Sie möchten Ihre Decke tapezieren? Hier erfahren Sie, welche Vorteile dies bringt und welche Tapeten dafür infrage kommen. Außerdem erklären wir Ihnen detailliert, wie Sie beim Tapezieren Ihrer Raumdecke am besten vorgehen und worauf Sie dabei achten sollten.
Vorteile von tapezierten Decken
Ist es sinnvoll, die Zimmerdecke zu tapezieren? Wir sagen: ja. Insbesondere dann, wenn Sie auch Ihre Wände mit Tapete verkleiden wollen, denn das Tapezieren der Decke bietet für die meisten Räume drei entscheidende Vorteile:
Verbergen von Unebenheiten oder Schäden: Tapeten können Unebenheiten oder kleine Schäden, wie Risse in der Decke, nahezu unsichtbar machen.
Schutz und Langlebigkeit: Gerade in beanspruchten Räumen kann eine Tapete an der Decke sinnvoll sein, um etwa Fettflecken oder Rußablagerungen direkt auf dem Wandmaterial zu vermeiden.
Raumgestaltung: Eine tapezierte Decke kann den Gesamteindruck Ihres Wohnraumes erheblich beeinflussen. So können Zimmer zum Beispiel optisch vergrößert oder verkleinert werden.
Tapeten für Ihre Decke
Grundsätzlich eignen sich alle Tapeten zum Tapezieren einer Decke. Bei leichten und einfarbigen Vlies-, Papier- und Raufasertapeten wird Ihnen allerdings das Arbeiten über Kopf besser von der Hand gehen. Gemusterte Wandbeläge und Fototapeten erfordern mehr Präzision, während Strukturtapeten und Naturtapeten in der Regel etwas schwerer sind und Sie daher stärker auf eine sichere Haftung achten müssen.
In der folgenden Übersicht stellen wir Ihnen kurz einige besonders beliebte Tapetenarten für Decken vor. Zudem geben wir Ihnen Hinweise darauf, für welche Räume sie sich gut eignen.
- Vliestapeten sind robust und strapazierfähig, benötigen keine Einweichzeit und lassen sich besonders einfach verarbeiten. Sie bieten eine große Vielfalt an Strukturen, Designs und Farben, sind atmungsaktiv und – sofern sie keine Kunststoffbeschichtung besitzen – überstreichbar. Allerdings sind sie im Vergleich zu anderen Tapetenarten kostenintensiver. Vliestapeten eignen sich für alle Wohnräume und teilweise auch für Feuchträume.
Raufasertapeten verleihen der Oberfläche eine strukturierte Optik, wodurch kleinere Verschmutzungen weniger auffallen. Sie sind robust, widerstandsfähig, kostengünstig, mehrfach überstreichbar und atmungsaktiv. Diese Tapetenart ist für alle Wohnräume geeignet und ideal für Schlafräume.
Papiertapeten gelten als umweltfreundlich und atmungsaktiv, da sie ungestrichen feuchtigkeitsregulierend wirken. Sie bieten eine große Auswahl an Designs, sind jedoch nicht überstreichbar und müssen vor dem Tapezieren eingeweicht werden. Aufgrund ihrer Eigenschaften eignen sie sich besonders für wenig beanspruchte Wohnbereiche sowie Schlafräume.
So tapezieren Sie Ihre Decke – Schritt für Schritt
Haben Sie sich für eine Tapetenart entschieden, können Sie mithilfe unserer detaillierten Anleitung mit dem Tapezieren Ihrer Decke loslegen. Für Ihr Vorhaben benötigen Sie zunächst folgende Materialien und Werkzeuge:
Materialien:
Abdeckung (zum Beispiel Malervlies)
Grundierung (etwa Tiefengrund oder Tapetengrund)
Tapete Ihrer Wahl
Werkzeuge:
Zollstock, Kreide und Wasserwaage
ggf. Tapetenablöser
optional: Kleisterspritze, langer Tisch, Kleistergerät
Verlassen Sie sich nicht darauf, dass Ihre Decke und die Wände rechtwinklig sind. Zeichnen Sie zur Orientierung eine Ansatzlinie an der Zimmerdecke vor. Um eine gerade Linie zu ziehen, können Sie eine Wasserwaage oder eine gekreidete Schlagschnur verwenden.
Kleistern Sie immer nur das Tapetenstück ein, das Sie anbringen möchten. So haben Sie ausreichend Zeit für Korrekturen beim Ausrichten der Bahnen, ohne befürchten zu müssen, dass der Kleister auf der nächsten Tapetenbahn schon trocknet.
Decke tapezieren: Tipps und Tricks
Abschließend möchten wir Ihnen noch ein paar letzte Tipps und Tricks zum Tapezieren Ihrer Decke mitgeben.








