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Kaufberatung für Eckduschen
Mit einer Eckdusche nutzen Sie die Raumecke gezielt für Ihren Duschbereich. Verschiedene Größen, Formen und Ausführungen bieten passende Lösungen für unterschiedliche Badgrundrisse. Dabei verbindet die Eckdusche eine kompakte Bauweise mit einem komfortablen Einstieg. Entdecken Sie Modelle für kompakte Raumverhältnisse ebenso wie für großzügig geplante Duschbereiche.
Eckdusche im Bad: Wofür sich der Eckeinstieg lohnt
Eckduschen zählen vor allem bei kleinen und mittelgroßen Raumverhältnissen zu den häufigsten Bauformen. Sie nutzen eine Raumecke als Duschplatz und kommen dabei mit zwei vorhandenen Wänden aus. Dadurch bleibt mehr freie Fläche für andere Sanitärobjekte wie WC oder Badewanne. Auch bei schmalen Grundrissen nutzen Sie den vorhandenen Raum damit gezielt aus.
Platzsparend in der Ecke: Eine Eckdusche belegt nur die Fläche in der Raumecke. Dadurch bleibt daneben häufig noch ausreichend Platz für eine Badewanne, ein WC oder einen Waschtisch. Gerade bei begrenzter Raumfläche erleichtert das eine durchdachte Aufteilung.
Eckeinstieg spart Türschwenk: Beim klassischen Eckeinstieg öffnen sich zwei Türhälften zur Ecke hin. Je nach Modell laufen oder falten sie sich entlang der Duschabtrennung. Dadurch benötigen sie keinen zusätzlichen Schwenkbereich vor der Dusche. Das is vor allem praktisch, wenn Möbel oder Sanitärobjekte nah am Duschplatz stehen.
Stabiles Sicherheitsglas: Viele Eckduschen bestehen aus Einscheibensicherheitsglas, kurz ESG. Bei einem Bruch zerfällt ESG nach DIN EN 12150 in kleine stumpfkantige Krümel statt in scharfkantige Splitter. Dadurch sinkt das Verletzungsrisiko gegenüber gewöhnlichem Glas deutlich.
Passende Maße für jeden Grundriss: Quadratische Eckduschen sind beispielsweise in Größen von 80 × 80 bis 100 × 100 erhältlich. Für längliche Flächen bieten sich rechteckige Varianten an. Viele Modelle besitzen zusätzlich verstellbare Wandprofile. Diese gleichen Unebenheiten oder Maßabweichungen von bis zu 20 mm aus.
Schiebetür oder Drehtür? Die passende Bauform finden
Bei Eckduschen bestimmt vor allem die Türart, wie viel Bewegungsfläche vor und innerhalb der Dusche benötigt wird. Schiebetüren kommen ohne Schwenkbereich aus. Dreh- und Pendeltüren bieten dagegen häufig einen besonders großzügigen Einstieg. Welche Bauform am besten passt, hängt daher vom Grundriss und vom freien Platz rund um die Dusche ab.
Schiebetür Eigenschaften: Türen laufen auf Rollen zur Seite, kein Ausschwenken in den Raum Einsatzbereich: kleine Badezimmer, wo vor der Dusche wenig Platz ist
Dreh-/Pendeltür Eigenschaften: Tür schwenkt auf; Pendeltüren öffnen nach innen und außen Einsatzbereich: Badewannen mit Freiraum davor; bequemer, breiter Einstieg
Falttür Eigenschaften: Türblatt klappt beim Öffnen platzsparend zusammen Einsatzbereich: sehr enge Nischen, in denen jede Schwenkfläche zählt
Rundduschen/Viertelkreis Eigenschaften: gebogene Front, Einstieg über gerundete Schiebe- oder Pendeltür Einsatzbereich: sehr kleine Bäder; die gerundete Form ragt kaum in den Raum
Eckdusche einbauen: So gelingt die Montage
Sie können eine Eckdusche sowohl auf einer vorhandenen Duschwanne als auch auf einer bodengleichen Duschfläche montieren. Entscheidend sind exakte Maße und eine saubere Ausrichtung der Profile. Prüfen Sie vor der Montage außerdem die Herstellerangaben. Je nach Modell können sich Befestigung, Abdichtung und Reihenfolge der Arbeitsschritte unterscheiden.
- Schritt: Messen Sie das Eckmaß der Duschwanne oder der bodengleichen Fläche mit einem Maßband oder Zollstock exakt aus. Berücksichtigen Sie dabei den Verstellbereich der Wandprofile. Bei vielen Modellen gleichen die verstellbaren Wandprofile Maßabweichungen von bis zu 20 mm aus. Legen Sie zusätzlich fest, auf welcher Seite sich der Türanschlag befinden soll. Prüfen Sie dabei, ob Türen oder Griffe mit Waschtisch, WC oder Heizkörper kollidieren könnten.
