Holz lebt – und das sieht man ihm an: Kratzer durch Möbel, Dehnrisse oder Wasserflecken nach einem Missgeschick gehören zu den häufigsten Holzschäden. Doch viele dieser Macken können Sie mit etwas Geduld und dem richtigen Material selbst reparieren. In diesem Ratgeber zeigt unser BAUHAUS-Fachmann, wie Sie verschiedene Holzschäden ausbessern – von kleinen Dellen bis hin zu tiefen Löchern. Entdecken Sie fünf bewährte Methoden, mit denen Sie Holzoberflächen dauerhaft reparieren und wieder schön machen.
BAUHAUS-Fachmann Dieter Weber
Böden verlegen, Möbel bauen, Wände ziehen – Dieter Weber arbeitet seit über 40 Jahren mit Holz. Der erfahrene Schreinermeister aus Augsburg weiß: Selbermachen kann jeder, wenn man es richtig erklärt bekommt. Als Teil unserer BAUHAUS-Fachleute zeigt er Ihnen, wie’s geht. Verständlich und mit Profi-Tipps aus der Praxis.
Bevor Sie loslegen
Bevor Sie anfangen, Holzschäden auszubessern, sollten Sie erst einmal die Gesamtsituation betrachten: Gibt es mehrere Schäden oder nur einen? Wie groß und tief sind die Beschädigungen? Wie alt ist die betroffene Holzfläche?
Gibt es mehrere kleine Beschädigungen, sollten Sie darüber nachdenken, die gesamte Oberfläche abzuschleifen und neu zu beschichten.
Sind die Schäden so zahlreich und tiefgreifend, dass man besser ganze Möbelteile oder Holzlatten austauscht?
Wie wirkt die ausgebesserte Stelle im Gesamtbild? Entsteht durch das Abschleifen ein heller Fleck, anderer Glanz der Oberfläche etc? Und fällt dies mehr auf, als der Schaden selbst?
Handelt es sich um Vollholz oder Furnier? Während Sie solides Vollholz abschleifen können, arbeiten Sie bei beschichtetem Holzfurnier am besten mit Füllmaterial.
Erst wenn Sie sich sicher sind, wie Sie vorgehen wollen, machen Sie sich ans Ausbessern.
Tröpfeln Sie bei jedem Holzschaden zuerst mit dem Finger ein wenig sauberes Leitungswasser auf die betroffene Stelle. Lassen Sie es fünf Minuten lang einwirken und legen Sie danach ein sauberes Baumwolltuch darüber. Dämpfen Sie es dann mit einem Bügeleisen auf mittlerer Hitze für jeweils 5 Sekunden, bis die Stelle trocken ist. So können Sie die meisten Holzschäden entweder reparieren oder zumindest deutlich verbessern.
Beim Ausbessern von lackiertem Holz immer auf den Glanzgrad achten.
Achten Sie darauf, den richtigen Holzton zu treffen. Dabei sollten Sie eine Testmenge anmischen, diese trocknen lassen und ggf. lackieren oder ölen, bevor Sie sich an die eigentliche Reparatur machen.
Handelt es sich um sehr tiefe Dellen, sollten Sie sich an eine erfahrene Fachkraft wenden. Sonst kann die Reparatur hinterher schlimmer aussehen, als der Holzschaden.
Achten Sie darauf, dass das Füllmaterial dieselbe Farbe und Musterung hat wie das beschädigte Holz. Arbeiten Sie dafür mit verschiedenen Farbtönen, damit es natürlicher wirkt.







