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Wichtiger Schritt für zweites Münchener BAUHAUS
BAUHAUS ist seiner Vision von einem Fachcentrum in München-Freimann einen großen Schritt näher gekommen: Jetzt liegt die erforderliche Satzung des Bebauungsplans vor, der die Ansiedlung ermöglicht. Die Eröffnung des neuen BAUHAUS in dem denkmalgeschützten ehemaligen Ausbesserungswerk in der Maria-Probst-Straße ist für Ende 2016 geplant. Das Fachcentrum wird sich durch innovative Verkaufskonzepte sowie ein umfassendes Serviceangebot auszeichnen. BAUHAUS plant zudem, über 100 neue Mitarbeiter einzustellen. Die Weichen für das zweite BAUHAUS in der Millionenstadt München sind gestellt. Nachdem der Stadtrat von München die erforderliche Satzung des Bebauungsplans beschlossen hat, stehen die Zeichen auf „Grün“. Jetzt heißt es „Freie Fahrt“ für das Fachcentrum München-Freimann bis zur geplanten Eröffnung Ende des kommenden Jahres. Im nördlichen Teil der Halle wird das BAUHAUS Fachcentrum realisiert werden. Der südliche Hallenbereich, dessen östlicher Vorbau sowie die Nebengebäude werden in Zukunft die Heimat einer MOTORWORLD sein. Mit diesem Mobilitätszentrum bekommt BAUHAUS einen Nachbarn, der perfekt in das Gebäude passt. Die historischen Hallen des Ausbesserungswerkes sind die ideale Heimat für die Ausstellung zur Geschichte der Mobilität. Die Münchener können also zuerst bei BAUHAUS einkaufen und dann die tollen Oldtimer in der MOTORWORLD bewundern!Stadtrat verabschiedet erforderliche Satzung des BebauungsplansNicht nur wegen des riesigen Angebots an Qualitätsprodukten und Serviceleistungen wird das BAUHAUS München-Freimann etwas ganz Besonderes. Auch das denkmalgeschützte Gebäude selbst ist eine Ausnahmeerscheinung. Das ehemalige Ausbesserungswerk München-Freimann wurde zwischen 1925 und 1995 von der Bahn zur Instandhaltung von Lokomotiven und S-Bahn-Zügen benutzt. BAUHAUS ist es ein großes Anliegen, die bestehende Bausubstanz so gut wie möglich zu erhalten. Bereits in Berlin-Schöneberg und -Spandau, in Hamburg-Harburg sowie -Lokstedt ist es BAUHAUS gelungen, Fachcentren harmonisch in historische Gebäude zu integrieren oder wesentliche denkmalgeschützte Gebäudeteile zu erhalten. BAUHAUS ist mehr als ein Baumarkt – nämlich ein Unternehmen, das sich seiner gesellschaftlichen Verantwortung bewusst ist. Deshalb will der Spezialist für Werkstatt, Haus und Garten auch bei diesem Bauvorhaben Vorreiter in Sachen Umweltschutz sein. Dabei wird es zu einer Herausforderung, Denkmalschutz und Nachhaltigkeit unter ein Dach zu bekommen, zum Beispiel wegen der hohen Decken des Gebäudes. Im Konzept für München-Freimann spielt eine energieeffiziente Licht-und Gebäudetechnik eine wesentliche Rolle. Neben einer computergesteuerten Heizungsanlage werden im gesamten Gebäude nur LED Leuchten verbaut. Dies ist die Grundlage für eine äußerst energieoptimierte Bauweise und somit ein aktiver Beitrag zu Nachhaltigkeit und Umweltschutz. Denkmalschutz und Nachhaltigkeit unter einem DachNeben allem Engagement in Sachen Denkmalschutz und Nachhaltigkeit steht natürlich das Einkaufserlebnis für die Kunden im Vordergrund. Das Fachcentrum in neuer Dimension wird über eine Verkaufsfläche von 23.500 Quadratmetern verfügen und stellt eine ideale Ergänzung zu dem bestehenden Fachcentrum in der Landsberger Straße dar. Im BAUHAUS finden die Kunden künftig mehr als 120.000 Qualitätsprodukte in 15 Fachgeschäften sowie viele Serviceleistungen. Neben Markenprodukten führender Hersteller gibt es hier auch Qualitätsmarken, die exklusiv