Ein tropfender Wasserhahn ist nicht nur nervenaufreibend, sondern treibt auf Dauer auch Ihre Wasserrechnung in die Höhe. Wenn der Wasserhahn tropft, liegt das häufig an verschlissenen Dichtungen oder Verkalkungen. Das klingt komplizierter als es ist – mit der richtigen Planung und den passenden Materialien gelingt das Ganze schnell und einfach. Unsere BAUHAUS-Fachleute zeigen Ihnen in dieser Anleitung, wie Sie Ihren Wasserhahn ohne großen Aufwand selbst reparieren.

Ursachen für einen tropfenden Wasserhahn

Ein dauerhaft tropfender Hahn verursacht nicht nur unnötige Wasserkosten, sondern hinterlässt auch Kalkablagerungen im Waschbecken oder Spülbecken. Um solche Probleme zu vermeiden, lohnt es sich, der Ursache frühzeitig auf den Grund zu gehen.

Die häufigsten Ursachen sind:

  • abgenutzte Dichtungen: Besonders bei Zweigriffarmaturen nutzen sich die Gummidichtungen im Inneren über die Jahre ab. Sie verhärten oder reißen und können den Wasserfluss nicht mehr zuverlässig stoppen.

  • defekte Kartusche: Bei Einhebelmischern reguliert eine Keramikkartusche die Wasserzufuhr. Ist sie beschädigt oder verkalkt, kann das Wasser nicht mehr vollständig abgesperrt werden.

  • undichte Gewinde oder Anschlüsse: Gewinde können sich mit der Zeit abnutzen oder durch Kalk und Schmutz ihre Dichtwirkung verlieren. Auch beim Einbau kann es passieren, dass Verschraubungen nicht fest genug angezogen oder versehentlich überdreht wurden. Dadurch entstehen kleine Spalten und der Wasserhahn tropft.

  • Kalkablagerungen: Kalk setzt sich mit der Zeit an beweglichen Teilen fest und beeinträchtigt deren Funktion. Besonders in Regionen mit hartem Wasser ist dies eine häufige Ursache für undichte Wasserhähne.

  • Verschleiß am Schwenkarm: In der Küche sind oft Wasserhähne mit Schwenkarm im Einsatz. Wenn hier die Dichtungen nachgeben, kann Wasser an der Drehachse austreten.

2. Schritt: Material & Werkzeug beschaffen

Welche Materialien und Werkzeuge Sie benötigen, hängt davon ab, was genau das Tropfen verursacht. Ist die Dichtung verschlissen, reicht ein Ersatzring und etwas Werkzeug. Bei Verkalkungen helfen oft Hausmittel wie Zitronensäure oder eine Entkalkerlösung. Auch undichte Gewinde oder eine defekte Kartusche erfordern unterschiedliche Reparaturmaßnahmen. Um gut vorbereitet zu sein, sollten Sie sich vorab einen Überblick über die möglichen Ursachen verschaffen und die passenden Materialien bereitlegen.

Gerne beraten Sie unsere Fachleute, bevor Sie Ihren Wasserhahn reparieren, zu den passenden Materialien – entweder online, telefonisch oder im BAUHAUS vor Ort.

4. Schritt: Wie Sie den Wasserhahn reparieren

Haben Sie die Ursache für das Tropfen identifiziert, können Sie gezielt die notwendigen Reparaturen durchführen. Je nach Problem gibt es verschiedene Lösungsansätze:

Häufige Fragen zur Reparatur von tropfenden Wasserhähnen

Unsere BAUHAUS-Fachleute beantworten Fragen, die viele Kunden stellen, wenn ihr Wasserhahn tropft.

Der Wasserhahn tropft – wer zahlt?

In der Regel müssen Mieter kleinere Reparaturen wie einen tropfenden Wasserhahn selbst bezahlen. Bei größeren Schäden oder wenn der Wasserhahn sehr alt ist, kann der Vermieter zuständig sein. Im Zweifelsfall sollten Sie Ihren Mietvertrag prüfen oder den Vermieter kontaktieren. Weitere Informationen dazu finden Sie u. a. bei deutschesmietrecht.de.

Warum tropft der Wasserhahn trotz durchgeführter Reparatur immer noch?

Ist die Reparatur aber schwieriger und geht über Ihre handwerklichen Fähigkeiten hinaus, sollten Sie einen Klempner zu Rate ziehen. Bei Reparaturen in Mietwohnungen kontaktieren Sie am besten vorher Ihren Vermieter.

Welche Kosten entstehen, wenn der Wasserhahn tropft?

Ein tropfender Wasserhahn kann jährlich bis zu 6.000 Liter Wasser verschwenden. Je nach Wasserpreis in Ihrer Region kann das Mehrkosten von 20 bis 30 Euro pro Jahr bedeuten. Eine rechtzeitige Reparatur lohnt sich also nicht nur für die Umwelt, sondern auch für Ihren Geldbeutel – zumal sie im Vergleich oftmals günstiger ist.