Ein Haus mit Hanglage ist eine großartige Gelegenheit, um kreativ zu werden. Mit den richtigen Ideen und Pflanzen lässt sich ein Hanggarten gestalten, der funktional und ästhetisch ansprechend ist. Im Folgenden erhalten Sie Tipps und Inspirationen, wie Sie die Hanglage nutzen und in einen attraktiven Gartenbereich verwandeln können.
Der Einfluss der Bodenart und -beschaffenheit
Der Boden ist ein entscheidender Faktor für die Anlage eines Hanggartens. Sowohl die Pflanzenwahl als auch notwendige Stabilisierungsmaßnahmen hängen von der Bodenart und Bodenbeschaffenheit ab.
Im Folgenden geben wir Ihnen einen Überblick über die verschiedenen Bodentypen, die dazu passenden Pflanzen sowie mögliche Erosionsschutzmaßnahmen zur Stabilisierung des Hangs.
Lehmiger Boden: Gut geeignet sind Rosen, Obstbäume und Lavendel. Für die Stabilisierung bieten sich Mulchen, eine Terrassierung und Drainagesysteme an.
Sandiger Boden: Hier bewähren sich Sukkulenten, Lavendel, Thymian und Ziergräser. Um den Hang zu sichern, helfen Mulchen, eine Terrassierung, der Einsatz von Geotextilien und Erosionsschutzmatten. Ebenso hilfreich sind eine häufige Bewässerung sowie Bodendecker als Bepflanzung.
Toniger Boden: Schwertlilien, Weiden, Farne und Ziergräser kommen mit diesen Bedingungen gut zurecht. Stabilität schaffen Drainagesysteme, eine Terrassierung sowie Geotextilien und Erosionsschutzmatten.
Nährstoffreicher Boden: Auf nährstoffreichen Böden gedeihen viele Gemüsearten, Blumen und Stauden besonders gut. Zur Hangstabilisierung eignen sich Mulchen und eine Terrassierung.
Nährstoffarmer Boden: Pflanzen mit geringem Nährstoffbedarf, Wildblumen und Lupinen sind dafür eine passende Wahl. Unterstützend wirken Mulchen sowie eine Bodenverbesserung durch Kompost und organische Materialien.
Lockerer Boden: Gräser, Sträucher und Bodendecker wie Efeu oder Thymian sorgen für eine passende Begrünung. Zur Stabilisierung empfehlen sich neben der Bodendeckerbepflanzung das Mulchen, der Einsatz von Geotextilien und Erosionsschutzmatten.
Fester Boden: Für diese Bodenverhältnisse eignen sich Gräser, Gehölze, Bäume und tiefwurzelnde Sträucher. Den Hang stabilisieren eine Terrassierung, Bodendecker oder Pflanzen mit starken Wurzeln (Gehölze) als Hangbepflanzung.
Saure Böden: Rhododendron, Azaleen, Heidelbeeren und Nadelbäume sind hier eine gute Option. Zur Stabilisierung tragen Mulchen sowie eine Bodenverbesserung zur pH-Anpassung bei.
Alkalische Böden: Lavendel, Flieder, Mohn und Spornblumen passen gut zu alkalischen Bedingungen. Zur Stabilisierung haben sich das Mulchen sowie die Bodenverbesserung zur pH-Anpassung bewährt.
Gut drainierte Böden: Kräuter, Ziergräser und Blumen lassen sich hier besonders gut etablieren. Für die Hangbefestigung sind Mulchen, eine Terrassierung sowie Bodendecker als Bepflanzung hilfreich.
Schlecht drainierte Böden: Farne, Ziergräser und feuchtigkeitsliebende Stauden sind dafür geeignet. Um den Hang zu stabilisieren, unterstützen Mulchen, Drainagesysteme sowie das Anlegen von Entwässerungsgräben.
Um herauszufinden, mit welcher Bodenart und -beschaffenheit Sie es zu tun haben, können Sie die Textur und Zusammensetzung untersuchen. Nehmen Sie dazu eine Handvoll feuchten Erdbodens und reiben Sie ihn zwischen Ihren Fingern.
Fühlt es sich grob und körnig an, handelt es sich um sandigen Boden. Lehmhaltiger Boden hingegen fühlt sich glatt und samtig an und tonhaltiger Erdboden eher klebrig. Dieser lässt sich durch seine Klebefähigkeit in dünne Würste rollen. Des Weiteren bieten sich Bodentests an, die den pH-Wert und den Nährstoffgehalt messen.
Fügen Sie eine einfache Legende hinzu, damit Sie später alle Symbole und Farben nachvollziehen können.
Hanggarten anlegen und bepflanzen – so geht’s!
Sie haben die Planung Ihres Hanggartens abgeschlossen und wissen nun, welche Pflanzen und Stabilisierungslösungen Sie benötigen? Dann geht es jetzt an die Umsetzung. Damit diese gut gelingt, geben wir Ihnen praktische Tipps und Hinweise zu den Erosionsschutzmaßnahmen, zur Bepflanzung der Hangbeete und zu weiteren möglichen Gestaltungselementen, die Sie in Ihrem Hanggarten einsetzen können.
Erosionsschutzmaßnahmen für die Bodenstabilität
Damit Ihr Hang nicht wegbricht oder absackt, sind verschiedene Stabilisierungsmaßnahmen notwendig. Im Folgenden geben wir Ihnen einen Überblick über die verschiedenen Methoden und die Errichtung.
Denken Sie daran, Wege und Treppen in Ihrem Hanggarten so zu gestalten, dass sie auch bei nassem Wetter sicher begehbar sind. Rutschfeste Materialien oder das Hinzufügen von Handläufen können hierbei sehr hilfreich sein.
Tipps zur Inspektion und Pflege des Hangs und der Pflanzen
Pflegen und inspizieren Sie die Böschung regelmäßig, um die Stabilität und Schönheit Ihres Hanggartens langfristig zu erhalten. Zu den wichtigen Maßnahmen gehören:
Visuelle Inspektion: Gehen Sie die Fläche regelmäßig ab. Prüfen Sie, ob es sichtbare Anzeichen von Erosion, wie abgetragene Erde, freiliegende Wurzeln oder abgerutschte Bereiche, gibt.
Kontrolle der Bodenfeuchtigkeit: Stellen Sie sicher, dass die Hangbeete ausreichend Wasser bekommen. Dabei sollte das Wasser gut abfließen und keine Staunässe entstehen. Achten Sie insbesondere nach Regenfällen darauf.
Überprüfen des Pflanzenwachstums: Begutachten Sie das Wachstum und die Gesundheit Ihrer Pflanzen in regelmäßigen Abständen. Achten Sie auch darauf, dass die Wurzelsysteme der Pflanzen die Erdschichten gut durchdringen und stabilisieren.
Durch konsequente Pflege und regelmäßige Kontrollen können Sie nicht nur die Stabilität des Hangs gewährleisten, sondern auch einen gesunden und attraktiven Garten schaffen. Die ständige Aufmerksamkeit auf die Bedürfnisse der Pflanzen und die Struktur des Hangs wird dazu beitragen, dass Ihr Hanggarten nicht nur funktional, sondern auch ästhetisch ansprechend bleibt.












