Ob Fensterrahmen, Tür oder Stoßstange – Kunststoff lässt sich mit dem passenden Lack nicht nur schützen, sondern auch optisch aufwerten. Kunststoff lackieren kann allerdings schnell zur Herausforderung werden: Pinsel, Rolle oder Spray – womit den Kunststoff streichen? Wie hält der Lack auch wirklich dauerhaft? Brauchen Sie eine Grundierung oder nicht? In dieser Anleitung erfahren Sie alles über das Lackieren auf Kunststoff. Lesen Sie die Tipps unserer BAUHAUS-Fachleute und legen Sie einfach mit dem Streichen los.
1. Schritt: Planung und Vorbereitung
Damit Sie mit dem Lackierergebnis auch wirklich zufrieden sind, braucht es eine sorgfältige Vorbereitung. Unsere BAUHAUS-Fachleute geben Ihnen hier einen Überblick über die wichtigsten Fragen vor dem Kunststoff streichen.
Welche Kunststoffe lassen sich lackieren?
Nicht alle Kunststoffe lassen sich gleich gut lackieren: Vor allem harte, stabile Oberflächen können Sie leicht behandeln. Dazu gehören z. B. Gartenmöbel, Pflanzkübel, Mülltonnen, Dekofiguren, Tür- und Fensterrahmen oder auch Stoßstangen aus Kunststoff.
Beachten Sie auch: Leicht angeraut oder matt bekommt der Lack besseren Halt. Glänzende, stark beschichtete Flächen sollten Sie daher vor dem Kunststoff lackieren immer leicht anschleifen.
Etwas schwieriger wird es bei Polyethylen (PE) und Polypropylen (PP): Diese Kunststoffe sind sehr glatt und nehmen Lack nur schlecht an. Hier benötigen Sie einen speziellen Haftgrund.
Auch bei weichen Kunststoffen wie bestimmten PVC-Mischungen hilft Haftvermittler – oder Alternativen wie Spachtel und Kunststoff-Primer.
Kunststoff lackieren – welcher Lack eignet sich?
Womit den Kunststoff lackieren? Unsere Fachleute empfehlen, immer einen geeigneten Lack für Kunststoff oder Lack für Plastik zu wählen:
Für starke Beanspruchung sind 2K-Lacke (Zweikomponentenlacke) die beste Wahl – kratzfest, stoßfest und besonders langlebig.
Möchten Sie geruchsarm und umweltfreundlich Kunststoff lackieren, greifen Sie zu wasserlöslichem Acryllack.
Auch Alkyd- oder Kunstharzlacke eignen sich gut: Sie decken zuverlässig und sorgen für eine glatte Oberfläche.
Darüber hinaus gibt es speziellen Lack für Kunststoff im Außenbereich. Mit UV- und Witterungsschutz bleiben so z. B. auch Gartenmöbel oder Fensterrahmen wetterfest.
Ob Kunststoff-Lack in weiß oder bunt, matt oder glänzend – viele Produkte gibt es in verschiedenen Farbtönen und Ausführungen.
Lackieren auf verschiedenen Werkstücken
Kunststofffenster lackieren
Wenn Sie Fensterrahmen aus Kunststoff streichen möchten, eignet sich ein kleiner Pinsel für die Ecken und eine Schaumstoffrolle für die geraden Flächen. Fensterrahmen im Außenbereich sollten Sie mit einem wetterfesten Lack für Kunststoff lackieren. Produkte mit UV-Schutz sorgen dafür, dass die Farbe lange hält.
Kunststofftüren streichen
Sie möchten Kunststofftüren streichen? Dann planen Sie ausreichend Zeit ein: Türen haben große Flächen und oft Kanten, die etwas mehr Aufwand beim Kunststofflackieren bedeuten.
Neben den allgemeinen Vorbereitungen – Reinigen, Anschleifen und Abkleben – sollten Sie vorab alle Beschläge mit einem Schraubenzieher entfernen. Für ein gleichmäßiges Ergebnis nutzen Sie dann eine Schaumstoffrolle für die Fläche und einen kleinen Pinsel für Kanten und Vertiefungen.
Wenn die Tür im Außenbereich liegt, wählen Sie einen wetterfesten Kunststofflack.
Auto-Kunststoff lackieren
Beim Kunststoff lackieren am Auto kommt es auf etwas Geduld und das richtige Material an: Außenliegende Kunststoffteile sind oft stark beansprucht. Verwenden Sie hier in jedem Fall einen speziellen Haftvermittler.
Danach tragen Sie den passenden Autolack auf – idealerweise als Spray für Kunststoff. Halten Sie dabei rund 20 cm Abstand und arbeiten Sie in mehreren dünnen Schichten. Mit zusätzlichem Klarlack können Sie auch Kunststoff-Stoßstangen lackieren, ohne dass sich die Farbe bald wieder ablöst.







