Kantholz wird als Bauholz in vielen Bereichen eingesetzt – von Dachkonstruktionen über Möbelbau bis hin zu Gartenvorhaben. Kantholz-Balken sind in verschiedenen Holzvarianten, Abmessungen und Bearbeitungen erhältlich, je nach Einsatzzweck.
Ob im Hausbau, Möbelbau oder für den Garten – Kantholz ist ein unverzichtbares Material für stabile und langlebige Konstruktionen. Im Folgenden finden Sie eine Übersicht über die verschiedenen Verwendungszwecke und Anwendungsbereiche.
Bauwesen
Verwendung: Tragendes und stabiles Element mit hoher Belastbarkeit
Anwendungsbereiche: Dachkonstruktionen; Fachwerkhäuser; Carports; Stützbalken; Unterkonstruktionen für Böden und Wände
Typische Holzarten: Fichte; Tanne; Kiefer; Lärche
Möbelbau
Verwendung: Maßhaltige und langlebige Holzelemente für Möbelstücke
Anwendungsbereiche: Tischgestelle; Regale; Bettrahmen; Kommoden; Sitzmöbel; Holzkonstruktionen für eigene Projekte
Typische Holzarten: Buche; Eiche; Fichte; Ahorn
Gartenbereich
Verwendung: Witterungsbeständige Holzpfosten und robuste Konstruktionen
Anwendungsbereiche: Zäune; Pergolen; Hochbeete; Sichtschutzwände; Sandkästen; Spielgeräte; Gartenhäuser
Typische Holzarten: Lärche; Douglasie; kesseldruckimprägniertes Holz; Thermoholz
Kantholz ist je nach Einsatzzweck in verschiedenen Querschnitten und Längen erhältlich.
Kleinere Abmessungen von 4 x 6 cm oder 6 x 8 cm sind ideal für den Möbelbau und leichte Rahmenkonstruktionen. Mittlere Größen wie 8 x 10 cm oder 10 x 10 cm werden häufig für Dachlatten, Stützbalken oder Carports verwendet. Wenn Sie besonders stabile Elemente für tragende Konstruktionen benötigen, greifen Sie zu dem Maß 12 x 12 cm oder noch größeren Formaten.
Auch in der Länge gibt es Unterschiede: Kürzere Kantholz-Balken von 1 bis 2,5 Metern eignen sich für den Innenausbau oder kleinere Gartenvorhaben wie Hochbeete. Längere Kanthölzer von 3 bis 4 Metern kommen häufig in Dachkonstruktionen und Carports zum Einsatz. Für großflächige Vorhaben wie Fachwerkhäuser oder größere Holzbauten sind Längen von 5 bis 6 Metern üblich.
Sondermaßen sind kein Problem. Im BAUHAUS Holzzuschnitt wird Ihr Kantholz präzise nach Ihren Wünschen zugeschnitten – millimetergenau und direkt einsatzbereit.
Je nach Vorhaben stellt sich die Frage: Gehobeltes oder unbehandeltes Kantholz? Beide Varianten haben ihre Vorteile – es kommt darauf an, ob Sie eine glatte Oberfläche benötigen oder das Holz weiter bearbeiten möchten:
Gehobeltes Kantholz: Dieses Kantholz besitzt eine glatte, splitterfreie Oberfläche und kann ohne zusätzliche Bearbeitung direkt verwendet werden. Es eignet sich ideal für den Möbelbau, den Innenausbau oder sichtbare Holzkonstruktionen, bei denen eine hochwertige Optik gefragt ist. Da es besonders maßhaltig und formstabil ist, können Sie präzise Verbindungen und passgenaue Montagen umsetzen. Häufig wird gehobeltes Kantholz aus Fichte oder Tanne gefertigt, da diese Holzvoptionen leicht zu verarbeiten und dabei optisch gut aussehen.
Unbehandeltes Kantholz: Dieses Kantholz ist sägerau und naturbelassen, wodurch es besonders für rustikale oder wetterfeste Bauvorhaben geeignet ist. Vor der Verwendung muss es oft bearbeitet werden, zum Beispiel durch Hobeln, Lasieren oder Imprägnieren. Es stellt eine preiswerte Wahl für Unterkonstruktionen, Dachbalken oder den Gartenbereich dar, bei denen keine glatte Oberfläche erforderlich ist. Unbehandeltes Kantholz wird häufig aus Fichte oder Tanne gefertigt, da diese Holzvarianten besonders tragfähig und langlebig sind.
