Anschluss erklären wir Ihnen Schritt für Schritt, wie Sie beim Dämmen am besten vorgehen und beantworten Ihnen wichtige Fragen zum Thema.

Warum sollte man den Fußboden dämmen?

Bei einer Fußbodendämmung handelt es sich um einen Aufbau unter dem begehbaren Bodenbelag, der aus mehreren Dämmschichten besteht. Kalte Füße, hohe Heizkosten, ständiges Getrampel von oben: Ein gedämmter Fußboden kann eine Lösung für all diese Probleme bieten. Wir geben Ihnen einen kurzen Überblick darüber, welche Vorteile die Dämmung Ihres Fußbodens für Sie haben kann:

  • Angenehmes Fußgefühl: Kalte Fußböden sind besonders im Winter unangenehm. Dämmstoffe können den Fußboden gegen Kälte isolieren bzw. das Aufsteigen der Kälte aus dem Keller oder dem Erdreich vermindern und so für mehr Komfort sorgen. Außerdem können einige Materialien die Federung des Bodens verbessern, wodurch sich das Gehen angenehmer anfühlt.
  • Heizkosten sparen: Wenn die Heizenergie sich ungehindert nach oben verflüchtigen kann, kostet Sie das unnötig viel Geld. Eine Dämmung der Geschossdecke oder des Fußbodens im Obergeschoss kann den Wärmeverlust senken und langfristig für Einsparungen sorgen.
  • Ökobilanz optimieren: Sinkt der Wärmeverlust, werden weniger Ressourcen verbraucht, um den Raum warmzuhalten. Dies verbessert die Ökobilanz Ihres Gebäudes erheblich.
  • Trittschall verringern: Eine gute Fußbodendämmung kann dazu beitragen, Geräusche aus dem Obergeschoss zu dämpfen und so auch als Schallschutz für die Decke dienen.
  • Raumklima verbessern: Unter alten Böden sammelt sich viel Staub an. Begehen Sie diese, wird der Staub aufgewirbelt. Eine Fußbodendämmung kann diesen Effekt mindern und so das Raumklima verbessern.

Nachträgliche Dämmung im Altbau

Die Fußbodendämmung eines Gebäudes erfolgt im Idealfall beim Bau selbst. Gut gedämmte Bauteile sparen später Mühe und Kosten. In alten Häusern jedoch entspricht die Dämmschicht, wenn vorhanden, oft nicht den aktuellen Standards. Um dennoch von den Vorzügen einer Dämmung profitieren zu können, ist es daher notwendig, den Fußboden in Altbauten nachträglich zu dämmen. Hierfür haben Sie im Wesentlichen drei Möglichkeiten.

Mehrere Schichten für die optimale Dämmung

Eine gute Fußbodendämmung besteht aus mehreren Schichten. Dabei hat jede Dämmschicht ihre eigene Funktion. Wir geben Ihnen einen kurzen Überblick.

  • Feuchtigkeitsschutz: Der Feuchtigkeitsschutz ist wichtig, damit sich keine Feuchtigkeit in den Dämmstoffen absetzt und diese schädigt. Er wird meist in Form einer diffusionsoffenen Folie realisiert, die Feuchtigkeit in Form von Wasserdampf von der Dämmschicht wegtransportiert.

  • Wärmedämmung: Bei der Wärmedämmung handelt es sich häufig um dicke Dämmplatten aus verschiedenen Materialien, wie EPS, Mineralwolle, Steinwolle oder Holzfasern. Sie vermindert das Eindringen von Kälte und das Abwandern von Wärme. Manche Wärmedämmungen dämpfen auch den Trittschall ein wenig. Dies ist jedoch nicht ihre Hauptfunktion.

Trittschalldämmung: Eine Trittschalldämmung verhindert, dass Sie oder Ihre Nachbarn sich durch Lärm aus den oberen Stockwerken gestört fühlen. Sie wird in Form von Platten oder Rollbahnen verkauft und kann je nach Material auch wärmedämmende Eigenschaften haben. Diese sind jedoch nicht vordergründig, da die Trittschalldämmung häufig viel dünner ist als Wärmedämmplatten.

Fußboden dämmen – so gehen Sie vor

Nun zeigen wir Ihnen, wie Sie Ihren Fußboden nachträglich selbst dämmen können. Es ist uns jedoch wichtig darauf hinzuweisen, dass dies ein umfangreiches Vorhaben ist, bei dem es je nach Fußbodenaufbau einiges zu beachten gibt. So zum Beispiel, dass sich die Aufbauhöhe Ihres Fußbodens durch die Dämmschicht erhöht. Wir empfehlen Ihnen daher beratende Unterstützung von erfahrenem Fachpersonal. So können Sie sichergehen, dass Ihr Fußboden sowie Ihre Dämmung am Ende nicht nur alle Normen und Vorschriften erfüllen, sondern auch optimal zu Ihrem Haus passen.


Um die Fußbodendämmung auf Ihrer Rohdecke zu verlegen, benötigen Sie die folgenden Materialien und Werkzeuge:


Materialien:


Werkzeuge:

Häufige Fragen

Ist eine Dämmung sinnvoll, obwohl ich eine Fußbodenheizung habe?

Ja, eine Bodendämmung ist auch dann sinnvoll, wenn Sie eine Fußbodenheizung haben. Man könnte sogar sagen, dass sie dann erst recht sinnvoll ist. Die Fußbodenheizung wird klassischerweise über der Dämmung im Estrich-Unterboden installiert. Gibt es keine Bodendämmung, geht ein Teil der Wärme, die die Heizung erzeugt, an das Untergeschoss verloren. Zum anderen verhindern die Dämmschichten das Auskühlen des Bodens durch aufsteigende Kälte aus dem Erdreich oder unteren Etagen. Dadurch muss die Heizung weniger Energie aufbringen, um die gewünschte Temperatur zu erreichen.

Wie viel kostet die Fußbodendämmung?

Wie viel eine Bodendämmung kostet, hängt natürlich vom Material ab. Die Kosten für das Dämmmaterial belaufen sich auf ca. 10–30 € pro Quadratmeter. Hinzu kommen aber unter Umständen die Kosten für den Unterboden in Form von Estrich- oder Holzkonstruktionen sowie die Kosten für den (neuen) Fußbodenbelag, wenn der Boden nach dem Dämmen begehbar sein soll.