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Boden ausgleichen – wie geht das?
Ein ebener Boden bildet die Grundlage für langlebige und stabile Bodenbeläge. Unebenheiten lassen sich durch das Bodennivellieren effektiv beheben. Beim Ausgleichen des Bodens sorgt Ausgleichsmasse für eine gleichmäßige Oberfläche und einen stabilen Untergrund. Dieser Ratgeber erklärt, wie Sie Ihren Boden ausgleichen . So schaffen Sie eine perfekte Basis für jeden Belag.Warum ist ein ebener Boden wichtig?Ein ebener Boden spielt eine wesentliche Rolle für die Haltbarkeit und Optik des Bodenbelags . Unebenheiten im Untergrund sorgen dafür, dass Fußboden wie Parkett oder Fliesen instabil liegen und durch Belastung schnell Risse oder Abplatzungen bekommen. Eine unregelmäßige Schichtdicke des Bodenbelags kann zu Spannungen führen, die die Oberfläche und den gesamten Aufbau langfristig schädigen. Der Ausgleich des Bodens sorgt daher für eine langlebige, belastbare und optisch ansprechende Basis, auf der verschiedene Bodenbeläge problemlos haften. Wichtig: Besonders beim Estrich ist es wichtig, eine glatte und gleichmäßige Fläche zu schaffen, um als stabiler Untergrund zu dienen. Ohne einen perfekt vorbereiteten Boden kann sich der Belag durch Abnutzung oder Feuchtigkeit verformen.Die Wahl der passenden Ausgleichsmasse hängt vom Untergrund und dem Grad der Unebenheiten ab. Grundsätzlich gibt es zwei Hauptarten: selbstverlaufende und manuell verteilbare Ausgleichsmassen . Selbstverlaufende Massen eignen sich besonders für geringe Unebenheiten und glätten den Boden fast von allein, da sie sich gleichmäßig über die Fläche verteilen. Diese Variante passt gut für glatte Untergründe wie Estrich und sorgt für eine feine, gleichmäßige Oberfläche. Manuell verteilbare Nivelliermasse ist ideal für größere Unebenheiten oder tiefere Löcher. Sie lässt sich gezielt in bestimmten Bereichen auftragen und gut modellieren, was bei stark beschädigten oder unregelmäßigen Fußböden vorteilhaft ist. Die Wahl des Materials richtet sich daher danach, ob Sie eine dünne Schichtdicke oder eine dickere Auffüllung benötigen und ob der Bodenbelag später Parkett, Fliesen oder andere Materialien sein sollen.Die richtige Ausgleichsmasse wählenSelbstverlaufende Spachtelmasse: Die selbstverlaufende Spachtelmasse eignet sich perfekt, um kleine Unebenheiten auf glatten Untergründen wie Estrich oder Beton schnell und einfach auszugleichen. Sie verteilt sich selbstständig und füllt leichte Vertiefungen mühelos aus, ohne dass ein Glätten nötig ist. Ideal für eine gleichmäßige Schichtdicke, wenn später Fliesen, Parkett oder Laminat verlegt werden sollen.Manuell verteilbare Spachtelmasse: Die manuell verteilbare Spachtelmasse ist optimal zum Ausgleichen tieferer Unebenheiten oder Löcher geeignet. Sie wird gezielt mit der Glättkelle aufgetragen und eignet sich besonders für beschädigte Untergründe wie Alt-Estrich oder Holzböden. Sie bietet eine belastbare Basis, besonders bei stark beanspruchten Flächen, und eignet sich für Fliesen, Parkett oder Vinyl.Um einen Boden korrekt zu nivellieren, benötigen Sie die passenden Materialien und Werkzeuge sowie eine sorgfältige Vorbereitung. In den folgenden Schritten erfahren Sie, wie Sie den Boden gründlich reinigen, Unebenheiten beheben und die Ausgleichsmasse fachgerecht auftragen. Materialien Werkzeuge Ausgleichsmasse Grundierung Spachtelmasse Pinsel oder Rolle Baueimer Rührgerät Glättkelle Stachelwalze Richtscheit oder Wasserwaage MultischleiferBoden nivellieren – so geht’sSchritt 1: Vorbereitung des Bodens auf den AusgleichEine gründliche Vorbereitung des Bodens ist der erste Schritt für ein erfolgreiches Nivellieren. Zuerst sollten Sie den Boden sorgfältig reinigen , damit Schmutz oder Fett die Haftung der Nivelliermasse nicht beeinträchtigen. Anschließend überprüfen Sie den Untergrund auf Schäden wie Risse oder Löcher. Solche Unebenheiten müssen Sie mit einer Spachtelmasse oder Reparaturmörtel auffüllen, um eine glatte Oberfläche zu schaffen.Schritt 2: Haftgrund auftragenUm eine optimale Haftung der Ausgleichsmasse sicherzustellen, tragen Sie als nächsten Schritt den Haftgrund auf. Dieser sorgt dafür, dass die Masse fest mit dem Untergrund verbunden wird. Beginnen Sie, indem Sie die Grundierung gleichmäßig auf die gesamte Oberfläche auftragen. Ein Pinsel oder eine Rolle helfen, den Haftgrund dünn und gleichmäßig zu verteilen. Achten Sie darauf, die Trocknungszeit des Haftgrunds gemäß Herstellerangaben einzuhalten . Diese Vorbehandlung verbessert die Haftung erheblich und verhindert späteres Ablösen der Nivelliermasse vom Fußboden.Schritt 3: Löcher auffüllenBevor Sie mit dem Bodenausgleich beginnen, müssen alle vorhandenen Löcher und Risse im Untergrund sorgfältig aufgefüllt werden . Verwenden Sie dazu Ausgleichsmörtel oder eine geeignete Spachtelmasse, um diese Schäden auszubessern. Tragen Sie die Masse gezielt in die Löcher und Risse ein und glätten Sie sie, bis eine ebene Fläche entsteht. Diese Vorbereitung stellt sicher, dass größere Schäden im Untergrund beseitigt sind und später keine Unebenheiten durch die Ausgleichsmasse sichtbar werden. Ein gut ausgebesserter Untergrund sorgt für eine langlebige und stabile Basis für den finalen Bodenbelag.Schritt 4: Ausgleichsmasse anrühren und verteilenFür eine glatte Oberfläche bereiten Sie die Ausgleichsmasse sorgfältig vor. Mischen Sie die Masse im Eimer gemäß den Herstellerangaben an, bis eine homogene, klumpenfreie Konsistenz erreicht ist. Die richtige Mischung ist entscheidend, um die Nivelliermasse gleichmäßig zu verteilen. Gießen Sie die Nivelliermasse nun auf die Fläche und verteilen Sie sie mithilfe einer Glättkelle in der gewünschten Schichtdicke. Für eine blasenfreie Oberfläche verwenden Sie anschließend eine Stachelwalze, um eingeschlossene Luft aus der Spachtelmasse zu entfernen.Schritt 5: Trocknen und Aushärten lassenNach dem Auftragen der Bodenausgleichsmasse ist es wichtig, die Masse trocknen zu lassen . Die genaue Trocknungszeit hängt von der Schichtdicke und den Herstellerangaben ab; meist benötigt eine dünne Schicht mehrere Stunden, während dickere Schichten auch einen Tag oder länger trocknen müssen. Wichtig: Eine gründliche Aushärtung ist entscheidend, da die Bodenausgleichsmasse nur so ihre volle Stabilität erreicht. Wenn die Trocknungszeit nicht eingehalten wird, kann es zu Rissen oder Unebenheiten kommen. Stellen Sie daher sicher, dass die Masse komplett ausgehärtet ist, bevor Sie den nächsten Bodenbelag verlegen.Schritt 6: Nachbearbeitung und KontrolleNach der Trocknung prüfen Sie die Oberfläche sorgfältig auf Ebenheit und beseitigen verbleibende Unregelmäßigkeiten. Nutzen Sie einen Richtscheit oder eine Wasserwaage, um die Ebenheit des Bodens an mehreren Stellen zu kontrollieren. Kleinere Unebenheiten oder überstehende Kanten können Sie durch leichtes Schleifen der Oberfläche korrigieren. Achten Sie darauf, behutsam vorzugehen, um die Nachbearbeitung präzise durchzuführen, ohne die restliche Fläche zu beschädigen.Hier finden Sie Antworten auf die häufigsten Fragen rund um das Nivellieren und Ausgleichen von Böden. Diese helfen Ihnen, typische Unsicherheiten zu klären und mögliche Probleme zu vermeiden.Häufige FragenJa, Sie können den Boden ohne Ausgleichsmasse ausgleichen , abhängig vom Untergrund und den Unebenheiten. Leichte Unebenheiten lassen sich oft durch Schleifen glätten, was eine ebene Oberfläche schafft. Eine weitere Alternative ist der Einsatz von Trockenestrichplatten, die direkt auf den Boden gelegt werden und als stabiles Ausgleichsmaterial dienen. Für Holzböden können zudem Ausgleichskeile hilfreich sein, um den Untergrund anzuheben. Auch wenn diese Alternativen möglich sind, erreicht man oft die besten, dauerhaft ebenen Ergebnisse mit einer Ausgleichsmasse.Kann man den Boden auch ohne Ausgleichsmasse begradigen?Um festzustellen, ob ein Boden uneben ist, führen Sie eine gründliche Prüfung der Oberfläche durch. Legen Sie einen Richtscheit oder eine lange Wasserwaage auf verschiedene Stellen des Bodens, um mögliche Unebenheiten sichtbar zu machen. Bei größeren Abweichungen zeigt sich ein Spalt zwischen Boden und Werkzeug, der auf mangelnde Ebenheit hinweist. Diese Kontrolle hilft Ihnen, genau zu beurteilen, wo Unebenheiten bestehen und wie umfangreich die Ausgleichsmaßnahmen sein sollten.Wie kann man feststellen, ob ein Boden uneben ist?
