Die Ruhe am Wasser, die Entspannung, die Natur – das ist es, was Angler so an ihrem Sport lieben. Aber natürlich sind es auch die gefangenen Fische, denn nach Hause zurückzukehren und einen frischen Fisch in die Pfanne oder auf den Grill zu legen, gehört zum Spaß unbedingt dazu. Dumm nur, wenn die Fische nicht anbeißen und man mit leeren Händen zurückkehren muss.
Wie praktisch wäre es da, wenn man unter Wasser nachschauen könnte, wo die Fische gerade sind! Und wie gut, dass es das tatsächlich gibt: Mit einem Fishfinder (auch die deutsche Schreibweise Fischfinder wird verwendet) finden Sie per Echolot die Hotspots, erkunden den Gewässergrund und messen die Tiefe des Wassers. Bei BAUHAUS finden Sie Lowrance Fischfinder und Geräte weiterer führender Hersteller:innen. Was Sie bei der Kaufentscheidung beachten sollten und wie Sie einen Fischfinder erfolgreich in Ihrem Boot einsetzen, erfahren Sie im Folgenden.
Im Prinzip arbeiten Fischfinder auf einem Boot nach einem ähnlichen Prinzip, wie es auch Fledermäuse zur Orientierung verwenden – sie benutzen Schallwellen. Diese werden von einem Geber am Bug des Bootes ausgesendet und von Hindernissen im Wasser – wie Fischen, Felsen und dem Untergrund – wieder an den Fischfinder zurückgeworfen. Hier werden die reflektierten Schallwellen in elektrische Signale umgewandelt, und die Informationen werden auf einem Display dargestellt.
In der Regel ist das Display in drei Bereiche unterteilt. Ganz oben auf dem Gerät ist häufig eine Linie zu sehen, die die Oberfläche des Wassers darstellt. Der darunterliegende Bereich ist farblich hervorgehoben und zeigt die Unregelmäßigkeiten des Wassers an. Noch weiter unten kann man die tieferen Regionen des Gewässers und die sich darin aufhaltenden Fische erkennen. Den Untergrund sieht man in der dritten Ebene. Hier kann man Informationen zur Bodenhärte oder -beschaffenheit in der Tiefe ablesen. Um das Display richtig zu interpretieren und die Fische zu erkennen, bedarf es ein wenig Übung. Aber die Mühe lohnt sich – und wird Sie mit einem reichen Fang belohnen.
Ob Angel oder Boot – das wichtigste Bauteil eines Fishfinders ist der Geber. Er ist verantwortlich dafür, dass auf dem Display ein klares und aussagekräftiges Echolot Bild erscheint, denn der Geber übermittelt dem Echolot alle wesentlichen Informationen über das, was unter Wasser passiert. Um perfekt arbeiten zu können, muss der Geber einwandfrei installiert sein. So sollten Sie ihn befestigen:
- Achten Sie darauf, dass sich der Geber permanent unterhalb der Wasserlinie befindet. - Der Geber muss dabei weit genug vom Propeller entfernt sein – nur so lassen sich Turbulenzen vermeiden. - Bringen Sie den Echolot-Geber in der Nähe der Mittellinie des Rumpfes an, möglichst weit entfernt von den Turbulenzen, die durch die Bugwelle und die Propellerrotation erzeugt werden.
Ein weiterer Tipp: Rollen Sie das Geberkabel nicht ein, auch wenn es zu lang ist. Sonst könnte die Qualität der empfangenen Informationen negativ beeinflusst werden. Es gibt auch Geräte ohne Kabel, die über Bluetooth-Verbindung, W-LAN oder Sonar funktionieren. Diese werden oft bei mobilen Fischfindern eingesetzt, die vor allem zum Angeln vom Ufer aus benutzt werden. Der Geber wird dabei an der Angelschnur ins Wasser ausgeworfen, Ihr Smartphone dient als Display.
Die Begriffe Echolot und Fischfinder werden oft synonym verwendet. Im Prinzip ist es aber so, dass der Fischfinder mit Hilfe von Echolot-Technik den Untergrund absucht, und zwar mit vertikalen Schallwellen. Das unterscheidet das Echolot vom Sonar, das horizontale Schallwellen aussendet.
