Rasenmähen mit Mulchfunktion – der umweltfreundliche Ansatz für Ihren Garten

Möchten Sie Ihren Rasen umweltfreundlich pflegen und dabei Zeit und Mühe sparen? Dann ist das Mulchen beim Rasenmähen die ideale Lösung für Ihren Garten. Dabei wird das Schnittgut fein zerkleinert und gleichmäßig auf der Fläche verteilt. In diesem Ratgeber erfahren Sie alles Wissenswerte über das Rasenmähen mit Mulchfunktion.


Rasen mulchen: Definition und Vorteile

Beim Mulchen zerkleinern Sie das Schnittgut und verteilen es als natürlichen Dünger auf dem Rasen. Dies geschieht mit einem speziellen Rasenmulcher oder einem Rasenmäher mit Mulchfunktion. Die Vorteile des Rasenmulchens sind vielfältig:

Zeitersparnis: Beim Mulchen entfällt das Zusammenharken, Aufsammeln und Entsorgen des Schnittguts, das ohne Fangkorb sehr zeitaufwändig ist.

Weniger Dünger: Das zerkleinerte Schnittgut wirkt als natürlicher Rasendünger mit wertvollen Nährstoffen, sodass Sie weniger Düngemittel benötigen.

Feuchtigkeitsspeicherung: Durch das Mulchen bleibt die Bodenfeuchtigkeit erhalten, sodass Sie den Rasen weniger bewässern müssen.

Unkrautvorbeugung: Der Mulch dient als natürliche Unkrautbekämpfung, da es das Wachstum von Unkraut unterdrückt.

Bodenverbesserung: Organischer Mulch fördert ein gesundes Bodenleben.


Wann und wie häufig sollte man einen Rasen mulchen?

Am besten mulcht man bei trockenem Wetter und wenn der Rasen nicht zu hoch gewachsen ist. Der ideale Zeitpunkt für das erste Mulchen ist zwischen März und April, wenn die Grashalme eine Länge von 7 bis 8 cm erreicht haben.

Die Häufigkeit des Mulchens hängt von verschiedenen Faktoren wie dem Wachstum des Rasens und den örtlichen Wetterbedingungen ab. Im Allgemeinen wird empfohlen, den Rasen von Frühjahr bis Herbst etwa alle ein bis zwei Wochen zu mulchen. Bei starkem Wachstum oder nach Regenfällen kann es erforderlich sein, häufiger zu mulchen.


Unbedingt beachten: Nasser Rasen sollte nicht gemulcht werden. Feuchtes Gras kann beim Mulchen zu Verklumpungen führen, die den Rasen beschädigen. Da der Rasenschnitt nicht richtig verrotten kann, beginnt er zu faulen, was das Wachstum des Rasens beeinträchtigen kann.


Die richtige Schnitthöhe

Beim Mulchen sollte das Gras um etwa ein Drittel gemäht werden. Idealerweise ist die Schnittgutauflage nicht höher als 2 bis 3 cm. Diese moderate Schnitthöhe gewährleistet, dass das Gras fein genug zerkleinert und gleichmäßig auf der Fläche verteilt wird.

Welche Boden- und Standortbedingungen sind ideal zum Mulchen?

Die Wahl des richtigen Bodens und Standorts spielt eine wichtige Rolle für den Erfolg des Mulchens. Dadurch können Sie sicherstellen, dass das Mulchen effektiv ist und Ihren Garten bestmöglich unterstützt.

Ideale Böden:

• gut durchlässige Böden

• neutrale bis leicht saure Böden mit einem pH-Wert zwischen 6,0 und 7,0


Ungeeignete Böden:

• schwere, undurchlässige Böden

• sehr trockene und sandige Böden


Ideale Standorte:

• Rasenflächen mit viel Sonnenlicht

• Gebiete mit regelmäßigem Niederschlag


Ungeeignete Standorte:

• schattige Standorte

• extrem niederschlagsreiche Regionen


Mulchmäher im Vergleich

Mulchmäher sind vielseitige Werkzeuge und unverzichtbare Helfer bei der Rasenpflege. Im Folgenden werden verschiedene Mulchmäher-Modelle verglichen, ihre Vor- und Nachteile sowie ihr jeweiliger Einsatzbereich beleuchtet, um Ihnen die Auswahl des richtigen Gerätes zu erleichtern.