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Wand mit Gipskartonplatten verkleiden
Die Ernüchterung folgt dem Abreißen der Tapete auf dem Fuße. Unter den zahlreichen Papierschichten taucht eine veritable Kraterlandschaft auf und an einigen Stellen sieht man unter bröckelndem Putz sogar schon den Mauerstein. Was tun? Zum Glück gibt es eine elegante Lösung, die auch für Nachwuchs-Handwerker jederzeit machbar ist: Das Verkleiden der Wand mit einer Schale aus Gipskartonplatten ! Kathi und Markus aus dem BAUHAUS Workshop zeigen Ihnen, wie es funktioniert. Das Ziel ist klar - schöne Wände!Wenn erst einmal die Wandoberfläche im Wohnbereich so richtig beschädigt ist , kommen die Dekorationstechniken an ihre Grenze. Und das freihändige Verputzen einer Wand braucht einige Erfahrung - und ist obendrein ein ziemlich schmutziges Geschäft. Doch es gibt eine elegante Lösung: Das Verkleiden der Wand mit einer Schale aus Gipskartonplatten ! Anders als im Trockenbau, der mit den gleichen Materialien arbeitet, dreht es sich dabei nicht darum, eine ganze (Trockenbau-) Wand in den Raum zu stellen. Stattdessen legen wir eine Schale aus Gipskartonplatten wie einen Mantel über die schadhafte Wand . Das hat eigentlich nur Vorteile: Die Dämmung der Wand kann man bei der Gelegenheit deutlich verbessern, eine zeitgemäße Elektroinstallation ist en passant ein Kinderspiel und eine tadellose Oberfläche gibt’s umsonst dazu. Plus das Ganze ist für eine Wand tatsächlich an einem Tag zu schaffen. Ein weiterer Vorteil unseres Projekts ist, dass man sich bei dieser Gelegenheit das kleine 1x1 des Trockenbaus erarbeiten kann . Ein Basiswissen, das jedem Hausbesitzer später noch oft nützlich sein wird. Denn dem Trockenbau gehört beim Innenausbau die Zukunft!Spiel, Satz und Sieg für Trockenbau!Die Vorteile des Innenausbaus mit Platten: Weniger Schmutz Weniger Gewicht Schnelles und flexibles Stellen von Wänden Später einfache Änderung der Raumarchitektur möglich Sehr gute Geräusch- und Wärmeisolierung Guter Brandschutz Gutes Raumklima Alles rund um Trockenbau >Das Gips-ABC: Trockenbau in drei Schritten Jedes Arbeiten im Trockenbau folgt einem typischen Ablauf, der immer gleich bleibt: Ständer stellen . Gipsplatten brauchen immer ein Gestell im Untergrund, an dem sie befestigt werden. Das können spezielle Blechprofile sein oder auch Holzlatten. Beplanken . Die Platten werden mit dem Akkuschrauber und Schnellbauschrauben auf die Unterkonstruktion geschraubt. Das geht sehr schnell und erfordert keine besonderen Vorkenntnisse. Spachteln und Schleifen . Zwischen den Platten bleiben bei der Montage immer Fugen. Die werden mit einer speziellen Spachtelmasse geschlossen. Dann die Fuge schleifen und vielleicht noch einmal spachteln. Gipskarton & GipsfaserplattenUnterschied Gipskarton und Gipsfaserplatte Die klassische Gipskartonplatte besteht aus zwei Lagen gepresstem Papier (Kartonage) , zwischen die ein Kern aus verdichtetem Gips gepresst ist. Ihre Stärke liegt meist zwischen 9,5 und 12,5 mm. Der Gips stammt heute übrigens meist aus Rauchgasentschwefelungsanlagen (REA) von Kraftwerken. Gipsfaserplatten haben keine Kartonhülle . Stattdessen ist ihr Gipskern mit Silikat oder Zellulose verstärkt, was den Platten ein Mehr an Stabilität bringt. Damit können sie erhöhter Luftfeuchtigkeit länger Stand halten, sind aber auch spürbar teurer als einfache Gips-Bauplatten. Imprägnierte Gipskartonplatten Quasi eine Brücke zwischen Gipskarton- und Gipsfaserplatte stellen die imprägnierten Gipskartonplatten da. Man erkennt sie an ihrer blassgrünen Farbe. Sie sind speziell für den Einsatz in Feuchträumen gedacht und zeigen ein sehr geringes Quell- und Schwindverhalten . Erste Wahl beim Ausbau von Bad, Küche, WC & Co. Und dazu gehört immer auch eine passend eingestellte Spachtelmasse. Praxistipp: Brechen, nicht schneiden! Wer noch nie mit diesem Material gearbeitet hat, wird überrascht sein: Die Platten werden nicht gesägt, sondern gebrochen . Hintergrund: Die Staubbildung beim Einsatz einer Stichsäge wäre massiv, denn in der Platte ist ja prinzipiell nur gepresster Gips. Es wäre in kürzester Zeit das gesamte Umfeld in weißen Puderzucker getaucht. Um das zu verhindern, wird die Naht nur mit dem Lineal oder Richtscheit angezeichnet . Dann wird mit dem Cuttermesser die obere Karton-Hülle angeritzt - und die Platte über eine gerade Kante (Wasserwaage oder Richtscheit) gebrochen ; jetzt noch unten nachschneiden - fertig!Wandverkleidung mit Trockenbau Die Wand unter der Tapete gleicht einer Kraterlandschaft, freihändiges Verputzen ist aber keine Alternative? Es gibt eine elegante Lösung, die auch für Nachwuchs-Handwerker jederzeit machbar ist: Das Verkleiden der Wand mit einer Schale aus Gipskartonplatten! Wir zeigen, wie es funktioniert. Hier geht's zum DIY-Video . Video anschauen >Schritt für Schritt zur glatten Wand mit GipskartonplattenDieses Material brauchen Sie Gipskartonplatten Imprägnierte Holzlatten (40 x 60 mm) oder Trockenbauprofile Spachtelmasse grob Spachtelmasse finish Acrylmasse Folie zum Abdecken Wandgestaltungsmaterial Schnellbauschrauben Nageldübel Abstandshalter Bewehrungsstreifen Eckschutzprofile Dieses Werkzeug brauchen Sie Richtscheit Wasserwaage Akkuschrauber Akkubohrschrauber oder Bohrhammer (Trockenbau-) Exzenterschleifer mit Absaugung Schwingschleifer mit Absaugung Bits, Bohrer, Lochsäge, Schrauber Craftomat Schraubvorsatz Trockenbau Kapp- und Gehrungssäge, Stichsäge, Japansäge Div. Spachtel, Kellen etc. Wisent Breitspachtel Schraubendreher für Schnellbauschrauben Cuttermesser Kantenhobel Schleifgitter Schleifmaterial Eimer Rührgerät bzw. Akkuschrauber mit Quirl Nass-Trockensauger Besen, Kehrblech etc.1. VorbereitungWir haben im BAUHAUS Workshop eine Wand mit Gipskartonplatten verkleidet. Als erstes gilt es, den Materialbedarf zu ermitteln . Machen Sie sich dafür eine Zeichnung . Die Platten gibt es auch in einer Breite von 60 cm („Einmannplatte“), die man allein gut in den Griff bekommt. Passen Sie auf, dass beim Transport die empfindlichen Kanten der Platten nicht beschädigt werden.2. Lattenraster montierenDas Lattenraster auf der Wand anzeichnen, zuschneiden und montieren . Als Wandanker haben sich Nageldübel bewährt. Achten Sie bei der Konstruktion peinlich genau darauf, dass alles in Waage ist . Eine schiefe Unterkonstruktion zieht zwangsweise eine schiefe Wand nach sich! Sogenannte Abstandshalter (das sind keilförmige Platten unterschiedlicher Stärke) erlauben Ihnen eine saubere und vor allem gerade Montage.3. Platten anpassenJetzt werden