Als Erfinder dieser Technik gilt der Alexander Behm, ein Deutscher, der – schockiert über die Titanic-Katastrophe – am 22. Juli 1913 das Patent für das erste Echolot einreichte. Die kaiserliche Marine unter Kaiser Wilhelm II. begann, Behms Erfindung nicht nur zum Navigieren, sondern auch zur Fischortung und zu militärischen Zwecken einzusetzen. Heute hilft sie auch Hobbyangler:innen und Profis dabei, reiche Beute zu machen.
Bei BAUHAUS finden Sie einige Geräte, die Fischfinder und GPS Kartenplotter in einem sind. Mit solchen Geräten wird die Navigation von Booten erleichtert. Dafür wird auf dem Display eine elektronische Seekarte angezeigt, die mit Farbdisplay und einer großen Funktionsvielfalt bei der Orientierung auf See und beim Auffinden von Fischen unterstützen. Mit Hilfe eines GPS Kartenplotters können sämtliche nautischen Berechnungen und Aufgaben der GPS Navigation wie Kursberechnung, Geschwindigkeits- und Tiefenanzeige, Anzeige von Wetterdaten und Autopilot Funktion gesteuert werden. Bei Fischfinder Geräten mit GPS Kartenplotter lassen sich einzelne große Fische und Fischschwärme dank des Farbdisplays gut erkennen.
Die Qualität eines Fischfinders hängt maßgeblich vom abgedeckten Frequenzbereich ab. Grundsätzlich gilt:
Je höher die Frequenz, desto kürzer ist die Wellenlänge der Schallwellen, was dazu führt, dass der Detailreichtum der dargestellten Informationen größer ist.
Niedrige Frequenzen haben dementsprechend längere Schallwellen, die weiter in die Tiefe reichen. Damit können aussagekräftigere Daten zum Beispiel zur Beschaffenheit des Bodens erhoben werden.
Unser Tipp: Fischfinder, die den Frequenzbereich von 50 bis 200 kHz abdecken, liefern gute Ergebnisse.
Fischfinder unterscheiden sich im Preis und auch in der Art, wie sie die Schallwellen lesen:
Feste Frequenz
Bei Fischfindern dieser Art werden vom Geber einzelne Schallwellen einer Frequenz nacheinander ausgesendet.
Mehrere Frequenzen mit CHIRP
Beim CHIRP Verfahren (Compressed High-Intensity Radiated Pulse) sendet der Geber mehrere Schallwellen mit unterschiedlichen Frequenzen aus. So können nicht nur sehr detailreiche Bilder, sondern auch die Tiefe des Unterwasserbereichs abgebildet werden.
Hohe Frequenzen mit DownScan Imaging
Fischfinder mit DownScan Imaging senden im hohen Frequenzbereich und loten dabei den Unterwasserbereich direkt unter dem Boot aus. Deshalb eignet es sich besonders für das Angeln in flachen Gewässern. Eventuell lesen Sie dafür auch die Bezeichnungen ClearVü (Garmin) oder DownImaging (Lowrance).
Breit gefächerte Schallwellen mit Sidescan Imaging
Wie der Name vermuten lässt, werden beim Sidescan Imaging die Schallwellen auch nach links und rechts abgegeben. So können Geräte mit Sidescan Imaging einzelne Fische oder Fischschwärme in der Umgebung sehr genau orten. Die gleiche Technologie ist auch unter den Bezeichnungen SideScan (bei Fischfindern von Lowrance) und SideVü (bei Geräten von Garmin) erhältlich.
Welches ist der beste Fischfinder? Machen Sie den Fischfinder Test und beantworten Sie diese Frage für sich selbst. Je nachdem, ob Ihnen eine einfache Bedienung, ein großes Display oder sogar ein LCD-Display, eine Dual-Frequenz, ein Kartenplotter mit GPS oder ein Lautsprecher wichtig sind, sollten Sie Ihre Auswahl treffen. Bei BAUHAUS finden Sie im Online-Shop und im Fachcentrum vor Ort verschiedene Geräte für erfolgreichen Fischfang – ob auf dem Boot oder mit der Angel am Ufer. Wenn Sie mehr über die Leistungsfähigkeit der einzelnen Geräte, zum Beispiel von Lowrance, erfahren möchten, sprechen Sie unsere NAUTIC Expert:innen an – wir beraten Sie gern und wünschen Petri Heil! Übrigens: Auch Zubehör wie Adapter, Geberstangen und Ladegeräte erhalten Sie bei uns.
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