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Ob dunkle Ecke an der Garage, altes Mauerwerk oder als Sichtschutz an der Grenze zum Nachbargrundstück: Wo immer es im Garten oder auf dem Balkon etwas zu verdecken oder mit Farbe zu verschönern gibt, kommen Kletterpflanzen zum Einsatz. Clematis (Waldrebe), Efeu, Blauregen & Co. begeistern ebenso wie Wilder Wein mit frischem Grün und teilweise prachtvollen Blüten.
Bei BAUHAUS finden Sie online und im Stadtgarten vor Ort eine große Auswahl an Kletterpflanzen und Rankhilfen. Welche Pflanze an welchem Standort wächst und welche immergrün oder winterhart sind, erfahren Sie im Folgenden.
Eins haben alle der über 2.500 Kletterpflanzen-Arten gemeinsam: Sie haben keinen vertikalen Stamm, der ihre Triebe trägt, und müssen daher an umliegenden Strukturen – Steine, andere Pflanzen, aber auch Wände und Zäune – emporwachsen. Und das tun sie oft in rasanter Geschwindigkeit!
Zu den beliebtesten blühenden Kletterpflanzen zählen:
Die beliebtesten immergrünen Kletterpflanzen sind:
Grundsätzlich gibt es drei Arten, Kletterpflanzen zu klassifizieren: nach Standort, Lebenszeit oder nach Wuchsform.
Um zu wissen, welche Pflanze am gewünschten Platz emporklettern kann, sollten Sie sich zuerst die Wuchsform ansehen.
Selbstklimmer besitzen an der lichtabgewandten Seite speziell ausgebildete Haftorgane, mit denen sie an Oberflächen wie Fassaden und Mauern scheinbar festzukleben scheinen. Je höher die Pflanze wächst, desto mehr Haftorgane bildet sie aus (und desto schwerer ist sie auch wieder zu entfernen!). Der Vorteil: Ohne große Unterstützung begrünen Selbstklimmer auch große Flächen wie Häuserwände und Mauern. Beliebte Selbstklimmer sind Trompetenblumen und Wilder Wein.
Gerüstkletterer brauchen, wie der Name schon vermuten lässt, eine Rankhilfe, an der sie gestützt und gehalten werden. Meist sind diese Rankhilfen Gerüste aus Holz oder Metall. Während Rankpflanzen wie Clematis und Passionsblume besonders dünne Kletterhilfen, z.B. aus Draht, brauchen, winden sich Schlingpflanzen wie das Echte Geißblatt an Kletterhilfen nach oben, und Spreizklimmer nutzen lange, sparrige Triebe, die oft auch Dornen besitzen, um sich festzuhalten. Bekannte Spreizklimmer sind Brombeere und Winterjasmin.
Freistehende Kletterpflanzen können genau das zumindest in gewissem Maße: frei stehen – allerdings erst nach mehreren Jahren. Bis dahin ist auch diese Gattung, zu der zum Beispiel das Efeu und die Kletterhortensie gehören, auf Rankhilfen angewiesen.
Wie bei allen Pflanzen gilt auch hier: manche so, manche so. Deshalb sollte das zweite Kriterium bei der Wahl Ihrer Kletterpflanzen der Standort sein. Das spielt besonders dann eine Rolle, wenn Sie mit der Pflanze Unreinheiten oder kleine Makel im Mauerwerk an der Gartenmauer oder am Gartenhaus kaschieren möchten. Nach Süden ausgerichtete Wände bekommen sehr viel Sonne ab, während an Nordseiten immer kühler Schatten herrscht. Eine Pergola dagegen ist perfekt, wenn Sie prachtvoll blühenden Kletterpflanzen eine Bühne in Ihrem Garten bieten möchten.
In der Sonne fühlen sich besonders blütenträchtige Kletterpflanzen wohl. Da sie an einem sonnigen, warmen Ort besonders gut gedeihen, brauchen diese Pflanzen tragkräftige Kletterhilfen, an denen sie dann aber auch besonders dekorativ emporranken können. Kletterrosen zählen ebenso zu den betörenden Sonnenanbeterinnen wie der Blauregen.
Halbschatten – also Bereiche des Gartens oder Balkons, die im Verlauf des Tages nur fünf bis sechs Stunden abbekommen, sind die Heimat der meisten Gerüstkletterer. Dazu gehören zum Beispiel Waldrebe – auch Clematis genannt –, Geißblatt und Hopfen. Kletterpflanzen im Halbschatten brauchen einen mäßig bis sehr feuchten und nährstoffreichen Boden, um optimal zu wachsen.
Auch im Schatten sind einige Kletterpflanzen gut aufgehoben. Oft bilden diese Überlebenskünstler prachtvolle Blätterdecken und Blüten aus, wie zum Beispiel die Kletterhortensie beweist. Ohne Blüten, aber mit sattem Grün sorgen Efeu und Wilder Wein rund ums Jahr für dichten Bewuchs. Dazu brauchen sie nur einen ausreichend feuchten Boden und eine Oberfläche, an der sie haften können.
Einjährige Kletterpflanzen blühen genau ein Mal und sterben dann ab. Davor begeistern sie allerdings meist mit einer wahren Blütenpracht. Weiterer Vorteil: Duftwicke, Prunkwinde & Co. wachsen extrem schnell und bilden schon in kürzester Zeit Blüten aus. Zur Überwinterung sind einjährige Pflanzen nicht geeignet.
Mehrjährige Kletterpflanzen wie Blauregen, Clematis und Winterjasmin dagegen bezaubern mehrmals mit ihrer Blütenpracht, müssen dafür aber auch in Form geschnitten werden. Viele mehrjährige Kletterpflanzen wie das Echte Geißblatt sind winterhart.
Kletternde Pflanzen sehen nicht nur schön aus. Neben ihrer Aufgabe als Augenschmaus können sie vielfältige andere Zwecke erfüllen:
Noch ein Tipp: Auch auf dem Balkon im Kübel fühlen sich viele Kletterpflanzen wohl und begrünen dort die Fassade oder schirmen den Balkon vor neugierigen Blicken ab. Alles, was Sie dafür brauchen, sind ausreichend große Pflanzkübel, Erde und Rankhilfen. Der robuste Efeu gedeiht sogar als Zimmerpflanze prächtig.
Haben Sie auch eine Wand im Garten, die Sie begrünen möchten? Dann nichts wie los in den BAUHAUS Stadtgarten! Denn vor Ort und im Online-Shop finden Sie eine große Auswahl an Kletterpflanzen von blühend bis immergrün, die für einen wunderschönen Blickfang sorgen und nicht viel Pflege brauchen. Kommen Sie vorbei – wir freuen uns auf Sie!