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Immer häufiger blitzen sie einem in deutschen Städten und Landschaften entgegen: Solaranlagen auf dem heimischen Grundstück, im Garten oder sogar am Balkon werden immer beliebter.
Doch bevor Sie gleich die ersten Solarmodule bestellen, sollten Sie sich überlegen, wofür Sie die Anlage benutzen wollen. Im Folgenden erfahren Sie mehr über den Unterschied zwischen Solarthermie und Photovoltaik, ob Sie einen Wechselrichter und einen Stromspeicher brauchen und wie es um die Einspeisevergütung und die staatliche Förderung aktuell steht. Wenn Sie dann informiert und überzeugt sind, schauen Sie sich bei BAUHAUS um – hier finden Sie alles, was Sie für Ihre Solaranlage brauchen.
Zunächst einmal gilt es, die Begriffe zu klären. Denn auch wenn alle Solaranlagen Sonnenenergie in eine andere Energieform umwandeln, gibt es doch einen entscheidenden Unterschied – nämlich die Energieform, die Sie nutzen möchten:
Gut zu wissen: Auch wenn man manchmal noch von anderen Verfahren hört, sind für Privathaushalte nur Solarthermie- und Photovoltaikanlagen relevant.
Es gibt vieles, was für die private Solaranlage auf dem Dach, im Garten oder auf dem Balkon spricht:
Mit attraktiven Förderprogrammen unterstützt Sie der Staat beim Kauf Ihrer Solaranlage. Dazu später mehr.
Solaranlagen funktionieren mit dem „Rohstoff“ Sonnenstrahlung. Damit Sie genug davon einfangen können, ist eine verschattungsfreie Dachfläche die wichtigste Voraussetzung. Auch nicht unwichtig ist die Dachausrichtung: Den größten Ertrag erreichen Sie mit Dächern, die nach Süden ausgerichtet sind, aber auch Ost- und Westdächer sind möglich. Schließlich spielt auch die Dachneigung eine Rolle: Ideal ist eine Neigung zwischen 30 Grad und 60 Grad.
Außerdem muss natürlich die Sonne mitspielen. Abhängig von Wohnort, Wetter, Jahreszeit, Luftqualität, Menge der Sonnentage und Intensität der Strahlung, variiert auch die Leistung der Anlage. Wollen Sie genau wissen, wie es mit der Globalstrahlung (= Summe der Solarstrahlung) in Ihrer Region aussieht, können Sie beim Deutschen Wetterdienst nachschauen.
Unser Tipp: Wegen der Schwankung der Sonnenstrahlung sollten Sie Ihre Solaranlage als Ergänzung planen, zum Beispiel in Kombination mit einer Wärmepumpe oder Pelletheizung. So profitieren Sie von allen Vorteilen: der Sonnenstrahlung, wenn sie da ist, und der Versorgungssicherheit, wenn keine Sonne scheint – wobei Solaranlagen immer ein bisschen Leistung bringen, sogar bei schlechtem Wetter und im Winter.
Mit Photovoltaikanlagen erzeugen Sie Strom, den Sie selbst nutzen oder ins öffentliche Netz einspeisen können. Dafür wandeln die Solarzellen in den Solarpanels die Sonnenenergie in Gleichstrom um. Handelsübliche Endgeräte funktionieren aber nur mit Wechselstrom. Deshalb braucht es einen Wechselrichter, auch Netzeinspeisegerät genannt. Er macht aus Gleichstrom Wechselstrom – dieser Prozess ist aufwendig und kostet Energie..
Je mehr Leistung Sie erzeugen möchten, desto mehr Fläche ist notwendig. Wie viel Strom Sie gewinnen können, hängt also unter anderem von Ihrer Dachgröße ab. Gut zu wissen: Die Leistung von PV-Anlagen wird in Kilowatt Peak (kWp) gemessen – pro kWp sind um die 1.000 kWh Stromerzeugung pro Jahr möglich.
Ein Rechenbeispiel: Ein Single verbraucht jährlich im Schnitt 2.300 kWh, zwei Personen 3.000 kWh und vier Personen 4.000 kWh. Bei Einfamilienhäusern kommen meist Anlagen zwischen 7 und 15 kWp zum Einsatz. Für 1 kWp werden bei Verwendung eines 350-Watt-Moduls circa 5,5 Quadratmeter Fläche benötigt.
Eins vorweg: Die Anschaffungskosten für Solarenergie aus Photovoltaik sind höher als bei der Solarthermie. Bei hohem Stromverbrauch und einer Wärmepumpe lohnen sich Photovoltaikanlagen mit Speicher trotzdem. Betreiben Sie Ihre Wärmepumpe oder eine Direktheizung mit Solarstrom, senken Sie Ihre Heizkosten. Zudem geht bei diesem Anlagetyp keine Energie verloren – überschüssiger Strom können Sie ins Netz einspeisen oder in einem Stromspeicher speichern.
Eine PV-Anlage hält mindestens 25 Jahre und amortisiert sich nach etwa 10 bis 15 Jahren. Außerdem können Sie Ihre Photovoltaikanlage refinanzieren: Sie bekommen vom Staat ein Entgelt für überschüssigen Strom, den Sie ins Netz einspeisen – die Einspeisevergütung.
Auch wenn es äußerlich nicht den Anschein hat – Solarpanels für Solarthermie sind ganz anders aufgebaut als die Solarmodule von PV-Anlagen. In den Sonnenkollektoren von Solarthermieanlagen wird mit der Sonnenstrahlung eine Flüssigkeit aus Wasser und Frostschutzmittel erwärmt. Diese Mischung wird in einen Wärmespeicher geleitet. In diesem Wassertank, der zum Beispiel im Keller steht, wird damit das Wasser erwärmt, das Sie entweder gleich nutzen oder speichern können. Die abgekühlte Mischung fließt derweil wieder in die Kollektoren und wird erneut erwärmt, so dass ein effektiver Solarkreislauf entsteht.
Mit dem warmen Wasser aus dem Wassertank können Sie duschen, Waschmaschine oder Spülmaschine betreiben oder aber Ihre Heizung erwärmen. Rechnen Sie bei der Größe des Speichers mit circa 50 bis 80 Liter pro Person im Haushalt.
Solarthermieanlagen sind einfacher aufgebaut und günstiger in der Anschaffung als Photovoltaikanlagen. Sie amortisieren sich nach 15 bis 20 Jahren. Gut zu wissen: Solarthermieanlagen sind robust. Sie halten mindestens 30 Jahre, und es fallen kaum Wartungskosten an.
Da die Sonnenkollektoren kleiner als die Panels der Photovoltaikanlagen sind, brauchen sie nicht so viel Platz.
Sie sind Mieter, leben in einer Stadtwohnung oder haben wenig Platz am Haus? Kein Problem, es gibt mittlerweile Mini-Solaranlagen für die private Stromerzeugung. Sie passen auf den Balkon, in den Schrebergarten und aufs kleine Garagendach. Dazu gehören zum Beispiel Modelle wie Plug-in-Photovoltaikmodule, steckerfertige PV-Anlagen, Stecker-Solargeräte und Balkon-Module.
Grundsätzlich funktionieren sie wie große Photovoltaikanlagen, brauchen aber erheblich weniger Platz und sind viel günstiger. Ab circa 500 Euro können Sie schon recht effektiv Ihren eigenen Strom erzeugen. Bei einem Modul sind bis zu 300 Kilowattstunden (kWh) im Jahr möglich. Mit 1 kWh können Sie zum Beispiel sieben Stunden fernsehen oder ein Essen für vier Personen kochen.