Brände entstehen oft schneller als gedacht: Ein defektes Kabel, eine vergessene Kerze oder ein Fettbrand in der Küche können innerhalb von Sekunden große Schäden verursachen. Die größte Gefahr sind nicht nur die Flammen selbst, sondern vor allem die giftigen Rauchgase, die sich schnell ausbreiten. Mit dem richtigen Brandschutz sichern Sie Ihr Zuhause und Ihre Gesundheit ab. Unsere BAUHAUS-Fachleute zeigen Ihnen, welche Maßnahmen im privaten Bereich vorgeschrieben sind. Erfahren Sie außerdem, wie Sie Ihr Haus oder Ihre Wohnung mit Rauchmeldern, Feuerlöschern oder Feuerschutztüren gegen Brände absichern können.
Gesetzliche Grundlagen zum Brandschutz im Wohnbereich
Im privaten Bereich regeln die Landesbauordnungen (LBO) den Brandschutz. Je nach Bundesland unterscheiden diese sich zwar, enthalten jedoch viele gemeinsame Vorgaben. Für Sie als Eigentümerin oder Eigentümer heißt das: Einige Maßnahmen sind Pflicht, andere werden dringend empfohlen.
Da jedes Bundesland eigene Vorgaben hat, sollten Sie sich vor dem Neubau oder Umbau immer informieren. Weitere Informationen zu den gesetzlichen Vorgaben finden Sie im Ratgeber „Brandschutz in Wohngebäuden“ von CWS.
Rauchmelderpflicht in allen Bundesländern: Seit einigen Jahren gilt in allen 16 Bundesländern die Pflicht, Rauchwarnmelder in Wohngebäuden einzubauen. In der Regel müssen Sie diese in Schlafräumen, Kinderzimmern und in Fluren anbringen, die als Rettungswege dienen. Achten Sie darauf, die Rauchmelder regelmäßig zu prüfen und funktionsfähig zu halten.
Regeln zu Flucht- und Rettungswegen: Sorgen Sie dafür, dass Flucht- und Rettungswege jederzeit frei und gut zugänglich sind. Das betrifft vor allem Treppenhäuser, Flure und Kellerausgänge. Vermeiden Sie es daher, Möbel, Kinderwagen oder Fahrräder dauerhaft dort abzustellen. Im Brandfall könnten sie sonst den Fluchtweg ins Freie blockieren.
Pflicht zu Feuerschutztüren bei Neubau oder Sanierung: Wenn Sie neu bauen oder größere Sanierungen vornehmen, müssen Sie häufig Feuerschutztüren einbauen – beispielsweise zwischen Garage und Wohnhaus oder zwischen Heizraum und Wohnbereich. Diese Türen schließen selbstständig und halten Feuer sowie Rauch für eine bestimmte Zeit zurück. Dadurch verschaffen sie Ihnen und Ihrer Familie wertvolle Zeit für die Evakuierung.
Verantwortung von Eigentümerinnen und Vermietern: Für die Einhaltung der Vorschriften sind in erster Linie Eigentümerinnen und Eigentümer verantwortlich. Bei Mietwohnungen regeln die Landesgesetze, ob der Einbau von Rauchmeldern Vermietersache ist – die regelmäßige Kontrolle und Wartung liegt jedoch oft bei den Mieterinnen und Mietern. Wer ein Haus oder eine Wohnung besitzt, sollte die gesetzlichen Anforderungen kennen und dokumentieren, dass diese erfüllt sind.
Brandschutz im Haushalt: Welche Maßnahmen sind sinnvoll?
Gesetze geben den Mindeststandard vor – doch wer sein Zuhause wirklich sicher machen möchte, sollte darüber hinaus weitere Maßnahmen ergreifen. Wir zeigen Ihnen deshalb, welche Geräte und Vorkehrungen im Alltag unverzichtbar sind und wie Sie Ihr Haus oder Ihre Wohnung wirksam vor Brandgefahren schützen.
Legen Sie für Ihr Zuhause einen persönlichen Ablauf- und Notfallplan fest. Besprechen Sie mit Ihren Mitbewohnern bzw. ihrer Familie, wie Sie sich im Brandfall verhalten, welche Fluchtwege sie am besten nutzen und wo ein sicherer Treffpunkt ist.
Häufige Fragen zum Brandschutz
Unsere BAUHAUS-Fachleute beantworten Fragen, die viele Kunden rund um den Feuerschutz stellen.
Wer kontrolliert den Brandschutz im Eigenheim?
In erster Linie sind Sie als Eigentümer oder Eigentümerin selbst dafür verantwortlich, die gesetzlichen Brandschutzvorgaben, wie die Rauchmelderpflicht, einzuhalten. In der Regel gibt es keine regelmäßige staatliche Kontrolle in Privathäusern. Die Einhaltung wird meist nur bei größeren Neubauten oder Sanierungen sowie im Schadensfall (z. B. nach einem Brand) von den Behörden überprüft.
Welchen Feuerlöscher benötige ich für welchen Brand?
Feuerlöscher sind nach sogenannten Brandklassen eingeteilt. Sie erkennen die jeweilige Klassifizierung an den Symbolen auf dem Gerät:
Brandklasse A (feste Stoffe): Geeignet für Holz, Papier, Textilien. Hierfür eignen sich Wasser- oder Schaumlöscher.
Brandklasse B (flüssige Stoffe): Geeignet für Benzin, Öle, Lacke. Hier sind Schaum- oder Pulverlöscher die richtige Wahl.
Brandklasse C (Gase): Geeignet für Propan, Butan, Erdgas. Für diese Brände sind Pulver- oder Kohlendioxidlöscher (CO2-Löscher) vorgesehen.
Brandklasse F (Speiseöle/-fette): Speziell für Fettbrände in der Küche. Verwenden Sie hierfür ausschließlich spezielle Fettbrandlöscher. Niemals mit Wasser löschen, da dies eine explosionsartige Fettexplosion verursachen kann.
Womit löscht man Elektrobrände?
Brände an elektrischen Geräten oder Leitungen zählen zur Brandklasse A und B. Hierfür sind Pulver- oder CO2-Löscher am besten geeignet, da sie den Strom nicht leiten. Achten Sie immer auf die Angaben des Herstellers auf dem Feuerlöscher: Dort wird angezeigt, bis zu welcher Spannung er eingesetzt werden darf. Kappen Sie, wenn möglich, vor dem Löschversuch die Stromzufuhr.
Wie oft müssen Feuerlöscher gewartet werden?
Lassen Sie Ihre Feuerlöscher alle zwei Jahre von einem zertifizierten Fachbetrieb überprüfen. Auf diese Weise wissen Sie sicher, dass alle Löscher funktionsfähig und im Brandfall einsatzbereit sind. Das Datum der nächsten Wartung finden Sie auf dem Prüfsiegel am Gerät.






