Feuchtigkeit im Badezimmer kann großen Schaden anrichten: Schimmel, aufgequollene Böden und teure Reparaturen sind die Folge. Deshalb ist es wichtig, Ihr Bad richtig abzudichten. In dieser Anleitung zeigen Ihnen unsere BAUHAUS-Fachleute, wie Sie dabei Schritt für Schritt vorgehen. Ob Boden, Wände, Dusche oder Waschbecken – erfahren Sie, welche Materialien Sie benötigen und wie Sie typische Fehler vermeiden. Unsere Anleitung hilft Ihnen, Ihr Bad dauerhaft wasserdicht zu machen und Schimmel vorzubeugen. Starten Sie jetzt Ihr Projekt!
3. Schritt: Boden- & Wandabdichtung: So gehen Sie vor
Fliesen oder der Anstrich sind tatsächlich nur die oberste Schicht. Die Abdichtung hingegen geschieht unsichtbar im Untergrund. Genau deshalb beginnt auch jede Badezimmer-Renovierung mit der Flächenabdichtung.
Hierbei gibt es grundsätzlich zwei Möglichkeiten, mit denen Sie Ihr Bad selbst abdichten können: 1a) Dichtschlämme oder 1b) Duschdichtanstrich und 2) Abdichtungsbahn.
Selbstverständlich können Sie für maximale Sicherheit auch alle zwei Dicht-Möglichkeiten in einem Badezimmer kombinieren: Denkbar wäre es, erst den Boden mit einer Dichtschlämme zu stabilisieren und ihn dann mit Abdichtbahnen zu verschließen – oder erst eine Dichtbahn anzubringen und diese dann mit Schlämme zu sichern.
4. Schritt: Besonderheiten: Dusche, Badewanne, Waschbecken
Neben Wänden und Böden gibt es beim Bad abdichten einige Besonderheiten: Denn gerade die Bereiche rund um Dusche, Badewanne und Waschbecken sind besonders anfällig für Feuchtigkeitsschäden.
Dusche abdichten
Die Dusche ist einer der feuchtesten Bereiche im Bad und entsprechend anfällig für Schimmel und Wasserschäden aller Art.
Für den Boden rund um die Dusche genau wie für die Wand hinter der Dusche empfehlen wir eine wasserabweisende Dichtfolie - ggf. in Kombi mit Dichtschlämme oder einem Duschdichtanstrich. Diese verhindern unter den Fliesen das Eindringen von Feuchtigkeit in den Untergrund.
Verwenden Sie für die Abdichtung der Dusche ein geeignetes Dichtband, das Sie entlang der Übergänge zwischen Duschwanne und Wand anbringen. Dieses Dichtband schützt die Fugen vor Feuchtigkeit.
Nachdem das Dichtband befestigt ist, tragen Sie Sanitärsilikon auf die Fugen auf, zwischen Wand und Duschwanne. Achten Sie dabei darauf, dass Sie die Silikonschicht gleichmäßig und ohne Lücken auftragen.
5. Schritt: Trocknungszeit und Nachkontrolle: Geduld zahlt sich aus
Beim Bad abdichten ist Geduld entscheidend, besonders bei den Trocknungszeiten. Unsere Fachleute empfehlen, folgende Abstände einzuhalten
Grundierung: mindestens 2 bis 4 Stunden
Abdichtung, z. B. mit Dichtschlämme oder Dichtanstrich: zwischen den Schichten sind etwa 3 Stunden Trockenzeit notwendig, nach dem letzten Auftrag bis zu 4 Tage, bevor Sie mit dem Verfliesen beginnen
Silikondichtungen: Lassen Sie sie mindestens 24 Stunden aushärten, bevor sie belastet werden.
So verhindern Sie spätere Feuchtigkeitsschäden und sorgen in Ihrem Bad für eine dauerhafte Abdichtung.
Häufige Fragen rund ums Bad abdichten
Unsere BAUHAUS-Fachleute beantworten Fragen, die viele Kunden rund ums Bad abdichten stellen.
Ganzes Bad abdichten – oder nur die Dusche?
Ob Sie das ganze Badezimmer abdichten oder nur die Dusche, hängt von mehreren Faktoren ab. Entscheidend ist der Zustand der Bausubstanz, die Größe der Umbaumaßnahme und wie gut Ihr Bad belüftet werden kann.
Wenn Sie auf Nummer sicher gehen wollen, empfiehlt es sich, das ganze Bad abzudichten. So schützen Sie alle Bereiche vor Feuchtigkeitsschäden und Schimmelbildung.
Bad abdichten: Flüssigfolie oder Dichtbahn?
Wenn Sie schnell arbeiten möchten, ist Flüssigfolie oft die bessere Wahl. Für langfristige Sicherheit, besonders bei größeren Flächen, sind Dichtbahnen empfehlenswerter.
Flüssigfolie ist flexibel und eignet sich besonders für unebene oder komplexe Flächen, da sie einfach mit Pinsel oder Rolle aufgetragen wird. Sie trocknet schnell, was den Arbeitsprozess beschleunigt.
Dichtbahnen hingegen bieten einen robusteren Schutz und sind ideal für große, ebene Flächen. Sie werden verklebt und bieten sofort nach dem Anbringen eine sichere Abdichtung im Bad.
Was muss im Bad alles abgedichtet werden?
Besonders wichtig sind die Bereiche rund um Dusche, Badewanne und Waschbecken, da hier das meiste Spritzwasser und Feuchtigkeit anfällt. Diese Bereiche sind besonders anfällig für Feuchtigkeitsschäden, daher müssen sie besonders gut geschützt werden.
Je nachdem, wie umfassend Sie ihr Badezimmer abdichten möchten, sollten Sie außerdem Boden und Wände sorgfältig abdichten, um sicherzustellen, dass keine Feuchtigkeit in die Bausubstanz eindringt.
Machen Sie sich schon vor dem Abdichten Gedanken darüber, welche Bereiche im Bad Sie abdichten möchten, um entsprechend budgetieren und planen zu können.