bei BAUHAUS erhältlich sind. Alle Produkte werden einer strengen Qualitätskontrolle durch eigene Prüflabore unterzogen. Bei dieser umfassenden Produktbreite und dem großen Sortiment von der einzelnen Schraube bis zur Profiausrüstung bleiben kaum Wünsche offen. Beste Beratung ist ebenfalls eine der großen Stärken von BAUHAUS: Für das neue Fachcentrum wird der Spezialist für Werkstatt, Haus und Garten über 100 Fachberater einstellen, die den Kunden bei allen Fragen zur Seite stehen. BAUHAUS ist mehr als ein Baumarkt. Das sieht man nicht zuletzt an den besonderen Verkaufskonzepten, die BAUHAUS prägen. Die Kunden werden im Fachcentrum München-Freimann künftig zahlreiche Highlights finden, zum Beispiel die knapp 4.500 Quadratmeter große DRIVE-IN ARENA. Hier können die Münchener Baustoffe und -materialien schnell und bequem mit dem eigenen Fahrzeug einkaufen. Alle Produkte sind in Großmengen zu besonders günstigen Preisen vorrätig und können sofort mitgenommen werden. Der Clou: Dank mobiler Technik verbleibt die Ware nach dem Einladen an der Kasse im Fahrzeug, ein erneutes Ab- und wieder Aufladen beim Bezahlen entfällt. Reservieren per Internet und zeitnahes Abholen der kommissionierten Ware gehören zum Selbstverständnis von bequemem Einkaufen bei BAUHAUS dazu. Immer mehr Menschen wollen aus ihrem Badezimmer eine echte Wohlfühloase machen. Da sind sie bei BAUHAUS genau an der richtigen Adresse. In der BÄDERWELT können sich Kunden von Musterbädern inspirieren lassen oder Badezimmermöbel und passende Accessoires entdecken. Eine große Auswahl an Bad-Armaturen, Sanitäranlagen und Fliesen wird ergänzt durch kompetente Beratung der Badprofis. Mit dem 360° Service, der von der Planung bis zur Übergabe alles aus einer Hand anbietet, ist der Weg zum neuen Traumbad ganz einfach. München ist mit seinen zahlreichen Seen im Umland wie dem Starnberger See oder dem Ammersee ein Paradies für Wassersportler. Auch für sie hat BAUHAUS das richtige Konzept: NAUTIC wird in München-Freimann zur ersten Anlaufstelle für alle Segel- und Motorbootbegeisterte werden. Mit über 3.000 Qualitätsprodukten für Boot und Crew ist NAUTIC inzwischen der führende Anbieter für Produkte und Zubehör in diesem Bereich. Im Sommer freut sich jeder darauf, bei tollem Wetter Zeit im Freien zu verbringen – am besten natürlich im eigenen Garten. Für Gartenfreunde ist der Stadtgarten von BAUHAUS die beste Adresse. Von Pflanzen über Dünger und Gartengeräte bis hin zu Gartenbaustoffen gibt es hier alles, was man für die Gestaltung von Garten und Balkon benötigt. Robuste, ausgesuchte Pflanzen in bester, tagesfrischer Gärtnerqualität bietet die Qualitätsmarke Piardino. Dazu gibt es ein reichhaltiges Sortiment an Zubehör, etwa Blumentöpfe und Erde. Wenn die Münchener zukünftig auf der Suche nach schweren Profilen sind, hat der Profil Express alles, was sie benötigen. Hier finden sie eine große Produktpalette: Profile, Rohre, Bleche und vieles mehr. Daneben gibt es lichtdurchlässige Bedachungen wie Wellplatten, Doppelstegplatten, Hohlkammerpaneele, Wellpolyester oder Verglasungsfolie. Die Fachberater schneiden die Profile und Bleche selbstverständlich auch individuell nach Wunsch millimetergenau zu. Ein spezielles Sortiment von Profis für Profis bietet das PROFI DEPOT. Der Spezialist für Werkstatt, Haus und Garten hat hier ein Angebot zusammengestellt, das genau auf die Bedürfnisse von Handwerkern und Gewerbetreibende zugeschnitten ist. Privatkunden sind hier natürlich auch herzlich willkommen. Die Auswahl umfasst leistungsstarke