Möchten Sie Ihren Rasen umweltfreundlich pflegen und dabei Zeit und Mühe sparen? Dann ist das Mulchen beim Rasenmähen die ideale Lösung für Ihren Garten. Dabei wird das Schnittgut fein zerkleinert und gleichmäßig auf der Fläche verteilt. In diesem Ratgeber erfahren Sie alles Wissenswerte über das Rasenmähen mit Mulchfunktion.
Rasen mulchen: Definition und Vorteile
Beim Mulchen zerkleinern Sie das Schnittgut und verteilen es als natürlichen Dünger auf dem Rasen. Dies geschieht mit einem speziellen Rasenmulcher oder einem Rasenmäher mit Mulchfunktion. Die Vorteile des Rasenmulchens sind vielfältig:
Zeitersparnis: Beim Mulchen entfällt das Zusammenharken, Aufsammeln und Entsorgen des Schnittguts, das ohne Fangkorb sehr zeitaufwändig ist.
Weniger Dünger: Das zerkleinerte Schnittgut wirkt als natürlicher Rasendünger mit wertvollen Nährstoffen, sodass Sie weniger Düngemittel benötigen.
Feuchtigkeitsspeicherung: Durch das Mulchen bleibt die Bodenfeuchtigkeit erhalten, sodass Sie den Rasen weniger bewässern müssen.
Unkrautvorbeugung: Der Mulch dient als natürliche Unkrautbekämpfung, da es das Wachstum von Unkraut unterdrückt.
Bodenverbesserung: Organischer Mulch fördert ein gesundes Bodenleben.
Nasser Rasen sollte nicht gemulcht werden. Feuchtes Gras kann beim Mulchen zu Verklumpungen führen, die den Rasen beschädigen. Da der Rasenschnitt nicht richtig verrotten kann, beginnt er zu faulen, was das Wachstum des Rasens beeinträchtigen kann.
Die richtige Schnitthöhe
Beim Mulchen sollte das Gras um etwa ein Drittel gemäht werden. Idealerweise ist die Schnittgutauflage nicht höher als 2 bis 3 cm. Diese moderate Schnitthöhe gewährleistet, dass das Gras fein genug zerkleinert und gleichmäßig auf der Fläche verteilt wird.
Welche Boden- und Standortbedingungen sind ideal zum Mulchen?
Die Wahl des richtigen Bodens und Standorts spielt eine wichtige Rolle für den Erfolg des Mulchens. Dadurch können Sie sicherstellen, dass das Mulchen effektiv ist und Ihren Garten bestmöglich unterstützt.
Mulchmäher im Vergleich
Mulchmäher sind vielseitige Werkzeuge und unverzichtbare Helfer bei der Rasenpflege. Im Folgenden werden verschiedene Mulchmäher-Modelle verglichen, ihre Vor- und Nachteile sowie ihr jeweiliger Einsatzbereich beleuchtet, um Ihnen die Auswahl des richtigen Gerätes zu erleichtern.
Akku-Rasenmäher mit Mulchfunktion bieten kabellose Flexibilität, einen geringen Wartungsaufwand, einen umweltfreundlichen Antrieb und einen leisen Betrieb. Nachteile sind die begrenzte Akkulaufzeit, die geringere Leistung und dass sie für hohes Gras ungeeignet sind. Sie sind ideal für kleine bis mittelgroße Rasenflächen.
Benzin-Rasenmäher mit Mulchfunktion überzeugen durch starke Leistung, hohe Flexibilität sowie eine robuste und langlebige Bauweise. Nachteilig sind der lautere Betrieb und dass regelmäßige Wartung erforderlich ist. Sie sind für große Rasenflächen und hohes Gras geeignet.
Elektrische Rasenmäher mit Mulchfunktion arbeiten leise, haben einen geringen Wartungsaufwand und lassen sich leicht handhaben. Zu den Nachteilen zählen, dass sie kabelgebunden sind und eine geringere Leistung als benzinbetriebene Mäher haben. Sie sind empfehlenswert bei kleinen bis mittelgroßen Rasenflächen.
Rasentraktoren mit Mulchfunktion bieten eine hohe Leistung und eine bequeme Sitzposition. Nachteile sind, dass sie größer und teurer als herkömmliche Mulchmäher sind, ausreichend Lagerplatz erforderlich ist und regelmäßige Wartung nötig ist. Sie sind geeignet für große Rasenflächen und Grundstücke.
Roboter-Rasenmäher mit Mulchfunktion kommen ohne manuelle Bedienung aus und arbeiten leise. Nachteile sind die begrenzte Schnittbreite sowie ein ungleichmäßiger Schnitt bei zu hohem Gras. Sie sind vor allem bei kleinen und mittelgroßen Rasenflächen ideal.
Spindelmäher mit Mulchfunktion ermöglichen einen präzisen Schnitt und einen leisen Betrieb. Nachteile sind die regelmäßige Schärfung der Messer und ein anstrengender manueller Betrieb. Sie sind für kleine und mittelgroße Rasenflächen geeignet.
Einige Standard-Rasenmäher können mit einem Mulchkit zu einem Mulchmäher nachgerüstet werden. Das Mulchkit übernimmt dabei die Aufgabe, das Gras zu zerkleinern und auf der Grünfläche zu verteilen. Mit dieser kostengünstigen Lösung können Sie Ihren vorhandenen Rasenmäher ganz einfach in einen Mulchmäher umwandeln.
Tipps zur Anwendung der Mulchfunktion
Damit Sie Ihren Rasen optimal mulchen können, haben wir einige hilfreiche Tipps und Empfehlungen zusammengestellt. Erfahren Sie, wie Sie die Mulchfunktion bei einem Rasenmäher optimal zur Pflege und Verschönerung Ihres Rasens einsetzen können.
Mulchkit: Wenn Ihr Rasenmäher über ein Mulchkit verfügt, vergewissern Sie sich, dass es richtig installiert ist.
Regelmäßiges Mähen: Beim Mulchen sollten Sie Ihren Rasen in regelmäßigen Abständen, mindestens einmal pro Woche, mähen. Dadurch wird sichergestellt, dass das Schnittgut fein genug ist, um effektiv gehäckselt zu werden.
Scharfe Messer: Verwenden Sie scharfe und intakte Messer, damit ein sauberer Schnitt und eine effektive Zerkleinerung des Grases gewährleistet sind.
Regelmäßige Reinigung des Mähgehäuses: Kontrollieren Sie regelmäßig das Mähgehäuse und entfernen Sie Schnittgutreste, um Verstopfungen zu vermeiden.
Mährichtung wechseln: Wechseln Sie regelmäßig die Mährichtung, um sicherzustellen, dass alle Grashalme erfasst werden und das Schnittgut gleichmäßig verteilt wird.
Düngen: Trotz Mulchen ist es wichtig, den Rasen weiterhin mit Nährstoffen zu versorgen. Deshalb sollten Sie auf das Düngen nicht verzichten.







