Hochbeet bauen

Ratgeber Hochbeet: Garantia Hochbeet Ergo; Bildquelle: BAUHAUS Prospekt Holz im Garten, 2017

Ein Hochbeet bietet zahlreiche Vorteile: Der Rücken wird bei der Arbeit entlastet – denn beim Pflanzen und Ernten von Gemüse wie Radieschen, Erbsen, Gurken, Sellerie, Lauch, Kohl, Spinat, Kartoffel oder Tomaten ist kein Bücken nötig. Höher als beim normalen Beet ist auch die Bodentemperatur, was für schnelleres Wachstum und reichere Erträge sorgt. Letztere bleiben in ihrer „erhabenen“ Position sicher vor ungebetenen Gästen wie Schnecken, Wühlmäusen und Co. Willkommen dagegen sind Gartenabfälle: Zerkleinerte Äste, Rasenschnitt und Laub tragen im Zug ihres Verrottungsprozesses zur Wärme und Nährstoffbildung bei – was wiederum die Pflanzen in die Höhe treibt. Sie benötigen auch gar keine große Fläche – selbst auf Balkon oder Terrasse können Sie erfolgreich aus dem Hochbeet ernten! In dieser Bauanleitung erhalten Sie wertvolle Tipps, wie Sie ein Hochbeet planen und bauen.

1. Hochbeet planen

Ratgeber Hochbeet: Reiche Ernte auf kleinstem Raum; Bildquelle: BAUHAUS Prospekt Holz im Garten, 2017

Ein Hochbeet können Sie entweder selbst bauen oder Sie greifen auf einen praktischen Bausatz für Hochbeete aus vorgefertigten Elementen zurück. Neben der gewünschten Größe müssen Sie sich hier nur für das Material des Hochbeetes entscheiden. Sie haben beispielsweise die Auswahl aus Holz (z. B. naturbelassene, dauerhafte Lärche), Metall (z. B. Wellblech) oder Recyclingkunststoff. Der Aufbau geht dann – am besten zu zweit – recht schnell. Benötigte Schrauben, Dübel und Zubehörteile sind im Bausatz schon enthalten. Es gibt aber auch Hochbeete, die ganz ohne Aufbau einfach aufgestellt werden können.

Hochbeete aus Holz eignen sich besonders für kleinere Gärten und Terrassen und sind, kreativ bepflanzt, gleichzeitig dekorativer Sicht- und Windschutz. Ebenso leicht zu montieren sind Hochbeete aus Recyclingkunststoff. Entweder sind sie aus einem Guss gefertigt oder werden im einfach zu montierenden Steckprinzip angeboten. Außerdem sind sie absolut witterungsbeständig. Gleiches gilt für Hochbeete aus Metall, die, neben der modernen, hochwertigen Optik, besonders leicht zu reinigen sind.

Hochbeete – Materialvielfalt nach Bedarf

2. Hochbeet Aufbau

Ratgeber Hochbeet: Hochbeet Format festlegen; Bildquelle: BAUHAUS Prospekt Holz im Garten, 2017

Los geht’s mit dem Hochbeet-Bau! Das Frühjahr oder der Herbst sind die beste Jahreszeit, um ein Hochbeet anzulegen, weil jetzt zahlreiche Pflanzenabfälle für die Füllung des Beetes zur Verfügung stehen. Wählen Sie zunächst den Standort aus und markieren die Fläche. Das Hochbeet sollte möglichst in Nord-Süd-Ausrichtung liegen und schattenfrei sein. An Material benötigen Sie recht wenig: vier Eckpfosten, einige Glattkantbretter (unbehandeltes Holz von Eiche, Lärche oder Douglasie) und zum Versschrauben der Bretter am besten Edelstahlschrauben. Außerdem Teichfolie und ein Gitter.

Beachten Sie: Haben Sie sich für einen Hochbeet-Bausatz entschieden, folgen Sie den Herstellerangaben zum Aufbau, für Werkzeug und Material.

Ratgeber Hochbeet: Boden abtragen; Bildquelle: BAUHAUS Prospekt Holz im Garten, 2017

Heben Sie den Boden auf der markierten Fläche rund 20 bis 30 Zentimeter tief aus. Damit überschüssiges Regen- oder Gießwasser später abfließen kann (der Wasserbedarf ist im Hochbeet größer als im normalen Gemüsebeet), füllen Sie den Untergrund mit Kies oder Sand auf.

Ratgeber Hochbeet: Beetumrandung bauen; Bildquelle: BAUHAUS Prospekt Holz im Garten, 2017

Bauen Sie nun die Beetumrandung (wahlweise Bretter aus Holz, Stein, Metall oder Kunststoff). Bei Holz beachten Sie, dass die Seitenwände keinen direkten Kontakt mit dem Boden haben sollten. Legen Sie deshalb außen einen Randstreifen aus Kieselsteinen oder Steinplatten.

Ratgeber Hochbeet: Drahtgeflecht auslegen; Bildquelle: BAUHAUS Prospekt Holz im Garten, 2017

Legen Sie den Boden des Hochbeetes mit einem Gitter (z. B. Maschendraht) aus – so schützen Sie Ihre Pflanzen vor Wühlmäusen und Maulwürfen.

Ratgeber Hochbeet: Beetumrandung mit Folie auskleiden; Bildquelle: BAUHAUS Prospekt Holz im Garten, 2017

Kleiden Sie bei einem Beet aus Holz die Innenwände mit Teichfolie aus. Sie verhindert, dass die Feuchtigkeit des Komposts das Holz angreift. Schlagen Sie hierzu die Folie an der Oberkante rund fünf bis zehn Zentimeter um und tackern sie fest.

 Wie Sie das Hochbeet anschließend befüllen und bepflanzen, erfahren Sie in folgenden Ratgebern:

Kräuterspirale anlegen

An sonnigen Orten mit durchlässigen Böden entwickeln sich die meisten Kräuter am besten. Viele der mediterranen Arten wachsen auch ohne Düngemittel recht gut. Besser gedeihen eine Menge der würzigen, schmackhaften und oft heilsamen Pflanzen aber auf gut vorbereiteten, humosen Böden. Manche Arten kommen auch mit Schatten und mehr Feuchtigkeit zurecht.

Wollen Sie in Ihrem Garten viele verschiedene Kräuter mit unterschiedlichen Ansprüchen an Standort und Boden anbauen und ernten, dann empfiehlt sich der Bau einer Kräuterspirale oder -schnecke: Auf einer markierten Linie bauen Sie eine spiralförmig ansteigende Trockenmauer auf und füllen diese mit Erde an. Eine Sumpf- oder Wasserzone richten Sie nun am besten im Süden der Kräuterspirale ein - beispielsweise am Rand eines kleinen Folienteiches. Reichern Sie hier die Pflanzerde außerdem mit Kompost an. Weiter nach oben mischen Sie immer mehr Sand unter. An der Spitze fügen Sie Kalk hinzu. So entstehen verschiedene Bereiche (Wasserzone, Feuchtzone, Normalzone und Trockenzone), an denen sich die unterschiedlichsten Kräuter wohlfühlen:

  • Kräuter für die Wasserzone: Brunnenkresse, Bachbunge oder Wasserminze
  • Kräuter für die Feuchtzone: Kerbel, Schnittlauch, Schnittknoblauch sowie Petersilie
  • Kräuter für die Normalzone: Koriander, Oregano, Pimpinelle, Portulak, Ysop oder Zitronenmelisse
  • Kräuter für die Trockenzone: Currykraut, Lavendel, Majoran, Salbei oder Thymian

 

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