Baugeräte, Gerüste, Bauchemie, Isoliermaterial und vieles mehr.Innovative Verkaufskonzepte warten auf die KundenDarüber hinaus wird das neue Fachcentrum München-Freimann eine breite Vielfalt an Serviceleistungen anbieten, etwa den Montageservice. In Zusammenarbeit mit regionalen Handwerksbetrieben erledigt BAUHAUS auf Wunsch des Kunden Montage und Installation der im Fachcentrum gekauften Produkte. Eine besondere Dienstleistung von BAUHAUS ist auch der Leihservice, bei dem die Kunden professionelle Maschinen und Geräte günstig und zu flexiblen Tarifen leihen können. Das Farbmischcenter, der Schlüsseldienst oder der Holzzuschnitt sind nur einige Beispiele für die weiteren zahlreichen Dienstleistungen des Fachcentrums. Überzeugen wird das neue BAUHAUS zudem durch seine hervorragende Anbindung: Es befindet sich in unmittelbarer Nähe der A 9. Auch zur B 13 ist es nicht weit. Für BAUHAUS gehört es zum entspannten Einkauf dazu, dass Kunden keine Parksorgen haben. Deshalb wird es – zusätzlich zu dem großen Parkplatz im Außenbereich – ein Parkdeck geben, das sich harmonisch in die Umgebung einfügt Zahlreiche Serviceleistungen ergänzen das SortimentBereits 1960 brachte BAUHAUS eine neue Idee nach Deutschland: Markenprodukte verschiedenster Fachsortimente in Selbstbedienung, angeboten unter einem Dach. Nach diesem erfolgreichen Konzept sind in Deutschland über 150 Fachcentren entstanden. Europaweit ist BAUHAUS in 19 Ländern über 250 Mal vertreten. Jedes der Fachcentren ist in 15 Fachgeschäfte unter-gliedert. Seinem Grundkonzept – Fachhandelsqualität und Produktvielfalt zu besten Preisen – ist BAUHAUS bis heute treu geblieben und hat dieses kontinuierlich weiterentwickelt. BAUHAUS – Der Spezialist für Werkstatt, Haus und Garten
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DIY: Bauen Sie eine Smartphone-Ladestation
Es begleitet Sie jeden Tag von früh bis spät und ist dabei so vielseitig: als Entertainer, Wegweiser oder Musikbibliothek – das Smartphone. Ganz klar, dass es bei diesem verantwortungsvollen Job schon die ein oder andere Stunde an der Steckdose zum Aufladen verbracht hat. Und dass das nicht immer sicher ist, weiß jeder. Hand aufs Herz: Wie oft sind Sie schon auf Ihren Hosentaschenkumpel getreten oder haben sich im Ladekabel-Wirrwarr verfangen? Wie viele Kratzer hat das Display abbekommen, wenn es vom Tisch auf den Boden geknallt ist? Das muss nicht sein: Sie können all diesen Problemen aus dem Weg gehen und Ihr Smartphone sicher laden – mit einer Smartphone-Ladestation. Und die können Sie ganz leicht selbst aus einer alten Reinigungsmittel- oder Shampooflasche basteln. Wir zeigen Ihnen, worauf es ankommt.Bevor es losgeht Auf dem Smartphonemarkt ist einiges los. Gerade was Formen und Größe betrifft, gibt es Riesenunterschiede. Deshalb ist es wichtig, dass Sie für dieses Bastelprojekt genau prüfen, ob die zu verwendende Reinigungsmittel- oder Shampooflasche groß genug für Ihr Vorhaben ist – Ihr Smartphone sollte hineinpassen. Wenn Sie unsicher sind, gehen Sie lieber auf Nummer sicher und greifen zur größeren Verpackung.Sie benötigen dieses Material: Leere Reinigungsmittel- oder Shampooflasche (achten Sie auf die Größe Ihres Smartphones) Ggf. Lineal Ggf. Schere Permanentmarker Toilettenpapierhülse oder ggf. Netzteil des Smartphone-Ladesteckers zum Abmessen Cuttermesser Schleifpapier Alte Zeitung zum Unterlegen Farbigen Sprühlack Dekomaterial nach Bedarf Klarlack1. Schnittkanten einzeichnen Wenn Sie eine ausreichend große Reinigungsmittel- oder Shampooflasche gefunden haben, zeichnen Sie die Schnittkanten