die Platten angepasst , die Kanten leicht gehobelt und das Ganze mit dem Akkuschrauber und speziellen Schnellbauschrauben an die Wand geplankt . Der Schraubenabstand auf der Platte beträgt maximal 25 cm. Nicht vergessen: Es bleibt immer eine Fuge zwischen Wand, Decke und Boden!4. Spachtelmasse vorbereitenSpachtelmasse nach Anleitung anrühren und Fugen und Schraublöcher das erste Mal verspachteln. Man spachtelt von unten nach oben und achtet darauf, die Fuge möglichst vollständig zu füllen. Ggf. Bewehrungsstreifen und Eckenschutz eingipsen. Nach ca. 45 Minuten können grobe Überstände mit dem Spachtel abgestoßen werden. Danach alles gut trocknen lassen. Fugen und Spachtelflächen überschleifen . Das geht mit dem Schleifgitter sehr viel besser als mit Schleifpapier. Wenn mit (Schleif-) Maschinen gearbeitet wird – unbedingt an die Absaugung denken!5. Finish-Spachtelmasse aufbringenErneut Spachteln und Schleifen . (…) Der letzte Arbeitsgang erfolgt mit sogenannter „Finish-Spachtelmasse“ , die deutlich flüssiger eingestellt ist. Nach dem letzten Trocknen und Schleifen muss noch Acryl für die Wandanschlussfuge und die Stöße in Raumecken aufgetragen werden. Alles klar? Jetzt ist alles fertig und bereit für die Wandgestaltung oder das Fliesen!Tipp: Kreuzfugen sind beim Trockenbau unerwünscht! Beim Platzieren der Platten müssen Sie darauf achten, dass keine Kreuzfugen (also ein gleichschenkeliges Aufeinandertreffen der Fugen in Kreuzform) von vier Platten entstehen . Das wäre für die Stabilität der Wand sehr schlecht und würde früher oder später Risse nach sich ziehen . Die Stirnkanten sollen möglichst einen Versatz von 40 cm und mehr haben. Als Faustregel gilt: Wie beim Laminat-Verlegen versuchen Sie, umlaufend mit dem abgetrennten Rest der letzten Platte weiterzuarbeiten .Craftomat Schraubvorsatz TrockenbauNichts ist so ärgerlich, wie wenn man beim Spachteln ständig an Schraubenköpfen, die nicht richtig versenkt sind, hängenbleibt. Oder wenn der Schraubenkopf zu tief in die Gipsplatte eingedreht worden ist. Hier muss immer aufwändig nachgearbeitet werden. Viel besser ist es, wenn man die Schrauben von vornherein mit einem (magnetischen) Tiefenanschlag im Akkuschrauber einschraubt. Das macht das Spachteln später deutlich leichter. Produkt Kaufen Der Abstand der Latten im Unterbau wird durch die darunter liegende Wand bestimmt: Ist die Wand rechtwinklig zum Boden, reichen laut Norm 62,5 cm Lattenabstand bei breiten Platten, immer von Mitte bis Mitte gemessen . In Schrägen oder gar an der Decke sinkt der Abstand deutlich. Dabei immer einkalkulieren, dass am Rande keine großen Hohlräume entstehen. Machen Sie sich zur Planung eine Zeichnung. Wenn Sie sich nicht sicher sind, reduzieren Sie den Abstand! Mit 40 cm Lattenabstand machen Sie nichts falsch.Abstände im UntergrundBohren, sägen, flexen, schleifen, hämmern, stampfen, baggern - das alles erleben Sie mit uns im BAUHAUS Workshop! Hier dreht sich alles rund um das Werken zuhause und im Garten. Freuen Sie sich auf spannende Projekte, lehrreiche Facts und jede Menge Spaß! 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Anleitung Trockenbau: Eine neue Wand einziehen
Eine mit Gipskarton beplankte Wand ist schnell aufgestellt und auch von Heimwerkern zu errichten. Ständerwerk plus Gipsplatten kommen im Innenausbau immer dann zum Einsatz, wenn Statik oder Brandschutz keine tragenden Wände vorschreiben. Eine echter Vorteil: Da Trockenbauwände nur den Bruchteil einer massiven Wand wiegen, ist im Regelfall auch keine neue Statik für eine Wohnung erforderlich, wenn Räume geteilt werden oder eine Wand verkleidet wird.Der Unterschied zwischen Gipskarton und GipsfaserWer eine Wand einziehen will, kann dies recht einfach mittels Gipskarton oder Gipsfaser tun. Doch was ist der Unterschied? Gipskartonplatten haben einen kartonummantelten Gipskern. Sie sind leichter und in schmaleren Abmessungen zu bekommen und mit ihren abgerundeten Kanten etwas einfacher zu spachteln als Gipsfaserplatten. Gipsfaserplatten bestehen aus mit Zellulose versetztem Gips. Das macht sie schwerer, dafür punkten sie durch höhere Tragkraft und bessere Schalldämmung. Und sie können in Feuchträumen ohne zusätzliche Imprägnierung eingesetzt werden. Beide Arten werden mit einer Stichsäge zugeschnitten oder mit dem Cutter angeritzt und über einer scharfen Kante gebrochen. Die Schnittkanten glätten; verlaufen sie im Fugenbereich, müssen sie angefast werden. Öffnungen für Steckdosen mit einer Lochsäge ausschneiden. Beim Verschrauben der Platten in der Mitte oder an einer Ecke beginnen. Der Abstand der Schnellbauschrauben beträgt in der Regel 25 cm. Platten direkt aneinandersetzen. Plattenstöße mit einem Versatz von etwa 40 cm, damit keine Kreuzfugen entstehen.Das brauchen Sie, um eine neue Wand einzuziehenMaterial: • Ausgleichsmasse, Bodenbelag • Bauplatten • Ständerwerk (Holz oder Blech) • Passende Schnellbauschrauben • Dämmstreifen • Spachtelmasse • Dämm-Material • Kabel, Steckdosen, Schalter • Türsturz • Zarge, Türblatt und Beschlag • Tiefengrund und Pinsel Werkzeug: • Zollstock, Bandmaß, Richtscheit • Wasserwaage, Bleistift • Cuttermesser • Akkuschrauber, Schraubvorsatz • Kantenhobel • Lochsäge, Stichsäge • Blechschere • Spachtel und KelleAls erstes vermessen Sie Ihre Baustelle peinlich genau. Markieren Sie sich, wo die Wand stehen soll, wo die Tür hin kommt, und in welche Richtung sie öffnet. Entscheiden Sie sich für ein Plattensystem und einen Hersteller. Ein (Blech-)Trägersystem aus C- und U-Profilen ist heute Standard, weil es maßhaltiger ist als Holz. Als natürlicher Baustoff hat Holz nämlich die Eigenschaft, sich etwa durch Feuchtigkeit im „Maß“ zu verändern – es quillt auf.1. Die VorbereitungUm das Material zur Baustelle zu transportieren, sollten Sie sich Helfer organisieren. Achten Sie darauf, die Kanten der Platten zu schützen. Außerdem sollten die Platten nicht feucht werden. Wenn Sie die Platten auf einem Stapel lagern, müssen Sie die Traglast des Bodens beachten: Gipsplatten sind extrem dicht und damit schwer. Klebe den Rest der Wohnung ab – das Schneiden von Gipsplatten ist eine staubige Angelegenheit. Wenn möglich, sollten Sie die Platten deshalb auch immer brechen.2. Das Material bereitstellenProfile für den Rahmen gibt es in diversen Formen: An Boden und Decke stützen sich die Streben in offenen „UW“-Profilen ab. Die vertikalen Ständer zum Einstellen, an denen später beplankt wird, sind die „CW“-Profile. „DB“-Profile bieten verbesserten Schallschutz. Bringen Sie die Rahmenprofile mit einer Blechschere