- Schritt: Halten Sie die Wandprofile an die vorgesehene Position und richten Sie sie mit einer Wasserwaage exakt senkrecht aus. Zeichnen Sie die Bohrpunkte mit einem geeigneten Stift an. Bohren Sie die Löcher anschließend mit einer Bohrmaschine und einem zum Untergrund passenden Bohrer. Danach verschrauben Sie die Profile mit einem Schraubendreher oder Akkuschrauber lotrecht. Kontrollieren Sie die Ausrichtung erneut, bevor Sie die Glaselemente einsetzen.
- Schritt: Setzen Sie die feststehenden Glaselemente vorsichtig in die Wandprofile ein. Richten Sie beide Seitenwände rechtwinklig zueinander aus. Anschließend montieren Sie vorhandene Stabilisierungsstangen oder Querstreben. Sie geben der Konstruktion zusätzlichen Halt und sorgen dafür, dass die Glaselemente ihre Position behalten.
- Schritt: Montieren Sie Schiebetüren in den vorgesehenen Lauf- und Führungsschienen. Ziehen Sie Schrauben und Beschläge mit dem dafür vorgesehenen Werkzeug fest. Justieren Sie anschließend Rollen oder Beschläge so, dass die Türen gleichmäßig laufen. Prüfen Sie, ob sich die Türen leicht öffnen und schließen, ohne am Rahmen oder an der Duschwanne zu schleifen.
- Schritt: Dichten Sie die vorgesehenen Übergänge zu Wand und Wanne mit Sanitärsilikon ab. Tragen Sie das Silikon mit einer Kartuschenpresse gleichmäßig auf und glätten Sie die Fuge mit einem Fugenglätter. Orientieren Sie sich dabei an der Montageanleitung des Herstellers. Bei vielen Modellen tragen Sie das Sanitärsilikon nur auf der Außenseite der Duschabtrennung auf. Lassen Sie das Silikon anschließend mindestens 24 Stunden oder entsprechend der Herstellerangabe aushärten. Nutzen Sie die Dusche erst danach zum ersten Mal.
Kontrollieren Sie zum Schluss die Magnet- und Dichtleisten. Die Türen sollten sauber schließen und das Wasser zuverlässig im Duschbereich halten. Ziehen Sie vorhandene Schutzfolien erst nach Abschluss der Montage ab. Besitzt das Glas eine Easy-Clean-Beschichtung, reinigen Sie die Flächen regelmäßig mit einem Abzieher. Dadurch bleiben weniger Wasser- und Kalkrückstände auf dem Glas zurück.
Häufige Fragen zu Eckduschen
Wie reinigt man das Glas einer Eckdusche kalkfrei?
Ziehen Sie die Glasflächen am besten direkt nach jedem Duschen mit einem Abzieher trocken. Damit entfernen Sie einen Großteil des Wassers, bevor sich Kalk auf dem Glas absetzen kann. Besonders pflegeleicht sind Eckduschen mit Nano- oder Easy-Clean-Beschichtung: Die veredelte Oberfläche lässt Wasser leichter abperlen und reduziert Kalkränder sowie anhaftenden Schmutz. Für die regelmäßige Reinigung reichen meist ein weiches Tuch und ein milder Glasreiniger aus. Stark scheuernde Mittel sollten Sie vermeiden, da sie die Oberfläche und vorhandene Beschichtungen angreifen können.
Ist ein bodengleicher Einbau ohne Duschwanne möglich?
Ja, viele Eckduschen lassen sich bodengleich und ohne klassische Wanne einbauen. In diesem Fall fließt das Wasser über eine Duschrinne oder einen Bodenablauf ab. Dafür braucht die Duschfläche ein ausreichendes Gefälle zum Ablauf. Gleichzeitig schützt eine fachgerecht ausgeführte Abdichtung den Untergrund zuverlässig vor Feuchtigkeit. Prüfen Sie vor dem Kauf, ob sich das gewünschte Modell für die direkte Montage auf einem gefliesten Boden eignet.
Welche Glasstärke sollte das Sicherheitsglas haben?
Für rahmengeführte Eckduschen reicht meist 5 bis 6 mm starkes Einscheibensicherheitsglas, kurz ESG, aus. Profile und Rahmen übernehmen einen Teil der Stabilisierung und stützen die Scheiben zusätzlich. Bei rahmenlosen oder besonders hohen Duschkabinen empfiehlt sich dagegen 8 mm starkes ESG. Die dickeren Scheiben wirken verwindungssteifer und verleihen der Konstruktion mehr Stabilität.
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