vor. Dazu halten Sie Ihr Smartphone an die Flasche und setzen kleine Markierungen in der Größe des Smartphones mit einem Permanentmarker. Wenn Sie es ganz genau nehmen möchten: Messen Sie Ihr Smartphone mit einem Lineal ab, rechnen Sie etwas Spielraum dazu und zeichnen Sie die Größe mittig auf die Reinigungsmittel- oder Shampooflasche.2. Grobes Ausschneiden Schnappen Sie sich eine Schere oder ein Cuttermesser und schneiden Sie die Verpackung zu: Als erstes kommt der Flaschenhals ab, dann schneiden Sie schon einmal die ungefähre Form der Smartphone-Ladestation aus. Keine Sorge, wenn die Kanten nicht perfekt geworden sind, darum kümmern wir uns später. Achtung: Cuttermesser sind extrem scharf! Arbeiten Sie damit immer sorgsam und vorsichtig. Sollten Sie sich im Umgang unsicher fühlen, können Sie stattdessen auch einfach eine Schere nutzen, auch im nächsten Schritt.3. Das Steckdosen-Loch Wussten Sie, dass eine Toilettenpapierhülse in etwa die Größe einer handelsüblichen Steckdose hat? Diese Tatsache nutzen wir natürlich für dieses Bastelprojekt! Nehmen Sie eine leere Toilettenpapierhülse zur Hand und stellen Sie sie auf Ihren Zuschnitt. Achten Sie hierbei darauf, dass Sie genügend Platz zum Rand lassen, der stabilisiert nämlich Ihre Smartphone-Ladestation. Wenn Sie sicher sind, dass der Abstand groß genug ist, umranden Sie die Hülse mit einem Permanentmarker. Mit einem Cuttermesser schneiden Sie das Vorgezeichnete nun aus. Das geht viel schneller als mit einer Schere und Sie können die runde Form viel genauer treffen. Falls das Netzteil zum Laden Ihres Smartphones besonders groß ist, kann es sein, dass der Toilettenpapierhülsen-Trick nicht funktioniert. Messen Sie dann am besten das Netzteil Ihres Smartphones ab und übertragen Sie die Form auf die Reinigungsmittel- oder Shampooflasche.4. Kanten glätten Plastik kann nach dem Schneiden ganz schön scharfe Kanten haben. Damit Sie sich beim Smartphoneaufladen nicht verletzen – und damit es schöner aussieht – glätten Sie jetzt alle Kanten. Mit einem Stück Schleifpapier ist das schnell erledigt. Fahren Sie einfach wiederholt über die Flächen, die Sie glätten möchten. Wenn Sie das erledigt haben, ist Ihr Rohling fertig! Tipp: Bei Schleifpapier gibt es viele verschiedene Körnungen. Je feiner das Schleifpapier ist, desto höher ist die Körnung und desto glatter sind am Ende auch die Kanten. Wir empfehlen für dieses Projekt ein feines bis sehr feines Schleifpapier ab Körnung 100 aufwärts.5. Das Gestalten Jetzt geht es an den wohl spannendsten Teil: das Verzieren! Bevor Sie aber mit der Sprühdose loslegen, sollten Sie die Umgebung durch Zeitungspapier schützen. Mit farbigem Sprühlack erhalten Sie ein besonders gleichmäßiges und schönes Ergebnis, ohne großen Aufwand. Schütteln Sie die Dose vor dem Gebrauch gut durch und sprühen Sie die Farbe mit ca. 30 cm Abstand auf den Rohling Ihrer Smartphone-Ladestation. Tipp: Für die Gestaltung Ihrer Smartphone-Ladestation stehen Ihnen alle Möglichkeiten offen, egal ob einfarbig, mit edlen Mustern oder vollkommen flippig mit Stickern oder Nagellack. Auch mit Klebeband können Sie ganz schnell tolle Effekte erzielen: Einfach streifenweise auf Ihren Rohling kleben, mit farbigem Sprühlack übersprühen und nach dem Trocknen die Klebestreifen vorsichtig entfernen.6. Das Ergebnis Die Farbe ist gut durchgetrocknet und Sie sind mit dem Verzieren fertig? Dann fixieren Sie alles mit einem Klarlack – und schon ist Ihre Smartphone-Ladestation einsatzbereit. Auf Wiedersehen, Kabel-Wirrwarr, und hallo, stylischer Alltagshelfer!
