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Spachtelmasse schafft die glatte Grundlage für saubere Maler- und Tapezierarbeiten. Sie gleicht Löcher, Risse und unebene Wandflächen zuverlässig aus. Je nach Vorhaben wählen Sie Pulver zum Selbstanrühren oder gebrauchsfertigen Fertigspachtel. Hierdurch bereiten Sie Wände und Decken gezielt für den nächsten Arbeitsschritt vor.
Auf rissigen, bröselnden oder unebenen Untergründen haften Tapeten und Anstriche nur schlecht. Die passende Spachtelmasse füllt Ausbrüche dauerhaft, stabilisiert beschädigte Stellen und schafft eine tragfähige, plane Oberfläche für die weitere Gestaltung.
Risse und Löcher unsichtbar machen: Spachtelmasse füllt Ausbrüche in Beton, Putz und Mauerwerk zuverlässig auf. Sie schrumpft beim Trocknen kaum nach und eignet sich deshalb ideal für schnelle Reparaturen vor dem Streichen.
Fugen im Trockenbau schließen: Fugenspachtel verbindet Gipskartonplatten stabil miteinander. Dadurch vermeiden Sie spätere Risse an den Nahtstellen und schaffen lückenlose Übergänge zwischen den Platten.
Großflächiges Glätten: Flächenspachtel gleicht wellige Altbauwände aus und zieht raue Strukturen glatt. So entsteht eine ebene Basis für Vliestapeten, glatte Anstriche oder dekorative Wandgestaltungen.
Spezialrettung für Holz und Metall: Holzspachtel gleicht Macken in Möbeln, Türen oder Leisten aus. Er bleibt leicht elastisch und macht kleinere Bewegungen des Materials mit. Für Metallflächen nutzen Sie spezielle Metallspachtel, die fest haften und belastbare Reparaturen ermöglichen.
Spachtelmasse gibt es unter anderem als Gips- und Zementspachtel für feine Ausbesserungen, große Wandflächen und spezielle Untergründe. Die passende Wahl hängt davon ab, wo Sie arbeiten, wie stark die Fläche belastet wird und ob sie später geschliffen, gestrichen oder lackiert werden soll.
Eigenschaften: Basis aus Gips; wird frisch mit Wasser angerührt; lässt sich butterweich verarbeiten und spurlos glattschleifen. Perfekt geeignet für: Flächen, Risse und Löcher an der Wand im Innenbereich; Verspachteln von Gipskartonplatten im Trockenbau.
Fertigspachtel
Eigenschaften: Gebrauchsfertig; kein Anrühren nötig; sackt beim Trocknen kaum nach.
Perfekt geeignet für: Schnelle Reparatur von Dübellöchern und Rissen ohne Dreck; ideal für Heimwerker.
Zementspachtel und Fassadenmasse
Eigenschaften: Basis aus Zement; absolut wasserfest, witterungsbeständig und frostsicher; Zement härtet extrem steinhart aus.
Perfekt geeignet für: Sanierungen im Außenbereich, an der Fassade sowie in Feuchträumen (Bad, Keller).
Holz- und Lackspachtel
Eigenschaften: Feine, kunststoffvergütete Spezialmasse; bleibt leicht elastisch, um Bewegungen des Materials mitzumachen; perfekt überlackierbar.
Perfekt geeignet für: Ausbessern von Macken in Möbeln, Türen, Fußleisten und Fensterrahmen.
Spezial- und Reparaturspachtel
Eigenschaften: Schnelltrocknende Spezialisten (z. B. 2K-Epoxidharz); extreme Haftkraft auf schwierigen Untergründen.
Perfekt geeignet für: Ausbesserungen an Metall, Kunststoff, Karosserieteilen oder strukturierten Oberflächen (Raufaser).
Eine glatte Wand entsteht nicht erst beim Schleifen. Entscheidend sind eine saubere Basis, die richtige Konsistenz der Spachtelmasse und ein gleichmäßiger Auftrag. Gehen Sie Schritt für Schritt vor, damit Risse, Löcher und Unebenheiten dauerhaft verschwinden.
Untergrund vorbereiten: Entfernen Sie zuerst lose Putzteile, alte Farbreste und bröselnde Stellen. Risse erweitern Sie keilförmig mit einem Spachtel oder Cuttermesser. So haftet die Spachtelmasse später besser in der Vertiefung. Saugen Sie Staub gründlich ab und wischen Sie die Fläche bei Bedarf leicht feucht nach. Stark saugende Wände behandeln Sie mit Tiefengrund. Dadurch entzieht das Fundament der Spachtelmasse nicht zu schnell Wasser.