oder Säge auf die richtigen Maße und bringen Sie die Anschlussdichtstreifen zur Schalldämmung an.3. Die Rahmenprofile vorbereitenSie brauchen beim Metallständerwerk die zweifache Länge der Wand als U-Profil für Decke und Boden. Zeichnen Sie auf Decke und Boden an, wo das Profil hin soll, und kontrollieren Sie die Position mit dem Lot. Die Rahmenprofile werden mit Dübeln befestigt. In Beton mit dem Bohrhammer arbeiten. Sie brauchen mindestens drei Befestigungspunkte mit einem maximalem Abstand von 1 Meter. Dichtbänder nicht vergessen.4. BodenverankerungDas Einstellen der Ständer geht leicht: Mit einer Stanz-Zange („Krimperzange“) klappt das Verbinden der Profile im Handumdrehen. Nieten kostet zu viel Zeit, Schrauben stören beim Beplanken. Als Abstand der Ständer gilt die Faustregel: eine halbe Plattenbreite, gemessen von Mittelachse zu Mittelachse. Blechprofile kürzen Sie mit einer Blechschere, so entsteht weder Lärm noch Metallstaub.5. Das Ständerwerk entstehtJetzt geht's ans Verkleiden der Wand. Beginnen Sie mit einer ganzen Platte. Setzen Sie immer Platte an Platte und vermeiden Sie Kreuzfugen. Beim Verschrauben unbedingt darauf achten, dass Sie die Schrauben weder zu tief versenken noch, dass sie irgendwo herausstehen. Den Zwischenraum der neuen Wand isolieren Sie mit passendem Klemmfilz oder Mineralwolle. Das dient dem Schallschutz und der Wärmedämmung.6. Ständer beplanken und dämmenBevor die zweite Lage Platten an die Wand geschraubt wird, ist es an der Zeit, die Elektroinstallation anzugehen: Die CW-Profile haben an der Rückseite eine H-förmige Kabeldurchführung, die Sie leicht aufbiegen können. Die Löcher für Schalter, Dosen & Co. machen Sie mit der Lochsäge.7. Installationen verlegenJetzt sind Fugen und Schraubenköpfe dran: Verwenden Sie die zum System passende Fugenspachtelmasse; für eine höhere Fugenfestigkeit gegebenenfalls Bewehrungsstreifen einlegen. Meist braucht es zwei Spachtel-Durchgänge. Angetrocknete Reste abstoßen. Anschließend mit einem Schleifgitter oder speziellem Schleifvlies schleifen. Der letzte Gang kann auch dünnere „Finish“-Spachtelmasse sein.8. Zweimal spachteln
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Anleitung: Stahlwandpool im Garten aufbauen
Der eigene Pool muss kein Traum bleiben. Ihn zu verwirklichen ist nicht schwer. Sie werden Ihren Garten hinterher mit ganz anderen Augen sehen. Willkommen in Ihrer Oase für heiße Sommertage , Ihrem Rückzugsort, an dem niemand Ihnen Vorschriften machen kann - dem schönsten Ort in Ihrem Garten! Wir haben´s mit einem Stahlwandpool ausprobiert - hier sehen Sie, wie der Aufbau funktioniert hat. Viel Vergnügen!Wo soll der Stahlwandpool aufgestellt werden? Bisher hat sich noch in jedem Garten ein Platz für einen Pool finden lassen. Nehmen Sie einen Aufstellort, den Sie vom Haus aus gut überblicken können, der aber nicht von außen einsehbar ist . Einblicke von neugierigen Nachbarn und Passanten kann man gut mit Sichtschutzelementen oder Hecken verstellen - aber die Eltern sollten immer sehen können, was an ihrem Pool vorgeht. 7 Fragen für den besten Pool-Platz Es gibt gute und weniger gute Aufstellorte für einen Pool. Hier ist eine erste Checkliste für Ihre Planung: Ebener Untergrund? Keine Bauwerke, Leitungen oder Wurzeln im Untergrund? Keine Bäume oder Gartenhäuser im direkten Umfeld? Strom- und Wasseranschluss in der Nähe? Wo geht das Wasser bei der Entleerung hin? Sicherung für Kinder und Haustiere möglich? Nachbarn nicht beeinträchtigt? Wir bauen einen Pool! Ärmel hochgekrempelt und los geht es! Wir zeigen Ihnen, wie Susanne und Katharina den Aufbau eines Stahlwandpools meistern. Hier geht's zum DIY-Video . Video anschauen >Schritt für Schritt zum Stahlwandpool Halten Sie sich beim Aufbau Ihres Stahlwandpools unbedingt an unsere Anleitung, denn nur dann haben Sie die Sicherheit, dass alles hinterher funktioniert und dicht ist! Wenn das Fundament liegt (Achtung: Trocknungszeit von bis zu drei Wochen beachten!), ist der Pool nach unserer Anleitung zu zweit in 3 Stunden aufgestellt . Und schon kann das Badevergnügen losgehen! Dieses Werkzeug brauchen Sie Zollstock, Maßband, Maurerschnur, Pfähle Schaufel, Spaten, ggf. Minibagger Mehrere Schubkarren, Sackkarre Kelle, Abziehlatte oder Richtscheit Lange Wasserwaage Rüttelplatte, Stampfer Lange Kartätsche Schere, Cuttermesser Kleine Metallsäge Kleiner Knarrenkasten oder Schraubenschlüssel Gummihammer Schraubendreher Dazu kommen noch nach Bedarf: Kies, Splitt, ggf. Beton-Recycling Beton, Armierung Magerbeton Folie, farbloses Klebeband Isolierung für Außenwand Kies- RollrasenLegen Sie den Standort des Pools im Garten fest. Messen Sie diesen genau ein und markieren Sie die Position. Achten Sie dabei darauf, dass der Pool von der Straße oder den Nachbarn aus nicht einsehbar ist - bei Bedarf können Sie Sichtschutzelemente mit einplanen.1. Standort festlegenWenn Sie Ihren Pool halb- oder komplett versenkt haben möchten, sollten Sie als nächstes die Baugrube ausheben. Dazu wird zuerst der Rasen entfernt und danach die Grube angelegt. Dafür brauchen Sie viele kräftige Helfer oder einen Minibagger . Die Baugrube sollte auf jeder Seite mindestens 50 cm größer sein als der spätere Pool.2. Baugrube aushebenEbnen Sie nun den Boden sorgfältig ein. Ein verdichtetes Kiesbett ist dabei eine gute Basis. Wenn Sie statt mit Beton- lieber mit System-Bodenplatten arbeiten möchten, erleichtert Ihnen ein Splittbett das Ausrichten der Platten.3. Boden einebnenMischen Sie als nächstes den Beton an und bringen Sie ihn ein. Alternativ können Sie ihn auch als Transportbeton abholen. Denken Sie dabei an eine Armierung , die die Betonbauteile zusätzlich verstärkt und ihre Tragfähigkeit erhöht. Für eine glatte Oberfläche sollten Sie den Beton genau abziehen . Benutzen Sie dabei eine Unterlage für die Knie, um die geglättete Fläche nicht wieder zu beschädigen. Nun müssen die Betonbodenplatten erstmal durchtrocknen. Je nach Herstellerangaben dauert das etwa drei Wochen .4. Betonbodenplatte eingießenNach der Trocknungszeit sollten Sie die Bodenplatte gründlich reinigen , damit keine Schmutzpartikel die auszulegenden Folien beschädigen und für Unebenheiten sorgen können. Nach der Reinigung können Sie das Vlies ausrollen und verkleben . Dieses schützt später Ihre Poolfolie für Beschädigungen. Schneiden Sie das Vlies etwas größer als den Pooldurchmesser aus. Rollen Sie es am besten immer Stück für Stück aus, damit keine Wellen im Material entstehen.5. Bodenvlies auslegenStecken Sie nun die Bodenschiene zusammen und platzieren