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Raumakustik verbessern: Marie Aigners Akustik-Skulpturen
Wie man die Raumakustik verbessern kann, damit kennt sich Marie Aigner bestens aus. Die Architektin und Künstlerin sorgt mit ihren außergewöhnlichen Akustik-Skulpturen und schallabsorbierenden Möbeln für eine angenehme Geräuschkulisse in Innenräumen."Lärm ist ein Gesundheitsthema, das uns alle betrifft. Jedes Geräusch, das man wahrnimmt, beeinflusst einen auch." - Marie Aigner – die Architektin und Designerin erschafft schallabsorbierende ObjekteEin Zuhause der besonderen Art Die Villa im Münchner Stadtteil Bogenhausen ist beeindruckend pompös. Für Marie Aigner ist das Gebäude, das Rudolf Diesel, der Erfinder des gleichnamigen Motors, ab 1898 errichten ließ, genau der richtige Ort. Hier hat die Architektin und Künstlerin ihren Showroom. Betritt man die riesige dunkle Eingangshalle mit umlaufender Treppe, bilden ihre modernen Skulpturen einen krassen und sehr reizvollen Kontrast zu dem wuchtigen, üppigen Inneren des Domizils. Wie der mächtige Kronleuchter, der, mit einer Spirale aus schneeweißem PET-Recyclat ummantelt , das quadratische Foyer dominiert.Marie Aigner sorgt für angenehme Geräuschkulissen Die Münchnerin beschäftigt sich mit dem Schall und wie man ihn auf stilistisch schöne Weise bändigt. In der Diesel-Villa, in der sie auch mit ihrer Familie wohnt, zeigt sie Akustik-Skulpturen, die den Schall schlucken und jede für sich ganz individuelle Kunstwerke sind – vor allem Einzelstücke und Beispiele aus Kleinserien. Und obwohl die Akustik im Showroom extrem gedämpft ist, hört und fühlt sich der Raum ganz normal an. Was genau das Ziel ist: Denn wenn der Schall strategisch absorbiert und nicht von zu vielen „schallharten“ Flächen reflektiert wird, entsteht eine angenehme Geräuschkulisse im Raum. Marie Aigner liegt die Fusion von Ästhetik und Lärmschutz am Herzen und wie das zusammen ganz praktisch in den Alltag integriert werden kann. Veranstaltungen wie Messen, aber auch Großraumbüros, volle Läden oder private Räume mit schlechter Akustik beeinträchtigen die Konzentrations- und damit die Leistungsfähigkeit , können Nervosität und Schlafstörungen zur Folge haben.Gebrauchskunst aus recycelten PET-Flaschen Aigners Schallabsorber zeigen sich in Form von Stehleuchten, Tischen, Sofas oder dekorativen Skulpturen und haben Namen wie „Sound Wall“ – ein Wandteppich aus Kunstharzschaum-Fransen, „Last Supper“ – eine Chaise-longue, oder „Rocketgirl“ – eine futuristische Lampe. Als Ausgangsmaterial dienen meist poröse Vlies- oder Schaumplatten , die Aigner dann zu Skulpturen mit möglichst großen Oberflächen verarbeitet, die den Weg der auftreffenden Schallwellen umlenken und so die Energie reduzieren. Sie benutzt vorwiegend Melaminharzschaum und Vlies aus recycelten PET-Flaschen. Die Platten aus Melaminharzschaum, miteinander verklebt oder durch Steckverbindungen zusammengehalten , würden sich auch für Heimwerker am besten eignen, weil sie leicht mit einer feinen Säge oder einem guten Cutter zu bearbeiten sind. Das verdichtete Vlies sei dagegen ein „echter Sägeblattkiller“. Deshalb hat sie sich eine spezielle Profisäge zugelegt, die dem zähen Stoff standhält.Nachhaltig: Akustikobjekte aus Abfällen Die gute Raumakustik, die Aigners große Mission ist, möchte sie möglichst nachhaltig erreichen – mit Materialien, die allesamt in Deutschland und nach höchsten Umweltstandards produziert sind , und Dingen, die sonst entsorgt werden würden, etwa Abfallprodukten aus der Industrie oder von Mode- und Textilherstellern. Und so experimentiert sie mit ungesponnener Merinowolle des italienischen