Sie befürchten Feuchtigkeit in Ihren Wänden? Hier erfahren Sie, welche Folgen feuchtes Mauerwerk für Sie und Ihr Zuhause haben kann und welche Methoden zur Feuchtemessung es gibt. Außerdem geben wir Ihnen hilfreiche Hinweise zur Interpretation Ihrer Messwerte sowie zur Trocknung und Reduktion der Feuchtigkeit.

Warum ist die Messung der Wandfeuchte wichtig?

Feuchte Wände sind nicht nur ein ästhetisches Problem, weil sich dadurch Flecken bilden oder sich möglicherweise die Tapete abschält. Feuchtigkeit im Mauerwerk kann auf lange Sicht auch Ihre Gesundheit sowie Ihr Zuhause gefährden. Zu den Folgen von erhöhter Feuchtigkeit zählen zum Beispiel:

  • Schimmelbildung: Schimmelpilze benötigen Feuchtigkeit und einen Nährboden zum Wachsen. Feuchte Wände bieten beides. Die Sporen des Pilzes können Atemwegserkrankungen, Allergien und Asthma auslösen. Zudem verbreitet sich Schimmel unter günstigen Bedingungen schnell und kann daher auf Ihre Möbel übergreifen und diese beschädigen.

  • Schädigung der Bausubstanz: Auch die Bausubstanz kann unter der Feuchtigkeit leiden. So rosten insbesondere metallische Bauteile wie Rohre oder Träger. Holz wird zudem angreifbarer durch Schädlinge. Weiterhin kann es zum Abplatzen des Putzes, zum Abblättern von Anstrichen sowie zu Salzausblühungen kommen.

  • Frostschäden: Da sich Wasser beim Gefrieren ausdehnt, kann es in der kalten Jahreszeit zu Frostsprengungen durch Feuchtigkeit im Baustoff kommen.

  • Unangenehmes Raumklima: Feuchte Wände begünstigen eine hohe Luftfeuchtigkeit. Diese fühlt sich je nach Temperatur klamm oder drückend an.

Die Messung der Wandfeuchte gibt Ihnen Aufschluss darüber, ob Sie als Eigentümer oder andere verantwortliche Parteien Maßnahmen zum Schutz Ihres Zuhauses oder Ihrer Gesundheit ergreifen müssen.

Messmethoden und Messgeräte zur Wandfeuchtemessung

Es gibt verschiedene Messmethoden und Messgeräte zur Überprüfung der Wandfeuchte. Diese möchten wir Ihnen im Folgenden genauer vorstellen. Wir gehen dabei sowohl auf Messmethoden ein, die Sie selbstständig nutzen können, als auch auf solche, die Profis anwenden, um feuchtes Mauerwerk zu identifizieren und den Feuchtigkeitsgehalt zu bestimmen.

Welche Feuchtigkeitswerte sind normal?

Wenn Sie die Feuchtigkeit Ihrer Wand oberflächlich mit einem Holzfeuchtegerät oder einem Kugelkopfgerät ermitteln wollen, müssen Sie den abgelesenen Wert richtig interpretieren können. Dazu stellt sich die Frage, was bei einer Messung mit einem Feuchtigkeitsmessgerät Normalwerte einer Wand sind.


Zunächst ist wichtig zu wissen, dass manche Geräte die Feuchtigkeit in Prozent und andere in Digits anzeigen. Digits sind keine fest definierte Maßeinheit. Sie zeigen den Unterschied zwischen zwei Größen an. Auf einem Feuchtigkeitsmessgerät zeigen sie idealerweise den Feuchtigkeitsunterschied zwischen einer trockenen und einer zweiten Wand an. Meistens sind dem Messgerät Herstellerangaben zur Interpretation beigelegt. Allgemein gilt jedoch Folgendes:

  • Trocken: weniger als 80 % bzw. bis 80 Digits

  • Feucht: 80–100 % bzw. 80–140 Digits

  • Nass: mehr als 100 % bzw. mehr als 140 Digits