Ob im Zuge einer Reparatur oder einer größeren Sanierung: Muss man in einem Altbau neue Heizungsrohre verlegen, dann ist das kein leichtes Unterfangen. Im Gegenteil: Die Rohrleitungen auszutauschen erfordert Fachwissen, Geduld und eine Menge Arbeit. Welchen Teil dieser Arbeit können Sie als Heimwerker auch selbst erledigen – und was für Materialien und Werkzeuge eignen sich dafür? Hier finden Sie alle Antworten.
Heizungsrohre verlegen – wann und warum?
Das Verlegen neuer Heizungsrohre kann aus ganz verschiedenen Gründen notwendig werden: etwa weil die Leitungen zu alt oder bereits beschädigt sind, weil sie eine Gefahr für Sicherheit und Gesundheit darstellen oder weil der Wert einer Wohnung oder eines Hauses gesteigert werden soll. Da ein Austausch bzw. eine Erneuerung der Versorgungsleistungen gerade in Altbauten relativ aufwendig und kostspielig ist, sollten entsprechende Arbeiten jedoch stets gut geplant und vorbereitet werden.
Auch als begabter Heimwerker sollten Sie in jedem Fall erfahrene Handwerker einschalten, wenn es um die Erneuerung von Heizungsrohren geht. Zwar können Sie einen Teil der Arbeit auch selbst übernehmen, unversicherte Fehler bei der Verlegung können jedoch schnell teuer werden.
Die richtige Planung und Vorbereitung
Bevor Sie Heizungsrohre und Versorgungsleitungen austauschen oder neu verlegen (lassen), müssen Sie sich zuerst einmal eine Übersicht verschaffen. Denn wie groß das Projekt wird, hängt maßgeblich davon ab, wie viele Heizkörper es gibt und wo diese in der Wohnung bzw. im Haus positioniert sind. Nicht weniger wichtig sind zudem Faktoren wie der Wärmebedarf, die Verlegeart und die Verputzmethode.
Sie können Tools zur Heizlastberechnung auch im Internet finden. Diese sind jedoch in der Regel weitaus ungenauer als die Experteneinschätzung. Vor allem deshalb, weil für exakte Resultate auch Faktoren wie Dämmung, Gebäudehülle und Lüftung in die Berechnung einbezogen werden müssen.
Aufputz- oder Unterputz?
Eine weitere wichtige Frage beim Verlegen neuer Heizungsrohre lautet: Werden die Leitungen per Aufputzverlegung oder Unterputzverlegung installiert? Hier erfahren Sie in aller Kürze, was diese beiden Methoden unterscheidet:
Auswahl der richtigen Materialien – das beste Rohr für Ihre Heizung
Bevor die Heizungsrohre verlegt werden, muss erst einmal über die Art der Rohre selbst entschieden werden. Immerhin spielt die Wahl des richtigen Materials eine wichtige Rolle mit Blick auf die Kosten, die Lebensdauer und die Effizienz des Heizungssystems. Die wichtigsten Vorteile der entsprechenden Rohrarten finden Sie hier kurz zusammengefasst:
Heizungsrohre im Altbau selbst verlegen – Schritt für Schritt zur Installation
Handelt es sich um keine allzu komplizierte Installation, können Sie das Verlegen von Heizungsrohren mit etwas handwerklichem Geschick und mit der richtigen Anleitung in Teilen auch selbst übernehmen. Hier finden Sie eine Material- und Werkzeugliste und eine Übersicht der wichtigsten Arbeitsschritte:
Materialien:
Rohrleitungen
Dichtungsband
Rohrschalen
Werkzeuge:
Rohrschneider
Presszange
Wichtig ist es bei der Verlegung vor allem, die Vor- und Rücklaufleitungen nicht zu verwechseln. Markieren Sie deshalb klar, welches Rohr für den Vorlauf und welches für den Rücklauf vorgesehen ist, um späteren Problemen zuvorzukommen.
Kostenfaktoren – was kostet das Verlegen von Heizungsrohren im Altbau?
Die Kosten für die Verlegung von Heizungsrohren können je nach Größe der Heizungsanlage und den verwendeten Materialien stark variieren. In jedem Fall sollten Sie sich jedoch auf Kosten im mittleren bis hohen vierstelligen Bereich einstellen (zwischen 3.000 und 7.000 Euro).
Dabei entfallen in der Regel rund 50 Prozent der Kosten auf das Material und 50 Prozent der Kosten auf die zu leistende Arbeit. Gerade in Bezug auf die Arbeitskosten lässt sich durch Eigenleistung natürlich gehörig sparen, auf einen Heizungsinstallateur sollten Sie jedoch im besten Fall nicht komplett verzichten. Allein für Arbeitsschritte wie die Dichtheitsprüfung ist ein Experte gefragt.












