Die Temperaturen fallen und die Saison im Garten neigt sich dem Ende zu – oder? Nicht unbedingt! Denn wenn Sie ein Gewächshaus haben, stehen Ihnen im Winter einige Möglichkeiten zum Gärtnern offen. Hier erfahren Sie, wie Sie Ihr Gewächshaus auch im Winter für den Pflanzenanbau nutzen können und was es dabei zu beachten gilt.
Das Gewächshaus im Winter nutzen – kurz und knapp
Ein Gewächshaus kann auch im Winter ein wertvoller Ort für den Anbau von Pflanzen sein. Doch dazu braucht es eine gute Vorbereitung sowie einige wichtige Hintergrundinformationen:
Gewächshaus winterfest machen: Zu diesem Schritt gehören vor allem die Reinigung, notwendige Reparaturen und natürlich die Isolierung des Gewächshauses.
Auswahl der Pflanzen: Ob Salate, Kräuter, Microgreens oder Kübelpflanzen – es gibt viele Möglichkeiten, das Gewächshaus im Winter mit Pflanzen zu füllen.
Schimmel und Schädlingen vorbeugen: Hierfür sind insbesondere eine gute Belüftung und gründliche Kontrollen wichtig.
Gewächshaustechnik in Erwägung ziehen: Heizungen und Frostwächter bringen im Winter entscheidende Vorteile.
Auch Schnee behindert den Lichteinfall. Sollte es im Winter schneien, müssen Sie deshalb regelmäßig die Schneedecke vom Dach des Treibhauses entfernen.
Welche Pflanzen gedeihen auch im Winter im Gewächshaus?
Ein bestelltes Beet ist besser als ein leeres. Das gilt auch für Gewächshäuser. Denn Pflanzenwurzeln lockern den Boden auf und erhalten wichtige Organismen in der Erde am Leben. Deshalb lohnt es sich, das Gewächshaus im Winter zu nutzen.
Doch welche Pflanzen kommen dafür infrage? Schließlich ist es im Winter im unbeheizten Gewächshaus recht kühl. Die Temperaturen liegen durchschnittlich zwischen 2 °C und 12 °C. Außerdem steht im Winter trotz geputzter Fenster viel weniger Licht zur Verfügung als in den warmen Jahreszeiten. Und doch gibt es einige Optionen, die es Ihnen ermöglichen, auch ein unbeheiztes Gewächshaus im Winter zu nutzen.
Für manches Gemüse reicht im Herbst und Winter das Licht nicht mehr aus, um vollständig heranzuwachsen. Sie können Erbsen, Rettich und Brokkoli allerdings trotzdem spät aussäen und die schmackhaften Keimlinge einfach als Microgreens im Salat genießen.
Pflanzen Sie Ihren Rosmarin lieber in einem Kübel? Kübelpflanzen wie Rosmarin-Sträucher, Olivenbäume und Oleander fühlen sich in den Wintermonaten draußen nicht wohl. Wenn Sie im Haus keinen Platz haben, kann das Gewächshaus als willkommener Schutz vor der Kälte dienen.
Lüftung, Feuchtigkeit und Schädlingsschutz in den kalten Wintermonaten
Auch in den kalten Wintermonaten kann die Sonne das Gewächshaus aufheizen. Um eine Überhitzung der Pflanzen und eine zu hohe Luftfeuchtigkeit zu vermeiden, ist es wichtig, tagsüber bei Bedarf zu lüften. Dies fördert die Luftzirkulation und beugt der Schimmelbildung und Fäulnis vor. Wenn Sie Ihr Gewächshaus beheizen, ist es sinnvoll, ein Heißluftgebläse in Erwägung zu ziehen. Auch dieses begünstigt die Luftzirkulation.
In Bezug auf Schädlinge sollten Sie darauf achten, Ihre Kübelpflanzen, bevor Sie sie ins Gewächshaus bringen, gründlich zu kontrollieren. Blattläuse und Spinnmilben können sich im warmen Gewächshaus schnell vermehren und sind dann nur schwer zu bekämpfen. Befallene Pflanzen sollten daher im Freien verbleiben und dort mit geeigneten Mitteln behandelt werden, bevor sie in das geschützte Winterquartier umziehen. So schützen Sie Ihre Pflanzen effektiv vor ungebetenen Gästen und sorgen gleichzeitig für ein gesundes Klima im Gewächshaus.