Sie sie auf dem Vlies. Die Bodenschiene lässt sich ganz einfach per Stecksystem zusammensetzen. Zeichnen Sie am besten auf dem ausgelegten Vlies die Grundfläche des Pools an. Das erleichtert Ihnen die Positionierung der Bodenschiene . Diese wird nun auf der aufgezeichneten Grundfläche verlegt. Bitte achten Sie darauf, dass sie noch Luft zum Ausdehnen an den Seiten hat.6. Bodenschiene verlegenAls nächstes können Sie schon die Stahlwand ausrollen und Stück für Stück vorsichtig in die Bodenschiene einsetzen . Hierbei empfiehlt sich ganz dringend ein fleißiger Helfer , alleine ist dieser Arbeitsschritt nur schwer zu bewältigen. So kann einer die Stahlwand in die Bodenschiene stecken und der andere gegenhalten und die Wand stabilisieren. Zum Schluss können Sie die beiden Enden der Stahlwand per Alu-Steckprofil verbinden.7. Stahlwand ausrollenSobald die Stahlwand steht, können Sie die Innenfolie einhängen. Tipp: Damit die Innenfolie weich und dehnbar wird, lassen Sie sie vorab einige Zeit in der Sonne liegen. Versuchen Sie, die Folie möglichst faltenfrei anzubringen und gut zu spannen. Die Folie wird durch den Handlauf fixiert . Wenn am Ende noch kleine Falten vorhanden sind, können Sie ca. 5 cm Wasser einfüllen und letzte Wellen mit den Füßen aus der Folie herausmassieren. Jetzt darf der Pool schrittweise weiter mit Wasser befüllt werden , denn das drückt die letzten Falten aus der Folie.8. Innenfolie einhängenWichtiges Zubehör wie Skimmer, Beleuchtung und Einlaufdüse werden montiert, wenn sich der Wasserstand ca. 10 cm unter dem vorgesehenen Platz befindet. Ist dies der Fall, wird die Folie an dieser Stelle vorsichtig ausgeschnitten. Um Ihren Pool vor Algen und Keimen zu schützen, sollten Sie abschließend eine Filteranlage montieren und chemischen Wasserschutz (pH-Wert, Chlor bzw. Salz, Algenschutz) einstellen.9. Zubehör für Wasserreinigung montierenAuch wenn Sie die Poolwand mit Kies hinterfüllen möchten, sollten Sie immer die Stahlwand und die Rundschalung von außen gegen mechanische Beschädigungen sichern. Ummanteln Sie dazu die Wand mit einer Noppenfolie. Sobald Sie die Außenwand isoliert haben, sollten Sie den im Boden liegenden Bereich mit Magerbeton verfüllen. Alles verfüllt? Dann können Sie jetzt den Fuß des Pools nach Ihrem Geschmack mit Rollrasen , Kies oder Holzdeck gestalten.10. Außenwand isolierenGanz zum Schluss sollten Sie die Poolleiter montieren, damit Sie komfortabel in und aus Ihrem Pool kommen. Nun haben Sie es geschafft und können reinspringen und genießen! Viel Spaß mit Ihrem fertigen Stahlwandpool.11. Poolleiter anbringen & fertig!Bohren, sägen, flexen, schleifen, hämmern, stampfen, baggern - das alles erleben Sie mit uns im BAUHAUS Workshop! Hier dreht sich alles rund um das Werken zuhause und im Garten. Freuen Sie sich auf spannende Projekte, lehrreiche Facts und jede Menge Spaß! Zum BAUHAUS Workshop >Klicken Sie sich jetzt rein!Ein Pool für Ihren Garten
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Plattenweg im Garten anlegen
Ein schöner Gartenweg ist so etwas wie das Rückgrat des Gartens: Er strukturiert die verschiedenen Bereiche der Grünzone und stellt gleichzeitig sicher, dass sich keine Laufstraßen auf dem Rasen oder vor den Beeten bilden. Gleichzeitig sorgt er dafür, dass man mit Fahrrädern, Schubkarren und Rasenmähern bei jedem Wetter sauber das Gartenhaus erreicht. Wie man einen solchen Weg selbst planen und anlegen kann, zeigen wir Ihnen hier.Gartenwege mit Steinplatten befestigenWas bei einem Weg aus Betonplatten immer dazu gehört, ist eine fachgerechte Verlegung ohne Shortcuts. Und das bedeutet mehr als nur das schlichte Aneinanderreihen der Platten: Dazu gehört auch das tiefe Ausschachten der Baugrube , der richtige Schichtaufbau im Untergrund und eine stabile Sicherung der Ränder in Beton. Schon die schieren Dimensionen sind beeindruckend: Eine Palette Betonsteine wiegt viele hundert Kilogramm und der Aushub der Strecke rechnet sich in Kubikmetern und nicht in Schubkarren. Umso wichtiger ist eine saubere Planung, Bau-Vorbereitung und Unterstützung vor Ort. Und die sollte sowohl durch Helfer- als auch durch Maschineneinsatz erfolgen. Wenn dann aber das Steinband schließlich liegt, können Sie sicher sein, dass Sie viele Jahre Freude an Ihrer Gartenstraße haben.Was muss beim Anlegen eines Gartenwegs aus Betonsteinplatten beachtet werden?Die PlattenDie Patten für Gartenwege sind regelmäßig Beton-Terrassenplatten . Sie haben den Vorteil, dass sie nicht zu teuer sind, gleichzeitig eine hohe Trittsicherheit haben und frost- und witterungsbeständig sind. Ihre Formate sind meist 50 x 50 cm oder 60 x 40 cm. Die Höhe liegt dabei meist zwischen drei und fünf Zentimetern. Gleich bei der Bestellung muss man einkalkulieren, ob der Weg breiter sein soll, als ein oder zwei Platten: Wenn das der Fall ist, ist ein Verlegemuster („Verband“ in der Fachsprache) fällig. Wie auch immer Sie sich entscheiden, kalkulieren Sie bei Ihrer Planung den Transport des Materials mit ein: Eine einzelne Platte des von uns verwendeten Steins wiegt knapp 28 Kilogramm. Das bedeutet, dass Sie pro zwei Steine eine Fahrt mit der Schubkarre im Garten einplanen müssen.Der UnterbauEin Plattenweg besteht aus drei Lagen Material . Unten ist eine verdichtete, dicke Schicht aus grobem Kies , Schotter oder Recycling-Material. Das ist der Frostschutz und so etwas wie das feste Fundament der Strecke. Darauf kommen ca. 5 cm feiner Splitt , wenige Millimeter großer Steinbruch. Mit diesem sehr homogenen Material werden die letzten Unebenheiten ausgeglichen. Das ist das eigentliche „Verlegebett“. Auf dem Splitt lagern die Betonplatten selber. Wie beim Streichen einer Wand sind also auch hier die Vorarbeiten im Untergrund die eigentliche Anstrengung . Das Verlegen der Steine selber geht am Ende im Handumdrehen.Der RandSo ein Plattenband muss nicht nur nach unten sauber aufgebaut werden - auch am Rand darf man nichts dem Zufall überlassen. Um zu verhindern, dass die Platten irgendwann unter der Last nach rechts oder links wegrutschen, haben Sie zwei Möglichkeiten: Entweder setzt man (in einem ersten Arbeitsgang, also vor dem Einbringen der Platten!) Betonkantsteine an den rechten und linken Wegesrand. Wem das zu aufwendig ist, der kann die verlegten Platten auch auf beiden Seiten mit einer Wulst aus Beton sichern . Wie man sich auch entscheidet, der Seitenrand muss bei der Planung immer mit eingerechnet werden.Steinplattenweg im Garten anlegen Die Vorteile eines befestigten Gartenwegs sind offensichtlich: Weder Maulwurf