Tipp: Unbehandeltes Kantholz sollten Sie für den Außenbereich unbedingt mit einer Holzlasur oder Holzimprägnierung behandeln, um es vor Schimmel und Feuchtigkeit zu schützen.
Die Wahl der Holzart beeinflusst die Stabilität, Witterungsbeständigkeit und Optik des Kantholzes. Je nach Einsatzzweck eignen sich unterschiedliche Hölzer:
Fichtenholz ist leicht, stabil und besonders einfach zu verarbeiten. Diese Holzvariante wird häufig für Dachkonstruktionen, Innenausbau und Möbel verwendet. Für den Außeneinsatz ist ein zusätzlicher Schutz erforderlich.
Tannenholz ähnelt Fichtenholz, hat jedoch eine feinere, harzärmere Oberfläche. Holzelemente aus Tanne eignen sich besonders für tragende Konstruktionen und den Innenausbau.
Kiefernholz ist fester als Fichtenholz und von Natur aus widerstandsfähiger gegen Feuchtigkeit. Besonders geeignet für Gartenbau, Zäune und tragende Elemente, da das Holz durch seinen Harzgehalt länger haltbar bleibt.
Douglasienholz ist beständig gegenüber äußeren Einflüssen und langlebig. Es wird häufig für Terrassen, Außenverkleidungen und Holzkonstruktionen genutzt, da es robust, aber dennoch gut zu bearbeiten ist.
Lärchenholz ist sehr widerstandsfähig gegen Feuchtigkeit und Schädlinge. Durch seine hohe Dichte ist es ideal für Fassaden, Zäune und Terrassenkonstruktionen, allerdings anspruchsvoller in der Verarbeitung als weichere Holzarten.
Damit Kantholz langlebig bleibt, sollten Sie es gezielt gegen Feuchtigkeit und Schädlinge schützen. So können Sie dies sicherstellen:
Imprägnierung und Holzschutzmittel anbringen: Tragen Sie eine Schutzimprägnierung auf, um das Holz vor Pilzen, Insekten und Feuchtigkeit zu bewahren. Besonders das Bauschnittholz im Außenbereich benötigt eine witterungsbeständige Versiegelung.
Vor Nässe schützen: Achten Sie darauf, dass Kantholz nicht direkt auf feuchtem Boden oder an dauerhaft nassen Stellen liegt. Montieren Sie es wenn möglich auf kleinen Sockeln, Metallfüßen oder Abstandshaltern, um Staunässe zu vermeiden und die Haltbarkeit zu erhöhen. Eine Überdachung schützt zusätzlich vor Regen und Feuchtigkeit.
Lasuren und Lacke: Eine atmungsaktive Lasur schützt vor UV-Strahlung und reguliert die Feuchtigkeitsaufnahme. Für besonders beanspruchte Holzbauteile sind witterungsbeständige Holzlacke sinnvoll.
Geeignete Holzarten wählen: Lärche, Douglasie oder druckimprägniertes Kantholz sind, wie oben bereits erwähnt, von Natur aus resistenter gegen Schädlinge und Feuchtigkeit.
Durch die richtige Behandlung bleibt Ihr Kantholz so lange geschützt und behält seine Stabilität – egal ob im Hausbau oder für Außenkonstruktionen.
Kantholz und Konstruktionsvollholz (KVH) sind optisch ähnlich, unterscheiden sich jedoch in der Verarbeitung und den Einsatzmöglichkeiten.
Kantholz ist ein vielseitiges Holz, das für einfache Konstruktionen genutzt wird. Es kann sägerau, gehobelt oder unbehandelt sein und wird häufig als Rahmenholz oder Kreuzholz für Innen- und Außenbereiche eingesetzt.
KVH hingegen ist ein speziell getrocknetes und keilgezinktes Holz mit einheitlicher Feuchte, hoher Maßhaltigkeit und besserer Formstabilität. Aufgrund seiner geringeren Neigung zur Formveränderung und seiner höheren Rissbeständigkeit wird es vor allem für tragende Konstruktionen im Holzbau verwendet.
Zusammengefasst bietet Kantholz eine einfache, universelle Lösung für verschiedene Bauvorhaben, während KVH durch seine kontrollierte Qualität höhere Anforderungen im konstruktiven Holzbau erfüllt.
Setzen Sie auf hochwertiges Kantholz für Ihre Bauvorhaben – stabil, vielseitig und in verschiedenen Größen erhältlich. Egal ob für Dachkonstruktionen, Möbelbau oder den Garten, bei BAUHAUS finden Sie die passende Lösung.
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