Staudenbeete können Gärten ganzjährig mit ihren Blüten verzaubern. Und die farbenfrohen Beete sind nicht nur eine Augenweide, sondern auch äußerst pflegeleicht. Hier erfahren Sie alles über Stauden und erhalten Tipps, wie Sie Ihr eigenes Staudenbeet anlegen.
Standort des Staudenbeetes
Wo möchten Sie Ihr mehrjähriges Staudenbeet anlegen? Dies ist eine der wichtigsten Fragen, die Sie sich vor der Auswahl Ihrer Stauden stellen müssen. Ein ideales Zusammenspiel der Standortfaktoren Licht und Boden ist für das Wachstum Ihrer Stauden elementar. Doch die Ansprüche der einzelnen Staudenpflanzen sind unterschiedlich.
Stauden auswählen
Sind die Standortbedingungen klar, geht es an die Auswahl der passenden Stauden für Ihren Garten. Weil es unfassbar viele Staudengewächse gibt, fällt dies nicht immer leicht. Wir geben Ihnen deshalb drei weitere Hinweise zur Auswahl an die Hand. Kurz und knapp lauten diese:
1. Beschränken Sie sich bei der Blütenfarbe auf maximal drei Farbtöne. Bei zu vielen verschiedenen Blütenfarben wirkt das Staudenbeet unstrukturiert und unruhig.
2. Achten Sie auf ein gutes Verhältnis zwischen Leit- und Begleitstauden.
3. Wählen Sie Stauden mit unterschiedlichen Blütezeiten für ein ganzjährig blühendes Bild.
Offener Boden im Staudenbeet bietet unerwünschten Pflanzen Platz zum Wachsen. Sie können Zwischenräume zum Beispiel mit Gräsern, einjährigen Blühpflanzen oder Füllstauden füllen. Letzteres sind Bodendecker, die neben dem nackten Boden außerdem kahle Stängel und welkes Laub abdecken.
Ganzjährig blühende Staudenbeete
Sie wünschen sich ein Staudenbeet im Garten, das das ganze Jahr über blüht? Dann achten Sie bei der Auswahl Ihrer Pflanzen unbedingt darauf, Frühblüher-, Sommer- und Herbststauden zu kombinieren. Bilden Sie kleine Gruppen aus Stauden mit der gleichen Blütezeit und wiederholen Sie diese Pflanzkombination. So entsteht der Eindruck, das ganze Beet würde blühen.
Die oberirdischen Pflanzenteile der meisten Stauden sterben im Winter ab. Es gibt aber auch ein paar wintergrüne Stauden. Dazu zählen etwa Christrose, Günsel und Blaukissen. Wählen Sie ein paar wintergrüne Pflanzen als Ergänzung für Ihr Staudenbeet aus, damit es im Winter nicht vollständig kahl ist.
Anleitung: Staudenbeet anlegen
Wir zeigen Ihnen in 5 Schritten, wie Sie Ihr neues Staudenbeet in Ihrem Garten anlegen können.
Stauden werden am besten im Herbst oder im Frühling in die Erde gesetzt. Frühblüher pflanzen Sie im Herbst ein. So können Sie bis zum Start der Saison anwachsen. Herbststauden setzen Sie am besten im Frühling, sobald der Boden nicht mehr gefriert.
Bepflanzen Sie die Ränder des Beetes mit kleinen Stauden. Größere Pflanzen sollten Sie hingegen eher im Mittelfeld oder hinten platzieren.
Decken Sie den Boden um Ihre Stauden mit einer etwa 5–10 cm dicken Schicht organischen Mulchs, wie zum Beispiel gehäckselter Rinde, ab. Der Mulch hilft dabei, Unkraut zu unterdrücken, Feuchtigkeit zu speichern und den Boden zu schützen, was zu einem gesünderen und pflegeleichteren Staudenbeet führt.
Staudenbeet pflegen
Zur ganzjährigen Pflege von Staudenbeeten gehört das Gießen. In den ersten Monaten nach der Pflanzung müssen Sie den Boden durchgehend feucht halten. Gießen Sie alle 2–3 Tage direkt am Wurzelballen. Durchfeuchten Sie dabei die oberste Erdschicht gründlich. Nur so wird das Wurzelwachstum ausreichend angeregt. Sind die Stauden angewachsen, genügt es, wenn Sie die Stauden in Trockenperioden gießen.
Darüber hinaus gibt es über das Jahr hinweg einige weitere Aufgaben zur Pflege des Staudenbeetes zu erledigen.
So vielfältig wie die Auswahl an Stauden ist, sind auch die Schädlinge und Krankheiten, von denen sie befallen sein können. Bei einem Befall helfen je nach Art Hausmittel wie Brennnesseljauche, Schneckenzäune und Pflanzenschutzmittel. Die wichtigsten Schutzmaßnahmen sind hingegen richtiges Gießen und Düngen sowie ein geeigneter Standort für Ihre Pflanzen. Sind Sie hier konsequent, werden Sie an Ihrem Staudenbeet lange Zeit Freude haben.


