noch Unkräuter haben eine Chance, Fahrräder und Rasenmäher fahren wie auf Schienen ins Gartenhaus. Wir zeigen Ihnen in unserem Video , wie ein solcher Weg verlegt wird. Video anschauen >Schritt für Schritt zum SteinplattenwegDieses Material brauchen Sie: Gehwegplatten Randsteine Splitt Recycling-Material, Schotter oder grober Kies Beton Dieses Werkzeug brauchen Sie: Langes Maßband, Zollstock Lange Wasserwaage Pflöcke oder Laternenstäbe, Maurerschnur Richtscheit, Winkel und / oder Laser Pflasterhammer, Fäustel mit Gummiaufsatz, Gummihammer Spaten, Schaufel & Co Sackkarre, Schubkarre Minibagger (siehe unten!) Rüttelplatte Plattenheber Betonmischer oder stabiler Rührer mit Maurerwanne, Kelle & Co Stift, Karopapier, Taschenrechner1. Das Messen und PlanenVor dem Bauen kommt wie immer das Messen und das Planen : Stecken Sie den Weg grob ab und messen Sie die Grundfläche genau aus. Randsteine dabei nicht vergessen! Ermitteln Sie so den Materialbedarf . Oft hilft es, für die Visualisierung den Verlauf des Weges mit hellem Sand zu markieren . Eine besonders gute Planung ist immer dann nötig, wenn der Plattenweg in einem Gefälle angelegt wird oder gar mit Fahrzeugen (Motorrad, Gartentrecker) befahren werden soll. Alles klar? Dann spannen Sie saubere, genau eingemessene Leinen mit Pflöcken und Maurerschnur für Verlauf und Höhe des Plattenwegs.2. Das AusschachtenDer Verlauf der Strecke ist genau ausgemessen. Jetzt muss die Baugrube ca. 30 cm tief ausgeschachtet werden. Das kann - je nach Untergrund - eine leichte Aufgabe oder ein kaum zu bewältigendes Unterfangen sein. In jedem Fall ist ein Minibagger (siehe unten!) eine überlegenswerte Alternative. Beispiel: Der Aushub von einem kurzen Weg mit 80 cm Breite und 15 Meter Länge sind über 3 Kubikmeter Boden. Das sind mindestens 50 Runden mit der Schubkarre! Wie auch immer Sie sich entscheiden, am Ende steht da eine Baugrube mit sauberen Kanten, die den genauen Verlauf des Weges vorgibt.3. Der SchichtaufbauDie Höhe und Menge des groben Kies, der jetzt in die Baugrube gefahren werden muss, kann man einfach ausrechnen: Betonplattenhöhe + 5cm Splitt = Höhe des Recycling-Materials bzw. des groben Kies. Im Regelfall werden das um die 20 cm sein. Wohlgemerkt nach dem Verdichten mit einer Rüttelplatte . Nicht zu vergessen bei der Bauplanung: Auch eine motorisierte Rüttelplatte wiegt mindestens zwischen 60 und 80 Kilogramm und will mit Muskelkraft vom Auto zur Baugrube geschafft werden.4. Der WegesrandWenn Sie Kantsteine setzen wollen, wäre jetzt der richtige Zeitpunkt. Wenn die Oberkante der Randsteine über dem Niveau der Platten liegen soll, müssten Sie sich für das Steinsetzen eine weitere Maurerschnur spannen. Generell werden die Beton-Randsteine mit der Wasserwaage peinlich genau ausgerichtet. Kleine Ungenauigkeiten kann man gut mit dem Pflasterhammer bearbeiten. Am Ende werden die Steine wieder am Fuß mit einem Betonwulst gesichert . Vor dem Weiterarbeiten - Trockenzeiten beachten .5. Das Splittbett zum VerlegenIm Vergleich zum Einbringen des Unterbaus ist die Arbeit mit Splitt geschmeidig. Der Split wird nicht komprimiert, nur abgezogen . Dabei kann einem ein genau zugeschnittenes Brett, das man zwischen den Randsteinen führt, als „Abziehlehre“ (Fachausdruck) hervorragende Hilfe leisten. Wer ohne Randsteine auskommt, kann an dieser Stelle mit zwei Rohren oder Schienen im Untergrund arbeiten, über die der Splitt gleichmäßig abgezogen wird. Sofort danach können die Betonplatten verlegt werden. Dabei immer von den bereits verlegten Platten aus ins Splittbett arbeiten, die abgezogene Fläche nicht noch einmal betreten!6. Die Platten legenWenn Sie mehrere Paletten oder Pakete Platten vor Ort haben, mischen Sie beim Verlegen die Chargen, damit sich mögliche Farbunterschiede verspielen. Wenn Sie Steine zuschneiden müssen, setzen Sie einen Nasschneider ein. Nutzen Sie für die Geräte gern unseren BAUHAUS Leihservice . Der Fugenabstand beim Verlegen beträgt im Normalfall 3 bis 5 Millimeter . Das Verlegen „auf Knirsch“, also ohne Fuge, beinhaltet immer die Gefahr, die Kanten der Platten beim Verlegen oder Rücken zu beschädigen. Wenn Sie mit Fugen arbeiten, wird nach Abschluss des Verlegens trockener Fugensand mit dem Besen eingebürstet . Ein weiteres Abrütteln entfällt im Regelfall. Trotzdem immer wieder beim Verlegen mit der Wasserwaage kontrollieren. Sollten Sie nicht mit Randsteinen arbeiten, müssen Sie jetzt noch einen Wulst aus Beton am Rand ziehen.Bagger - wirklich?Keine Angst vor Baggern! Das Mieten eines Minibaggers ist günstiger als man denkt. Oft kostet ein Tag oder gar ein Wochenende unter 200 Euro. Dafür, dass der Bagger die beschwerliche Arbeit des Ausschachtens zum Kinderspiel macht, ein wirklich günstiger Preis. Die Bedienung ist nicht schwer - und eine Einweisung beim Verleiher selbstverständlich. Selbst den Transport der Rüttelplatte über das Gelände macht ein Minibagger mit links: die Maschine hängen wir mit einem Seilstropp einfach an die Schaufel. Übrigens: die Kosten kann man sich auch mit den Nachbarn teilen: denn eigentlich gibt es auf jedem Grundstück irgendwo ein kleines Problem, das nach einem Bagger ruft.Was man sonst noch wissen sollte:Weg am Gebäude entlangWenn Ihr Gartenweg parallel am Haus vorbeiführt , sollten Sie unbedingt darauf achten, dass die Platten ein Gefälle von mindestens einem Zentimeter pro Meter Pflasterbreite vom Haus weg haben. Gerade Schlagregen sollte immer vom Haus weg und niemals hin zum Fundament geführt werden. Unter Umständen ist auch eine wasserdichte Absperrung an dieser Stelle nötig. Lassen Sie sich im Fachcentrum beraten!Auf den Rücken Acht gebenDas Anlegen eines Betonplattenwegs im Garten ist immer auch eine (kleine) körperliche Herausforderung. Sie sollten deswegen alle möglichen Hilfsmittel einsetzen: Das fängt mit Freunden und Kollegen an, die einen bei der Arbeit unterstützen. Auch ein Bagger (siehe oben) nimmt der Arbeitsbelastung die Spitze und macht auch noch Spaß. Nicht zu unterschätzen ist auch der Transport der Baustoffe bis zur Baugrube im Garten: Ein Kubikmeter grober Schotter wiegt ca. 1,4 Tonnen! Auch das Verlegen der Steine geht mit Hilfsmitteln wie dem Plattenheber deutlich einfacher. Ihr Rücken wird es Ihnen danken!Bohren, sägen, flexen, schleifen, hämmern, stampfen, baggern - das alles erleben Sie mit uns im BAUHAUS Workshop! Hier dreht sich alles rund um das Werken zuhause und im Garten. Freuen Sie sich auf spannende Projekte, lehrreiche Facts und jede Menge Spaß! Zum BAUHAUS Workshop >Klicken Sie sich jetzt rein!