Textilherstellers Loro Piana, umwickelt eine ausgemusterte Porzellan-Eule der Münchner Manufaktur Nymphenburg mit Garnresten oder funktioniert ein Moskitonetz mithilfe Hunderter dünner Fransen aus Melaminharzschaum zu einer üppigen Kaskade in Weiß um, die an ein riesiges luftiges Brautkleid erinnert – „Sound Dress“ nennt sie es. Ihre Kunden sind zumeist Unternehmen, die zum Beispiel Besprechungsräume oder Großraumbüros akustisch optimieren wollen. Aber auch ganz normale Menschen stellen sich gerne „Karlchen Kaktus“ in die Wohnung . Die kaktusförmige Skulptur gibt es in verschiedenen Ausführungen. Die große gelbe Version, die im Showroom steht, kostet knapp 2500 Euro.Schallschutz wird immer wichtiger Das Thema Schallmanagement und Akustikdesign ist in der Architektur nicht neu, gewinnt aber immer mehr an Bedeutung. Den eher praktisch orientierten Ansatz verfolgen Bauphysiker, die Räume so gestalten, dass Hall und Schall unter Kontrolle bleiben . Zur Weltspitze gehört die ausgeklügelte Akustik von Konzertsälen wie in der Hamburger Elbphilharmonie. Hier wird jeder Ton durch das im Computer optimierte „Oberflächen-Gebirge“ gezielt in die richtige Ecke geleitet. Hier steht nicht die Absorption von Schallenergie, sondern ihre Diffusion im Vordergrund, also ein gezieltes Verteilen und Leiten . Bei der Absorption wiederum werden Gegenstände oder Flächen mit möglichst großer poröser Oberfläche dort platziert, wo der Schall entsteht – in einem Büro also zum Beispiel auf der Ebene, wo viel gesprochen wird. Decken und Wände sind die effektivsten Plätze für den Schallschutz . Unterschiedliche Materialien schlucken indes unterschiedlich gut beziehungsweise verschiedene Frequenzen besser oder schlechter. Raumakustiker suchen in der Praxis vor allem nach einem effizienten Breitband-Schallschutz , wie er auch zu Hause, im Homeoffice , sinnvoll wäre – etwa ein großes Deckensegel aus porösem Schaum.Experimentieren mit Materialien und Formen Marie Aigner, die in erster Linie auf die Individualität und Ästhetik ihrer Produkte setzt, kam auf das Thema Akustik durch ein Projekt im Jahr 2006. Ihr Architekturbüro hatte den Auftrag für den Umbau und die Erweiterung eines Produktions- und Verwaltungsgebäudes erhalten. Dieser Kunde war spezialisiert auf Akustikelemente. Aigner schlug vor, sie im ganzen Haus in der tatsächlichen Anwendung zu zeigen. „Das hat zu meinen ersten Experimenten mit Materialien und Formen geführt“, erzählt sie. Ihr Material bezieht sie auch von dem Unternehmen, das sie einst auf die Idee brachte. Und in dem Firmengebäude in Maisach bei München, das sie damals umgestaltete, hat sie ihre Werkstatt. Dort kreiert sie in Handarbeit und zum Teil mit vorgefertigten Elementen ihre ungewöhnlichen Akustik-Skulpturen. Zurzeit arbeitet sie auch an schallabsorbierender Mode , und an ihrem ersten Buch zum Thema Lärm und Akustik – Titel: „Sound of Silence.“ „Ästhetisch ansprechender Lärmschutz ist nicht nur ein Trendthema“, sagt Marie Aigner. „Akustikdesign ist hier, um zu bleiben.“Schallschutz zu Hause: Das können Sie tun Es müssen ja nicht gleich ausgefallene Skulpturen, wie die von Marie Aigner sein. Auch einfache Maßnahmen können helfen, um daheim die Raumakustik zu verbessern: Teppiche auf das Parkett oder das Laminat legen. Pflanzen von der Decke hängen lassen oder in den Raum stellen. Stoffrollos statt Lamellen-Jalousien verwenden. Schallabsorbierende Elemente in den Raum integrieren, etwa eine Garderobe in eine Ecke stellen, wo sich Schallwellen verwirbeln. Wer eigene Akustik-Objekte bauen will, nutzt am besten Melaminharzschaum. Anbieter für solche Schäume finden sich im Internet.