An kalten Wintermorgen zaubert eine Fußbodenheizung ein Lächeln aufs Gesicht. Ihr wärmendes Wohlfühlklima macht sie für viele Haushalte zu einer beliebten Wahl. Doch bevor Sie in diesen Genuss kommen, steht die fachgerechte Verlegung der Fußbodenheizung an. Unsere BAUHAUS-Fachleute zeigen Ihnen in dieser Anleitung Schritt für Schritt, wie Sie Ihre Fußbodenheizung verlegen: von der Wahl des Systems und Werkzeugs bis hin zu Inbetriebnahme und Bodenbelag. Lesen Sie unsere Tipps und sorgen Sie jetzt für die kalte Jahreszeit vor.
1. Schritt: Planung und Vorbereitung
Bevor Sie Ihre Fußbodenheizung verlegen, gibt es einiges beachten. Unsere BAUHAUS-Fachleute zeigen Ihnen, wie Sie sich bestmöglich auf Ihr Heimwerker-Projekt vorbereiten.
Wasserführende oder elektrische Fußbodenheizung verlegen?
Zuerst sollten Sie entscheiden, ob Sie eine wasserführende oder elektrische Fußbodenheizung verlegen möchten:
Verlegeplan für die Fußbodenheizung erstellen
Bei der Verlegung einer Fußbodenheizung hilft ein Verlegeplan, der die genaue Positionierung der Heizrohre oder -matten festlegt: So verteilt sich die Wärme gleichmäßig und Sie erreichen die gewünschte Raumtemperatur. Zudem verhindert ein Verlegeplan mögliche Überlappungen oder Lücken im Heizsystem.
Beginnen Sie mit einer detaillierten Skizze des Raums: Berücksichtigen Sie dabei die Position von Möbeln, Türen und anderen festen Elementen. Planen Sie die Rohre oder Heizmatten so, dass sie eine gleichmäßige Wärmeverteilung gewährleisten. Je nach Rohrdicke und Heizsystem variieren die empfohlenen Verlegeabstände: Bei Wärmepumpen ist ein Abstand von zehn Zentimetern ideal, bei Gas, Holz, Pellets oder Öl sind bis zu 15 Zentimeter möglich.
Sie errechnen die Anzahl der Heizkreise, indem Sie die Raumgröße in Quadratmetern mit der Rohrmenge pro Quadratmeter multiplizieren.
Beispiel: Für einen Raum mit 25 Quadratmetern und einem Verlegeabstand von zehn Zentimetern benötigen Sie pro Quadratmeter 8,80 Meter Rohr und eine Rohrlänge von 220 Metern. Da ein Heizkreis nicht länger als 100 Meter Rohr sein sollte, entspricht dies drei Heizkreisen.
Beachten Sie bei einer wasserführenden Fußbodenheizung die Anschlüsse an die Heizungsanlage, den Verteiler und den Mischer. Bei einer elektrischen Fußbodenheizung ist die Platzierung des Thermostats wichtig.
Heizlast ermitteln
Bevor Sie Ihre Fußbodenheizung verlegen, ermitteln Sie auch die Heizlast: Denn dadurch bestimmen Sie die erforderliche Wärme, um einen Raum von null auf eine bestimmte Temperatur zu bringen. Sie können die Heizlast anhand DIN EN 12831 berechnen.
Zur Veranschaulichung eine Beispielrechnung mit einem Raum von 20 Quadratmetern Grundfläche. Um diesen Raum zu erwärmen, benötigen Sie insgesamt 1.100 Watt Heizleistung – pro Quadratmeter Fußbodenheizung sind folglich 55 Watt erforderlich.
Die Berechnung lautet:
1.100 W geteilt durch 20 m² ergibt 55 W/m².
Nach DIN EN 1264 berechnen Sie zudem die individuelle Wärmeleistung Ihrer Fußbodenheizung mithilfe folgender Formel:
q = 6,7 x aB x aT mT x aü mü x aD mD x dt (W/m²)
Legende:
aB: Fußbodenbelagsfaktor
aT: Teilungsfaktor
aü: Überdeckungsfaktor
aD: Rohr-Außendurchmesserfaktor
dt: Heizmittelübertemperatur
2. Schritt: Material & Werkzeug beschaffen
Sie haben alle Entscheidungen und Vorbereitungen rund um Ihre Fußbodenheizung getroffen? Dann können Sie nun das benötigte Material und Werkzeug beschaffen: Dazu zählen je nach System z. B. Rohrschneider, Rohrzange, Cuttermesser, Wasserwaage und Zollstock. Damit Sie den Überblick behalten, gibt es bei BAUHAUS auch praktische Gesamtpakete. Legen Sie am besten alles bereit, bevor Sie mit der Arbeit beginnen.