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WPC-Terrasse selber bauen
Beton-Gehwegplatten als Boden für die Terrasse? Das muss wirklich nicht mehr sein! Die Alternativen sind zahlreich und alle um Längen attraktiver und praktischer als der graue Betonstein. Besonders beliebt: WPC-Dielen . Optisch kaum von (Voll-) Holz zu unterscheiden, extrem dauerhaft, warm und rutschsicher - mehr kann ein Outdoor-Boden gar nicht leisten. Wir zeigen, wie Sie mit WPC ganz einfach Ihre Traum-Terrasse gestalten können - sogar auf bereits bestehendem Bodenbelag.Viel mehr als nur ein TerrassenbelagTerrassen sind heute Verlängerungen des Wohnzimmers . Und deswegen sind auch die Beläge der Terrassen heute ganz anderen Ansprüchen ausgesetzt: Wo in den 80er Jahren oft einfache Betonplatten verlegt wurden, will man heute mehr - mehr Wohnlichkeit, ein angenehmeres Gehgefühl, mehr Wertigkeit. Zum Glück ist gleichzeitig die Auswahl an hochwertigen Terrassenbelägen sprunghaft gestiegen: neben heimischen Hölzern wie Lärche und Douglasie gibt es natürlich Tropenhölzer aus dem ökologisch vertretbaren Plantagenanbau. Unbestrittener Marktführer in diesem Segment ist aber das neue WPC , ein Holz-Kunststoffgemisch , das sich sehr einfach auf den bestehenden Unterbau verlegen lässt. Eine Bereicherung für jede Terrasse. Doch was gehört ganz konkret alles dazu, um eine Traum-Terrasse aus WPC-Dielen für den eigenen Garten zu zaubern?Diese Punkte sollten Sie bei der Planung Ihrer WPC-Terrasse beachten:1. WPC-TerrassendielenWPC steht für Wood-Plastic-Composites, also einer Mischung aus Kunststoff und Naturfasern . Das Ausgangsmaterial sind oft Produktionsreste aus der Druckindustrie. Die Terrassen-Bohlen, die daraus geformt werden, fühlen sich dabei wie homogenes, massives Holz an. Beim Begehen erscheinen sie warm. Holzsplitter gibt es nicht. Die möglichen Farben sind neben braun und anthrazit meist sandfarben und hellgrau. Das Material ist extrem stabil, trotzt Wind, Wetter, Insekten und UV-Strahlen und ist problemlos zu recyceln . Die Hersteller bieten deswegen oft Garantiezeiten zwischen 10 und 25 Jahren an. Rein praktisch gibt es also kaum etwas, was gegen WPC spricht. Es ist der aktuelle Maßstab, an dem sich alle anderen Bodenbeläge messen lassen müssen.2. Der UnterbauEine WPC-Terrasse ist konstruktionsseitig ein klassisches Holzdeck. Es wird genauso verarbeitet wie heimische Hölzer oder Tropenhölzer. Neben einem Fundament braucht es eine Unterkonstruktion , die die Bohlen mit Klammern fixiert und ein Gefälle vom Haus weg garantiert. Auch ein Unkrautvlies im Untergrund ist kein Fehler. Das optische Bild wird durch das individuelle Verlegemuster festgelegt und Profile gewährleisten einen komfortablen Übergang aus dem Haus und einen optisch sauberen Abschluss an den Außenkanten. Besonders einfach wird es, wenn - wie in unserem Beispiel - bereits eine schlichte Betonplatten-Terrasse vorhanden ist. Die kann man liegen lassen und als Fundament für die darauf aufbauende WPC-Konstruktion verwenden. Selbst das Gefälle vom Haus weg wird dann durch die bestehende Betonterrasse vorgegeben. 3. Was ist zu tun bei Neuanlagen? Wenn keine Altkonstruktion vorhanden ist (bei Neubau, Komplettrenovierung etc.) führt kein Weg an einem klassischen Unterbau für die neue Terrasse vorbei: Das bedeutet, dass auf der ganzen Fläche zunächst einen knappen halben Meter tief ausgeschachtet werden muss. Dann wird Kies eingetragen und mit der Rüttelplatte verdichtet. Eine ca. 5 cm dicke Schicht Schotter-Splitt erlaubt das saubere Ausrichten der Fundamentsteine. Rüttelplatten gibt es im BAUHAUS Leihservice .Unsere Videos zum WPC-Terrasse bauen Wir zeigen Ihnen in unseren Videos, wie Sie schnell und unkompliziert eine WPC-Terrasse mit Gummi-Pads oder Terrassenlager bauen können. Zum Video Terrassendielen-Montage auf Erduntergrund Zum Video Terrassendielen-Montage auf BetonuntergrundSchritt für Schritt zur WPC-TerrasseDieses Material brauchen Sie: Bohlen Clips Unterkonstruktion Unterlege-Pads Schrauben und Dübel Rahmenleisten Übergangsschienen Wir arbeiten mit der Kovalex Alu-Unterkonstruktion . Dieses Werkzeug brauchen Sie: Akkuschrauber mit Bits Holz-,Metall- und Steinbohrer, Senker Schlagbohrschrauber oder -Maschine Kapp-und Gehrungssäge . Dazu Schutzbrille und Ohrenschützer Wasserwaage und Richtscheit Metallsäge Stift zum Anzeichnen, Tischlerwinkel , Maßband Hammer , Fäustel Etwas Schleifpapier Stift und Karo-Papier für die Verlegeplanung Zwingen oder kleine Werkbank1. Planung & VorbereitungVor dem Bauen kommt das Messen und das Planen: Messen Sie die Grundfläche genau aus, ermitteln Sie den Materialbedarf und zeichnen Sie sich die Position der Lagerhölzer an. Einige Hersteller bieten auch Online-Konfiguratoren für den Materialbedarf an. Eine besonders gute Planung ist immer dann nötig, wenn die Grundfläche tiefer als die Bohlen lang sind - dann ist ein Konzept für die Verlegeplanung Pflicht.2. Unterkonstruktion vorbereitenWie immer, wenn draußen gebaut wird, tragen Sie als erstes das Material zur Baustelle. Das kann gerade bei den massiven WPC-Dielen schon recht anstrengend sein. Holen Sie sich also möglichst ein zweites Paar Hände dazu; ein Helfer ist hier einfach Gold wert. Wenn alles Material an der Baustelle ist und die Kapp- und Gehrungssäge angeschlossen ist, kann es losgehen. Die Schienen der Unterkonstruktion legen Sie auf die kleinen, quadratischen Kunststoff-Pads , die Unebenheiten im Boden ausgleichen und Knirsch-Geräusche später beim Begehen der Terrasse vermeiden. Gerade die erste Schiene muss ganz genau positioniert werden; der genaue Abstand zur Wand und der maximale Überhang der Diele stehen in der Bauanleitung.3. BefestigungSchiene und Pad werden nach dem Anzeichnen direkt vor Ort mit dem Metallbohrer angebohrt. Das Loch für den Dübel folgt gleich darunter, diesmal mit der Schlagbohrmaschine und dem Steinbohrer . Loch auspusten, den Dübel mit leichten Hammerschlägen setzen. Alles klar? Dann kann die erste Schraube der Unterkonstruktion mit dem Akkuschrauber gesetzt werden. Bevor Sie die Schraube in den nächsten Pad setzen und so einen Anschluss an die Schiene schaffen, unbedingt auf eine Bewegungsfuge von ca. 1 cm achten. So viel braucht das Material, um sich bei Temperaturschwankungen ausdehnen zu können.4. SerienfertigungWenn die erste Schiene der