Gründachaufbau: Das Prinzip grüner Dächer
Auf das – hoffentlich dichte – Dach kommt zunächst mindestens eine Lage wurzelfeste Folie. Darauf wird ein Wasser speicherndes Substrat geschüttet, dessen Zusammensetzung wahrscheinlich noch geheimer ist als die Coca-Cola-Formel. Jedenfalls konkurriert ein gutes Dutzend Hersteller darum, immer in Zusammenhang mit der eigentlichen Bepflanzung. Und die ist eine ebenso geheime Mischung aus Sedum, Dachwurz, Karthäusernelke, Felsennelke, Thymian, Wiesenmargerite oder Schnittlauch – ja, ein kleiner Kräutergarten ist inbegriffen, für den Sie allerdings jedes Mal aufs Dach steigen müssen.
Ohne nennenswerte Pflege wachsen diese Pflanzen viele Jahre lang auf dem Dach vor sich hin und bilden eine dauerhaft schützende Schicht. Je nach Zusammensetzung ergibt sich ein mehr oder weniger buntes Bild. Damit nicht eine Art allmählich die anderen verdrängt und eine Monokultur entsteht, ist es eventuell nötig nachzusäen. Und wenn das Substrat nicht genug Wasser speichern kann, müssen Sie bei längeren Trockenperioden möglicherweise auch einmal mit der Gießkanne oder dem Wasserschlauch aufs Dach.