Naturstein-Pflasterweg verlegen

Naturstein-Pflaster: Frisch verfugt sehen alte Bruchplatten aus wie neu

Natursteine sind ein erprobtes und dauerhaftes Baumaterial für Terrassen, Mauern, Treppen und – in diesem Fall – für Wege. Die roh gebrochenen Polygonalplatten sehen sehr natürlich aus, passen sich ihrem Umfeld an und altern – gemeinsam mit der Natur – in Würde. Die Verlegung erfordert allerdings etwas Geduld: Stück für Stück müssen Sie die Steine auswählen, einpassen und in einem Gemisch aus Sand und Zement fest verlegen.

Der Weg aus Naturstein-Pflaster ist nur ein Gestaltungselement des BAUHAUS Ratgebers Familiengarten anlegen. Wie Sie die große Holzterrasse mit Holzsteg, eine Gabionenbank, einen Rollrasen und eine große Sandspielfläche bauen und anlegen, lesen Sie hier:

1. Bruchsteinplatten und Untergrund vorbreiten

Naturstein-Pflaster: ausgediente Bruchstein-Platten

Anders als zum Beispiel Garagenauffahrten sind Gartenwege wenig belastet – den Pflasterweg aus Naturstein können Sie entsprechend „auf Sand“ bauen: Heben Sie das Erdreich aus und verdichten den Untergrund. Berücksichtigen Sie dabei ein Oberflächengefälle von ein bis zwei Prozent zu den Seiten hin – so müssen Sie keine zusätzliche Dränage legen. Auf das so verdichtete Erdreich verteilen Sie nun den Sand als Tragschicht, den Sie ebenfalls verdichten. Für Fußwege reichen in der Regel 15 bis 25 Zentimeter. Sortieren und reinigen Sie außerdem die ausgedienten Bruchsteinplatten.

Rüttelplatten und Stampfer gibt es im BAUHAUS Leihservice.

Naturstein-Pflaster: Randeinfassung

Gepflasterte Flächen brauchen eine stabile Randeinfassung, zum Beispiel aus kleinformatigen Natursteinen. Sie sichern die Pflasterränder gegen Verrutschen und werden im Zementbett mit seitlicher Begrenzung verlegt.

2. Bruchsteinplatten im Sand-Zementbett verlegen

Natursteinpflaster: Platten auswaehlen und einlegen Naturstein-Pflaster: Steine in ein Sand-Zement-Gemisch setzen

Wählen Sie beim Verlegen die Natursteine nun so aus, dass ein harmonisches Gesamtbild entsteht. Sie können einzelne Platten auch geringfügig ändern, wenn Nasen oder Ecken hervorstehen. Im Allgemeinen lässt man aber die Steine, wie sie sind.

Setzen Sie die ausgewählten Steine in ein Gemisch aus Sand und Zement und klopfen Sie jeden Stein in der richtigen Lage leicht an.
 

Naturstein-Pflaster verlegen: Bruchstein-Platten ins Sand-Zement-Bett legen

Kontrollieren Sie mit einer Wasserwaage, die eben- und gleichmäßige Höhe des Belages – einzelne Steine gegebenenfalls mit einem Gummihammer tiefer einklopfen.

Naturstein-Pflaster: Wasser auf Sand-Zement-Gemisch giessen

Sind alle Platten verlegt und sitzen fest im Sand-Zementbett, kehren Sie die Fläche sorgfältig ab und schlämmen sie anschließend mit Wasser aus der Gießkanne ein.

Naturstein-Pflaster: Moertel mit einem Schwamm entfernen Naturstein-Pflaster: Fugenmoertel einschlaemmen

Nachdem sich das Sand-Zement-Gemisch gesetzt hat, tragen Sie abschließend entweder Fugenmörtel abschnittsweise auf (überschüssigen Mörtel auf den Platten entfernen Sie sofort mit einem nassen Schwamm) oder Sie verfahren nach der Gießmethode. Dabei wird die angemischte Fugenmasse nicht eingeschlämmt sondern direkt in die uneinheitlich breiten Fugen (5 bis 50 mm) und leicht über den Rand gegossen. Nach ca. 30 bis 45 Minuten stoßen Sie den überstehenden Fugenmörtel mit einer Kelle flach ab. Glätten Sie danach die Fugen mit einem feuchten Schwamm und reinigen die Plattenränder.

Bildergalerie Naturstein-Pflasterweg verlegen

Alternative Wegbeläge

Anstelle von gepflasterten Wegen können Sie auch schnell aufzubringende Beläge aus buntem Kies, Splitt, Holzhäcksel oder Rindenmulch wählen. Der Vorteil der beiden letztgenannten: Die Holzhäcksel gibt es, wenn Astabschnitte selbst zerlegt werden, zum Nulltarif und Sie laufen darauf wie auf einem weichen Waldboden. Allerdings müssen Sie die Häcksel und auch den Rindenmulch häufiger erneuern.

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