Unterkonstruktion liegt, empfiehlt es sich, sich aus einem Stück Restholz, mit der Kapp- und Gehrungssäge zwei Abstandshalter zu schneiden. Diese „Schablonen“ erlauben Ihnen einen zügigen Arbeitsfortschritt, indem sie den Abstand zwischen zwei Schienen vorgeben, ohne dass man jedes Mal die Position neu ausmessen müsste. Der Abstand der Unterkonstruktionsprofile liegt, je nach System, zwischen 30 und 45 cm . Hier nicht mit dem Material knausern, sonst könnte die Terrasse hinterher bei jedem Schritt knarzen und schwingen. Ein Tischlerwinkel stellt sicher, dass Sie die Schienen nicht nur parallel, sondern auch rechtwinklig verlegen.5. Schienen anpassen und montierenWenn Sie die Schienen der Unterkonstruktion kürzen müssen, sollten Sie das auf einer kleinen transportablen Werkbank oder einem Tisch mit Zwingen machen. Die Leisten gut festspannen, dann mit der Eisensäge sauber abschneiden. Wer es eilig hat, kann hier auch einen Winkelschleifer mit schmaler Trennscheibe einsetzen. Schnittkanten entgraten. Dabei Handschuhe tragen, damit Sie sich keine scharfen Späne in die Finger drückt. In jedem Fall gilt: Wenn Sie bei der Montage der Unterkonstruktion einmal Ihren Rhythmus gefunden haben, geht das schnell von der Hand. Besonders, wenn man einen Helfer hat. Und nicht vergessen: Dabei immer auf die Einhaltung des Gefälles achten!6. Dielen zuschneiden und vorbereitenAuch wenn der Aufbau der Unterkonstruktion einige Zeit in Anspruch genommen hat, das eigentliche Verlegen der Dielen geht im Handumdrehen: Die Dielen werden mit einfachen Clips auf der Schiene gehalten. Doch zunächst müssen die Dielen selber zugeschnitten werden. Dafür nehmen Sie die Kapp- und Gehrungssäge. Und da es sich um immer wiederkehrende Längenmaße handelt, empfiehlt es sich, einen kleinen Anschlag an den Sägetisch zu bauen, damit alle Bretter die gleiche Länge bekommen. Nicht vergessen: Beim Sägen Augen- und Ohrenschutz tragen!7. Clips setzenDer erste und der letzte Clip in der langen Kette werden mit je zwei Schrauben auf der Schiene gesichert. Alle anderen Clips werden bei unserem System (Kovalex) nur aufgeschoben und festgedrückt, nicht verschraubt oder gar verklebt. (Achtung: Es sind aber auch Befestigungssysteme im Handel, bei denen jeder Clip verschraubt wird. Lassen Sie sich im Zweifel beraten!) Beim Montieren der Dielen ggf. darauf achten, dass diese eine einheitliche Verlegerichtung haben. Diese würde man an einem Aufkleber in der Nut der Diele erkennen. Je nach Bedarf und verwendetem System montieren Sie jetzt auch die Seiten- und Wandabschlüsse und das Übergangsprofil zur Terrassentür.8. Fertig!Viel schneller als Sie denken, werden Sie die letzte Schraube setzen. Das Ergebnis ist in jedem Fall beeindruckend - und wird Ihnen viele Jahre Freude bereiten. Denn anders als eine Holzterrasse ist ein WPC-Deck total pflegeleicht . Wie Sie Flecken, Blütenstaub & Co. trotzdem wegbekommen, haben wir unten für Sie zusammengefasst.Material für die UnterkonstruktionAuch wenn WPC ein extrem stabiles Material ist, auf den nackten Betonboden sollte man die Dielen nicht dübeln. Da WPC empfindlich auf Temperaturschwankungen reagiert, würden die Dübel spätestens bei der ersten Hitze- oder Kälteperiode herausgerissen werden. Und die Holzfasern in der Diele mögen auch keinen dauernden Wasserkontakt . Auch ein Mix von (Hart-) Holz in der Unterkonstruktion und WPC obenauf braucht einen sauberen konstruktiven Holzschutz. Die beste Wahl ist deswegen entweder eine spezielle WPC-Unterkonstruktion oder ein modernes Alu-Schienensystem mit Clips, wie wir es im Video verwendet haben. Die geringen Mehrkosten stehen in keinem Verhältnis zu der extrem langen Lebenserwartung der WPC-Terrasse.WPC-Terrasse - was man sonst noch wissen sollteDas richtige VerlegemusterIm Idealfall ist die Terrasse so tief wie die Dielen lang sind. Der Fachmann spricht von „ durchgehender Verlegung “. Wenn die Terrasse aber breiter oder tiefer ist, als die Bohlen lang sind, muss ein Verlegeplan her. Meistens wird man sich für ein Muster entscheiden, bei dem abwechselnd lange und kurze Dielen verlegt werden. Man spricht vom „englischen Verband“ oder auch der „Kopf an Kopf“ Verlegung. Beim „Kreuzmuster“ wird die Fläche in gleichgroße oder spitz zulaufende Flächen aufgeteilt. Wichtig ist dabei, dass Sie den Unterbau von Anfang an dem geplanten Verlegemuster anpassen , damit jede Schnittstelle stabil auf der Unterkonstruktion liegt.Reinigung von WPC-Decks Eigentlich ist eine WPC-Diele kaum kaputt zu bekommen. Doch der Alltag hinterlässt seine Spuren: Organischer Schmutz, leichter Schimmel- oder Algenbelag wird sich früher oder später in den Fugen zeigen. Auch sieht man hier Blütenstaub, oder Reste von Grillpartys und Kindergeburtstagen in den Fugen. Das ist unvermeidlich, aber dem kann man leicht zu Leibe rücken. Zwei Reinigungsaktionen im Jahr reichen meist aus. Erster Arbeitsgang ist immer das Einweichen des Schmutzes mit Wasser . Und das bitte nicht gleich mit dem Hochdruckreiniger - denn den mögen die Holzfasern im Gemisch nicht. Danach wir die Terrasse mit einem Allzweckreiniger abgeschrubbt. Beim Reiniger auf WPC-Verträglichkeit achten . Im BAUHAUS Fachcentrum gibt es darüber hinaus eine ganze Reihe von speziellen WPC-Pflegeprodukten. Besonders hartnäckige Beläge lassen sich auch mit Maschinenhilfe bekämpfen - z.B. mit der Gloria Bodenreinigungsbürste MulitiBrush . Lassen Sie sich im Fachcentrum beraten! Tipp: Fleckentfernung - die Radikallösung Natürlich kann man ein WPC-Deck bei hartnäckigen Flecken oder Verschmutzungen auch leicht anschleifen. Dazu einen passenden Schleifklotz suchen, mittlere oder feine Körnung beim Schleifpapier. Das Material verhält sich dabei nicht anders als Hartholz. Nach dem Schleifen den Belag mit klarem Wasser reinigen. Doch zum Glück ist diese Notfalllösung nur selten nötig.Warum braucht meine Terrasse ein Gefälle?Das Gefälle von 2° bis 3° , das bei einer Holzterrasse regelmäßig gefordert wird, hat zwei Begründungen: Zum einen will man verhindern, dass bei Schlagregen Wasser in Richtung Hausmauer fließt und womöglich ins Fundament sickert. Zum anderen soll kein Wasser auf der Fläche stehen bleiben, sondern ablaufen und bei der Gelegenheit oberflächliche Verschmutzungen, beispielsweise Blütenstaub, gleich mitnehmen. Beim Begehen merkt man das Gefälle im Regelfall nicht.