Sie möchten sich eine Überdachung für Ihre Terrasse anschaffen und wissen nicht, worauf Sie achten müssen? Wir haben die am häufigsten gestellten Fragen und Antworten zum Thema Überdachung, Terrassendach, Material und Montage zusammengefasst.
Ein Terrassendach ist eine Konstruktion aus verschiedenen Materialien wie Holz, Aluminium oder Kunststoff, die über einer Terrasse oder einem Freisitz montiert wird. Sie dient dazu, Schutz vor Sonne und Regen zu bieten, und ermöglicht es, den Außenbereich länger und bei jedem Wetter zu nutzen.
Grundsätzlich gibt es zwei Arten von Terrassenbedachungen: freistehende und Anbau-Varianten.
Freistehende Modelle besitzen rundum Pfosten und können auch im Garten aufgestellt werden. Einige dieser Modelle haben ein schräges Pultdach und bieten den besten Schutz vor Regen und Sonne, wenn sie an eine Hauswand angestellt werden.Freistehende Varianten sind flexibler und können sogar umgestellt werden, ohne direkt am Haus Spuren zu hinterlassen, was sie zu einer guten Option für Mieter macht.
Modelle mit Satteldach sind dagegen eher als Pavillons im Grünen geeignet und bieten etwa einen Meter weniger Schutzfläche als ihre Größe.
Bei Anbau-Varianten übernimmt die Hauswand eine tragende Rolle, weshalb es wichtig ist, sicherzustellen, dass die Wand stabil genug ist. Der Vorteil der am Haus montierten Terrassendächer besteht darin, dass mit einem kleineren Modell eine verhältnismäßig große Fläche geschützt werden kann, da die Wand von einer Seite die Witterung abhält. Der gleiche Effekt kann bei Überdachungen erreicht werden, die frei am Haus aufgestellt werden, wobei der Spalt durch den Überstand des Hausdachs zusätzlich geschützt werden muss.
Grundsätzlich gilt, dass das Gestell der Bedachung stabil genug sein muss, um zukünftigen Belastungen standzuhalten. Diese können aber je nach Standort unterschiedlich ausfallen. Als Spitzenreiter in puncto Stabilität und Korrosionssicherheit haben sich hochwertig pulverbeschichtete Aluminiumgestelle erwiesen. Je nach Pfostenstärke trotzen sie schwersten Belastungen, sollten aber bei Bedarf durch eine stabile Bodenbefestigung gegen Windeinflüsse gesichert werden.
Deutlich rustikaler, natürlicher und wandelbarer präsentieren sich Holzunterbauten, denn sie können ganz nach Gusto eigenen Farbwünschen angepasst werden. Eine Lasur schützt außerdem die kesseldruckimprägnierten Hölzer vor Witterungseinflüssen. Um die notwendige Stabilität zu erhalten, sind bei Holz-Ausführungen meist dickere Pfosten und Latten nötig. Zusätzliche Verstrebungen geben der Konstruktion zusätzliche Stärke gegen Windböen.
Holz-Terrassenüberdachungen bieten eine natürliche Optik und schaffen eine gemütliche Atmosphäre auf der Terrasse. Sie sind robust, langlebig und können bei Bedarf leicht repariert werden. Holz ist außerdem ein nachwachsender Rohstoff und somit eine umweltfreundliche Wahl.
Pralle Sonne mildern und Regen ganz abhalten, das wünschen sich die meisten von einer Terrassenüberdachung. Dafür gibt es unterschiedliche Lösungen. Die modernste Möglichkeit sind variable Lamellen aus wetterfestem Aluminium. Sie lassen sich je nach Wetterlage öffnen oder schließen, je nach Modell mit einer manuellen Kurbel oder elektrisch per Fernbedienung oder App. Genauso gut vor Witterungseinflüssen gefeit ist man mit einem transparenten Dachbelag aus Polycarbonat oder PLEXIGLAS®, meist in Form von Hohlkammer- bzw. Stegplatten, die UV-undurchlässig sind und so vor Sonnenbrand schützen.
Die Platten selbst sind je nach Qualität UV- wie hagel- und temperaturbeständig sowie vergilbungsfrei. Den klarsten Ausblick bei hoher Witterungsresistenz bietet Verbundsicherheitsglas. Handelt es sich dabei um ein Schiebedach, ist auch optimal für die Belüftung Ihrer Terrasse gesorgt. Nahezu unverzichtbar für die Nutzung auch bei schlechtem Wetter ist eine Regenrinne, ob mit einem Fallrohr oder direkt in den vorderen Pfosten integriert. Äußerst hilfreich gegen zu viel seitliche Sonne, Wind und unerwünschte Einblicke sind Vertikalmarkisen.