Vorteile Nachteile Einsatz
Akku-Rasenmäher mit Mulchfunktion

• kabellose Flexibilität

• geringer Wartungsaufwand

• umweltfreundlicher Antrieb

• leiser Betrieb

• begrenzte Akkulaufzeit

• weniger Leistung

• ungeeignet für hohes Gras

ideal für kleine bis mittelgroße Rasenflächen
Benzin-Rasenmäher mit Mulchfunktion

• starke Leistung

• hohe Flexibilität

• robust und langlebig

• lauter Betrieb

• regelmäßige Wartung erforderlich

für große Rasenflächen und hohes Gras geeignet
Elektrische Rasenmäher mit Mulchfunktion

• leiser Betrieb

• geringer Wartungsaufwand

• leichte Handhabung

• kabelgebunden

• geringere Leistung als benzinbetriebene Mäher

empfehlenswert bei kleinen bis mittelgroßen Rasenflächen
Rasentraktoren mit Mulchfunktion

• hohe Leistung

• bequeme Sitzposition

• größer und teurer als herkömmliche Mulchmäher

• ausreichend Lagerplatz erforderlich

• regelmäßige Wartung

Geeignet für große Rasenflächen und Grundstücke
Roboter-Rasenmäher mit Mulchfunktion

• keine manuelle Bedienung erforderlich

• leiser Betrieb

• begrenzte Schnittbreite

• ungleichmäßiger Schnitt bei zu hohem Gras

vor allem bei kleinen und mittelgroßen Rasenflächen ideal
Spindelmäher mit Mulchfunktion

• präziser Schnitt

• leiser Betrieb

• regelmäßige Schärfung der Messer

• anstrengender manueller Betrieb

für kleine und mittelgroße Rasenflächen geeignet

Tipp: Einige Standard-Rasenmäher können mit einem Mulchkit zu einem Mulchmäher nachgerüstet werden. Das Mulchkit übernimmt dabei die Aufgabe, das Gras zu zerkleinern und auf der Grünfläche zu verteilen. Mit dieser kostengünstigen Lösung können Sie Ihren vorhandenen Rasenmäher ganz einfach in einen Mulchmäher umwandeln.


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Tipps zur Anwendung der Mulchfunktion

Damit Sie Ihren Rasen optimal mulchen können, haben wir einige hilfreiche Tipps und Empfehlungen zusammengestellt. Erfahren Sie, wie Sie die Mulchfunktion bei einem Rasenmäher optimal zur Pflege und Verschönerung Ihres Rasens einsetzen können.

Mulchkit: Wenn Ihr Rasenmäher über ein Mulchkit verfügt, vergewissern Sie sich, dass es richtig installiert ist.

Regelmäßiges Mähen: Beim Mulchen sollten Sie Ihren Rasen in regelmäßigen Abständen, mindestens einmal pro Woche, mähen. Dadurch wird sichergestellt, dass das Schnittgut fein genug ist, um effektiv gehäckselt zu werden.

Scharfe Messer: Verwenden Sie scharfe und intakte Messer, damit ein sauberer Schnitt und eine effektive Zerkleinerung des Grases gewährleistet sind.

Regelmäßige Reinigung des Mähgehäuses: Kontrollieren Sie regelmäßig das Mähgehäuse und entfernen Sie Schnittgutreste, um Verstopfungen zu vermeiden.

Mährichtung wechseln: Wechseln Sie regelmäßig die Mährichtung, um sicherzustellen, dass alle Grashalme erfasst werden und das Schnittgut gleichmäßig verteilt wird.

Düngen: Trotz Mulchen ist es wichtig, den Rasen weiterhin mit Nährstoffen zu versorgen. Deshalb sollten Sie auf das Düngen nicht verzichten.


Die Alternative: Rasen mulchen mit Humus aus Rasenschnitt

Eine Alternative zum Mulchen des Rasens besteht darin, das Schnittgut zu kompostieren und anschließend als Humus gleichmäßig auszubringen. So gehen Sie bestmöglich vor:

  1. Lassen Sie das Schnittgut einige Tage auf dem Rasen trocknen oder breiten Sie es an einem geeigneten Ort zum Trocknen aus. 
  2. Mischen Sie das getrocknete Gras mit anderen geeigneten organischen Materialien im Komposter.
  3. Sobald der Humus im Komposter fertig ist, kann er auf den Rasen ausgebracht und leicht in die Grasnarbe eingearbeitet werden. Ist der Humus zu reichhaltig, empfiehlt es sich, ihn vor dem Ausbringen mit Sand zu vermischen.


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