Anrühren (bei Pulver): Geben Sie zuerst die benötigte Wassermenge in einen sauberen Eimer. Streuen Sie das Pulver langsam ein und rühren Sie alles klumpenfrei an. Ein Rührquirl hilft bei größeren Mengen. Beachten Sie die Reifezeit auf der Verpackung und rühren Sie danach noch einmal kurz durch. Mischen Sie nur so viel Material an, wie Sie innerhalb der Topfzeit verarbeiten können. Danach beginnt der Spachtel auszuhärten und lässt sich nicht mehr sauber glätten.
Verspachteln: Drücken Sie die Spachtelmasse mit einem Spachtel fest in Löcher, Risse und Ausbrüche. Arbeiten Sie dabei von mehreren Seiten, damit keine Hohlräume bleiben. Für größere Flächen ziehen Sie die Masse mit einem Flächenspachtel breit über die Wand. Halten Sie die Kelle leicht schräg und arbeiten Sie mit gleichmäßigem Druck. Überschüssiges Material entfernen Sie sofort, solange der Spachtel noch weich ist. So reduzieren Sie späteren Schleifaufwand deutlich.
Feinschliff: Lassen Sie die Spachtelmasse vollständig trocknen, bevor Sie schleifen. Die genaue Trockenzeit hängt von Schichtdicke, Raumtemperatur und Produkt ab. Schleifen Sie die getrocknete Spachtelmasse mit feinem Schleifpapier glatt, bis keine Kanten oder Übergänge zur Wand mehr fühlbar sind. Arbeiten Sie ohne zu starken Druck, damit Sie die Fläche nicht wieder beschädigen. Kehren oder saugen Sie den Schleifstaub gründlich ab. Danach ist die Wand bereit für Tiefengrund, Farbe oder Tapete.
Spachtelmasse reißt häufig, wenn sie in einem Arbeitsgang zu dick aufgetragen wird. Die Oberfläche trocknet dann schneller als der innere Bereich. Dadurch entstehen Spannungen und feine Risse. Tragen Sie dickere Schichten deshalb besser in mehreren Lagen auf und lassen Sie jede Lage gut trocknen.
Auch Zugluft, starke Sonneneinstrahlung oder eine hoch eingestellte Heizung können Risse verursachen. Der Spachtel verliert dann zu schnell Feuchtigkeit und härtet ungleichmäßig aus. Sorgen Sie während der Trocknung für eine gleichmäßige Raumtemperatur und vermeiden Sie direkte Wärme auf der gespachtelten Fläche.
Die Trockenzeit hängt vor allem von der Schichtdicke, der Raumtemperatur und der Luftfeuchtigkeit ab. Dünne Ausbesserungen trocknen deutlich schneller als tief gefüllte Löcher oder großflächige Spachtelschichten.
Als Faustregel gilt: Rechnen Sie mit etwa 24 Stunden Trockenzeit pro Millimeter Schichtstärke. Streichen Sie erst, wenn die Spachtelmasse vollständig durchgetrocknet ist. Sonst kann die Farbe fleckig trocknen oder schlechter haften.
Nein, Fertigspachtel lässt sich nicht unbegrenzt lagern. Angebrochene Eimer oder Tuben trocknen mit der Zeit aus, besonders wenn der Deckel nicht vollständig dichtschließt. Auch Frost kann die Masse beschädigen und ihre Verarbeitungseigenschaften verändern.
Eimer dicht verschließen: Drücken Sie den Deckel nach der Entnahme rundum fest an. So gelangt weniger Luft an den Spachtel und er trocknet langsamer ein.
Kühl und frostfrei lagern: Bewahren Sie Fertigspachtel an einem trockenen, frostfreien Ort auf. Gefrorene Masse kann krümelig werden und haftet später schlechter.
Sauber entnehmen: Nutzen Sie einen sauberen Spachtel, damit keine Staub- oder Farbreste in den Eimer gelangen. Verunreinigungen können die Haltbarkeit verkürzen.
Vor der Nutzung prüfen: Riecht die Masse auffällig, ist sie hart geworden oder hat sich stark abgesetzt, sollten Sie sie nicht mehr verwenden. Prüfen Sie zusätzlich immer das Haltbarkeitsdatum auf der Verpackung.
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