Spielt der Regenschutz eine untergeordnete Rolle, sind Beschattungen aus wetterfesten Stoffbahnen eine bedenkens- und sehenswerte Alternative. Auch sie punkten mit einem UV-Schutz von 50+, in geschlossenem Zustand natürlich, und sind per Kurbel, Fernbedienung oder App beliebig raffbar. Allerdings sollte dies nicht in feuchtem Zustand geschehen, sonst könnte der Stoff darunter leiden. Über den Herbst und Winter ist es empfehlenswert, die Bahnen zu demontieren und trocken zu lagern. Diese Lösung bietet sich auch an, um zur Beschattung zusätzlich unterhalb von Platten-Bedachungen angebracht zu werden.
Ein Wintergarten ist eine verglaste Konstruktion, die den Außenbereich in einen geschlossenen Raum verwandelt. Im Gegensatz zu einem Dach kann er das ganze Jahr über genutzt werden und bietet zusätzlichen Wohnraum. Da ein Wintergarten verglast ist, bietet er auch Schutz vor Wind und Kälte.
Die Kosten für ein Terrassendach hängen von verschiedenen Faktoren ab, wie z.B. der Größe, dem Material, der Art der Überdachung und der Montage. Eine einfache Terrassenüberdachung kann bereits ab ein paar Hundert Euro erhältlich sein, während eine aufwendige Konstruktion mit Glas und elektrischen Elementen mehrere Tausend Euro kosten kann.
Die Montagezeit hängt von der Größe und Art der Überdachung ab. Ein einfaches Terrassendach kann in wenigen Stunden montiert werden, während eine aufwendigere Konstruktion mehrere Tage Aufbauzeit in Anspruch nehmen kann.
In der Regel ist für ein Terrassendach keine Baugenehmigung erforderlich, solange sie bestimmte Anforderungen erfüllt. Es ist jedoch ratsam, sich vor der Installation bei der örtlichen Baubehörde zu informieren, um sicherzustellen, dass alle Vorschriften eingehalten werden.
Die Montage eines Terrassendachs erfordert ein gewisses Maß an handwerklichem Geschick und Erfahrung. Wenn Sie unsicher sind, sollten Sie einen Fachmann beauftragen, der die Überdachung für Sie installieren kann. Eine falsch montierte Terrassenüberdachung kann nicht nur unsicher sein, sondern auch zu Schäden am Haus oder am Dach selbst führen. Wenn Sie jedoch über ausreichend Erfahrung verfügen und die notwendigen Werkzeuge und Materialien zur Verfügung haben, können Sie die Überdachung auch selbst montieren.
Die Pflege Ihres Terrassendachs hängt vom Material ab, aus dem es besteht. Holz-Terrassenüberdachungen müssen regelmäßig geölt oder gestrichen werden, um vor Witterungseinflüssen geschützt zu sein. Aluminium- oder Kunststoff-Überdachungen erfordern normalerweise weniger Wartung und können mit einem milden Reinigungsmittel und Wasser geputzt werden. Es ist wichtig, regelmäßig das Dach und die Stützen der Überdachung zu überprüfen, um sicherzustellen, dass sie in einwandfreiem Zustand sind.
Eine Terrassenüberdachung kann auf verschiedene Arten genutzt werden. Sie kann als zusätzlicher Wohnraum genutzt werden, indem Sie Gartenmöbel und Pflanzen aufstellen, oder als gemütlicher Ort zum Entspannen dienen. Sie können auch eine Außenküche oder einen Grill in der Nähe der Überdachung installieren, um im Freien zu kochen und zu essen.
Ein Terrassendach kann auch im Winter genutzt werden, jedoch hängt dies von verschiedenen Faktoren ab, wie z.B. der Art der Überdachung und den Witterungsbedingungen. Eine Holz-Terrassenüberdachung kann im Winter nass und rutschig werden, während eine Aluminium- oder Kunststoff-Überdachung auch bei Schnee und Eis stabil bleibt. Wenn Sie im Winter planen, Ihre Terrassenüberdachung zu nutzen, sollten Sie geeignete Outdoor-Heizungen oder Feuerstellen verwenden, damit Sie es länger warm haben.
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