BAUHAUS Online Redaktion

17. September 2026

Heizkosten senken und bis zu 80 % Förderung sichern: Genau das gelingt mit einer Hybridheizung. Dabei kombinieren Sie eine Wärmepumpe mit einem zweiten Wärmeerzeuger wie Gas-, Öl-, Pellet-, Infrarotheizung oder einem Kaminofen. In dieser Anleitung zeigen Ihnen unsere BAUHAUS-Fachleute fünf Varianten im Vergleich und geben Infos zu Vor- und Nachteilen, realistischen Kosten und staatlicher Förderung für diese hybriden Heizungen. Welche Voraussetzungen Ihr Haus jeweils braucht? Lesen Sie weiter und finden Sie die hybride Heizungsanlage, mit der Sie maximal günstig heizen.

Was ist eine Hybridheizung? Wie funktioniert sie?

Bei einer Hybridheizung arbeiten zwei Wärmeerzeuger zusammen: eine Wärmepumpe und ein zweites Heizsystem, zum Beispiel eine Gastherme, ein Kaminofen, ein Pelletofen oder eine Infrarotheizung.


In der Regel übernimmt die Wärmepumpe allein die sogenannte Grundlast. Darunter versteht man die Wärmemenge, die Ihr Haus an einem normalen Tag braucht, um angenehm warm zu bleiben. Erst wenn es draußen kälter wird und der Wärmebedarf spürbar steigt, reicht die Wärmepumpe allein nicht mehr aus. Genau dann springt der zweite Wärmeerzeuger ein und liefert zusätzliche Wärme. Eine gemeinsame Steuerung regelt automatisch, welches Gerät gerade arbeitet.


Welchen zweiten Wärmeerzeuger Sie mit der Wärmepumpe kombinieren, entscheidet über den Namen: Gas-, Öl-, Kaminofen-, Pellet- oder Hybrid-Infrarotheizung.

Welche Arten von Hybridheizung gibt es?

In diesem Ratgeber stellen unsere BAUHAUS-Fachleute fünf gängige hybride Heizsysteme vor: mit Gas, Öl, Pellets, Kaminofen oder Infrarotheizung. Den Kern jeder Hybridheizung bildet jedoch immer die Wärmepumpe.


Gerne beraten Sie unsere Fachleute vor dem Einbau Ihrer Hybridheizung zur passenden Kombination aus Wärmepumpe und zweitem Wärmeerzeuger – entweder online, telefonisch oder bei BAUHAUS vor Ort.

Hybridheizungen im Vergleich: Kosten und Förderung

Alle 5 Typen von Hybridheizung folgen derselben KfW-Förderlogik: 30 Prozent Grundförderung plus mögliche Boni, in Summe maximal 80 Prozent der förderfähigen Kosten. Förderfähige Kosten sind pro Wohneinheit mit 28.000 Euro gedeckelt, der maximale Zuschuss liegt daher bei 22.400 Euro. Einen großen Unterschied macht, welche Komponenten förderfähig sind. Grundlage der Kostenschätzung ist ein Einfamilienhaus.


Für ein individuelles Festpreisangebot zur Wärmepumpe nutzen Sie am besten unseren Wärmepumpen-Beratungsservice mit Vamo: Sie erhalten ein persönliches Angebot inklusive praktischem Fördermittelservice und Entsorgung Ihrer Altanlage. Meist ist die Montage dann innerhalb von 3 bis 4 Tagen erledigt.

Gas + Wärmepumpe
Preise einzelne Komponenten
Wärmepumpe ab 2.800 € + Montage ab 4.000 €, Pufferspeicher ab 1.200 €, Gastherme ab 2.500 € + Montage ab 4.000 €
Gesamtkosten
mit vorhandener Gastherme: ab ca. 8.000 €
komplett neu: ab ca. 14.500 €
förderfähig
Wärmepumpe
Öl + Wärmepumpe
Pellet + Wärmepumpe
Kaminofen + Wärmepumpe
Infrarot + Wärmepumpe

Passt eine Hybridheizung zu Ihrem Haus?

5 Punkte entscheiden, ob eine Hybridheizung zu Ihrem Haus passt:

  1. Stromanschluss: Wärmepumpen haben keinen haushaltsüblichen Stecker. Eine Elektrofachkraft sollte sie direkt an Ihren Sicherungskasten anschließen. Lassen Sie vorab prüfen, ob Ihr Hausanschluss das hergibt.
  2. Heizkörper und Vorlauftemperatur: Bei jeder Hybridheizung übernimmt die Wärmepumpe die Grundlast. Prüfen Sie daher die Vorlauftemperatur Ihrer Heizkörper. Je niedriger sie ausfällt, desto größer bleibt der Anteil der energieeffizienten Wärmepumpe am gesamten Wärmebedarf und desto eher rentiert sich das hybride Heizen.
  3. Platz für Pufferspeicher: Bei Gas-, Öl-, Pellet- und Kaminofen-Hybridheizungen brauchen Sie in der Regel einen Pufferspeicher mit 200 bis 800 Litern Fassungsvermögen und etwa einem Quadratmeter Stellfläche im Keller oder Hauswirtschaftsraum.
  4. Lagerplatz für Brennstoffe: Pellets brauchen einen trockenen, staubdichten Lagerplatz, den Sie leicht nachfüllen können. In der Regel reicht ein kleiner Kellerraum mit 2 bis 4 Quadratmetern oder ein Sack-Silo mit etwa einem Quadratmeter. Brennholz braucht mehr Lagerfläche über einen längeren Zeitraum hinweg.
  5. Schornstein: Bei Pellet- und Kaminofen-Hybridheizungen brauchen Sie einen zugelassenen Schornstein oder ein Abgassystem, über das die Verbrennungsgase nach draußen abziehen können. Klären Sie das vorab mit Ihrem Schornsteinfeger.

Sie wohnen im Altbau? Dann brauchen Sie übrigens nicht zu zögern. Gerade hier spielen Hybridheizungen ihre Stärke aus: Reicht die Wärmepumpe allein wegen alter Heizkörper oder fehlender Dämmung an kalten Tagen nicht aus, springt der zweite Wärmeerzeuger ein und sorgt für wohlige Wärme – ohne dass Sie vorher aufwendig zu sanieren brauchen.