
Wenn die Pflanzen eingekauft sind, wird das bienenfreundliche Staudenbeet angelegt: Stecken Sie dafür den Beetumriss ab und tragen Sie die Grassoden flach mit dem Spaten ab – um den Rücken zu schonen, am besten in der Hocke.

Bunt, robust und echte Asketen: Diese Pflanzen locken Insekten an und trotzen auch einem trockenen Sommer. Mit dabei sind Duftnessel, Zwerg-Mannstreu, Schleifen- und Glockenblume, Klatsch-Mohn, Färberkamille, Hohe Fetthenne sowie Schafgarbe.
Tipp: Bevor Sie im Staudensortiment stöbern, lohnt sich ein Blick auf Ihr Beet. Liegt es in voller Sonne, im Halbschatten oder direkt im Schatten? In einer dunklen Ecke des Gartens hätte die Sonnenbraut keine Chance, dafür eignen sich aber Funkien. In der prallen Sonne würden diese schnell welken. Trockene und warme Standorte mag beispielsweise die Hohe Fetthenne gerne, die selbst bei Hitze nicht gegossen werden muss.

Verteilen Sie eine 5 cm dicke Schicht Pflanzerde oder alternativ einen unkrautfreien Laubkompost. Bei reinem Sandboden fügen Sie auch noch Bentonit hinzu. So verbessern Sie die Struktur und die Wasserhaltekraft im bienenfreundlichen Staudenbeet.

Graben Sie die gesamte Fläche um. Entfernen Sie dabei Steine und Unkräuter, vor allem Wurzelunkräuter wie Quecken oder Giersch. Die werden Sie sonst später nur schwer wieder los.

Beseitigen Sie Hügel und Senken im Beet. Das geht gut mit einer breiten Holzharke, Metallrechen bleiben mit ihren schmalen Zinken leicht im Boden stecken, was recht nervig ist.

Arbeiten Sie den Humus mit einem Grubber in den Boden ein und zerbröseln Sie dabei die dickeren Erdklumpen vom Umgraben. Falls Sie noch Wurzeln finden, sammeln Sie diese ab.

Füllen Sie Quarzsand in eine leere Flasche und markieren Sie ein Pflanzraster aus 50 x 50 cm großen Feldern. Das erleichtert es Ihnen später, die richtigen Pflanzabstände einzuhalten.

Wässern Sie die bienenfreundlichen Pflanzen gründlich und verteilen Sie sie dem Raster entsprechend im Beet. Pflanzen Sie kleine Stauden am besten mit einer Handschaufel und drücken Sie die Erde danach gut an.

Blütenwolken in Rosa, Weiß, Rot oder Violett sind typisch für diesen beliebten Sommerblüher. Im Hochsommer wird die Hohe Flammenblume zum Hingucker im Staudenbeet. Damit sie gut gedeiht, braucht sie einen möglichst sonnigen Standort und nährstoffreichen Boden, der auch bei Hitze gut feucht gehalten wird.

Farbe und Duft vereint die in Weiß, Rosa oder Rottönen blühende Indianernessel. Wie der Name verrät, stammt sie aus Amerika. Die Prärie-Staude gedeiht in halbschattigen bis sonnigen Lagen und humoser, lockerer Erde. Schwere Böden am besten vor der Pflanzung mit Sand oder Kies lockern.

Im Halbschatten wachsen Funkien bestens. Weiß gerandete Sorten passen gut zu Hortensien. Auch die eher für sonnige Standorte geeignete Flammenblume bekommt noch genug Licht.

Leichtigkeit strahlt dieses sonnige Beet aus. Für den filigranen Effekt sorgen Schleierkraut, Bertramsgarbe und Vexiernelke, die Farbe spendieren Indianernesseln.

Rosen lassen sich gut mit Stauden kombinieren. Bestes Beispiel: Eine Englische Rose in Pink mit Rittersporn und Glockenblumen. Im Vordergrund: Frauenmantel mit frischgrünen Blütenwolken.

Wenig Wasser und volle Sonne braucht dieses Beet: Purpursonnenhut blüht in Pink und Weiß. Die Hohe Fetthenne wird vorne bald darauf rosa Farbe zeigen.

Ob in Weiß, Gelb, Rosa- oder Rottönen, der Purpursonnenhut braucht viel Licht. Das verrät der deutsche Name und sogar die Form der Blüte erinnert an eine Sonne. Damit die Staude blühfreudig bleibt, sollte sie alle vier Jahre aufgenommen, geteilt und neu gepflanzt werden.

Gießen Sie die Stauden mit einer Gartenbrause an. Auf diese Weise haben die Wurzeln der Stauden sofort festen und direkten Bodenkontakt und wachsen problemlos an. Und fertig ist das bienenfreundliche Staudenbeet.

Ziehen Sie die Erde zwischen den Stauden vorsichtig mit der Hacke glatt. Dabei beseitigen Sie auch gleichzeitig Fußspuren, die Sie unweigerlich im weichen Boden hinterlassen haben.