Gerne beraten Sie unsere Fachleute vor dem Fußbodenheizung verlegen zu den passenden Produkten und einzelnen Schritten – entweder online, telefonisch oder im BAUHAUS vor Ort.
Übrigens: Wenn Sie Fußbodenheizung und Zubehör nicht selbst transportieren können oder möchten, bringt Ihnen unser Lieferservice auch bequem alles nach Hause.
3. Schritt: Untergrund vorbereiten
Bevor Sie gleich Ihre Fußbodenheizung verlegen, stellen Sie zunächst sicher, dass der Boden sauber, trocken und eben ist. Entfernen Sie gegebenenfalls alte Bodenbeläge und glätten Sie Unebenheiten.
Wenn Sie die Fußbodenheizung auf Estrich verlegen, prüfen Sie zuerst, ob der vorhandene Estrich tragfähig und eben ist. Müssen Sie einen neuen Estrich anbringen, achten Sie auf die passende Art: Für Fußbodenheizungen eignet sich vor allem Zement- oder Anhydrit-Estrich. Lassen Sie den Estrich vollständig trocknen, bevor Sie mit der Verlegung des Bodenbelags starten.
Markieren Sie außerdem die Start- und Endpunkte gemäß Verlegeplan sowie den Verlauf auf dem Boden. Berücksichtigen Sie dabei Hindernisse wie Möbel oder fest installierte Elemente.
Häufige Fragen zum Fußbodenheizung verlegen
Unsere BAUHAUS-Fachleute beantworten Fragen, die viele Kunden rund um das Verlegen einer Fußbodenheizung stellen.
Wer verlegt eine Fußbodenheizung?
Erfahrene Heimwerker können selbst eine Fußbodenheizung verlegen – wenn Sie sich gut vorbereiten und alle Schritte sorgfältig planen. Möchten Sie die Arbeit jedoch abgeben, können Sie sich an Heizungsbauer, SHK-Betriebe oder Fachfirmen für Haustechnik wenden.
Auch unser BAUHAUS Montageservice hilft Ihnen gerne bei der fachgerechten Umsetzung.
Was kostet das Fußbodenheizung verlegen pro m2?
Wenn Sie eine Fußbodenheizung verlegen, hängen die Kosten zunächst vom System ab: Für elektrische Heizmatten zahlen Sie ab 20 Euro pro m². Wasserführende Systeme starten bei 30 bis 50 Euro pro m² – je nach Rohrart, Dämmung und Zubehör.
Hinzu kommen dann ggf. die Kosten für die Verlegung der Fußbodenheizung durch Profis: Rechnen Sie hier mit zusätzlichen 30 bis 50 Euro pro m². Fragen Sie am besten ein konkretes Angebot an – bei BAUHAUS erhalten Sie ein Festpreisangebot für das Produkt, notwendiges Zusatzmaterial und die Montageleistung.
Bei Heizspiegel erfahren Sie mehr zu den Kosten einer Fußbodenheizung und können sich zudem im Detail zu Heizenergieverbrauch, Heizkosten & Co. beraten lassen.
Wie lange dauert es, eine Fußbodenheizung zu verlegen?
Auch der zeitliche Aufwand fürs Fußbodenheizung verlegen unterscheidet sich je nach System: Elektrische Heizmatten verlegen Sie in einem Raum oft an einem Tag. Dagegen braucht eine wasserführende Fußbodenheizung zum Selbstverlegen mehr Zeit: Für 20 bis 30 m² sollten Sie 2 bis 3 Tage einplanen – inklusive Dämmung und Rohrverlegung. Dazu kommt ggf. die Trocknungszeit des Estrichs (je nach Art 1 bis 4 Wochen).









