Gärtnern geht auch ohne Torf

Torffrei gärtnern ist mehr als ein Trend - es ist ein aktiver Beitrag im Kampf gegen den Klimawandel. Die Aktion "Torffrei gärtnern" des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) macht deutlich, wie entscheidend der Verzicht auf Torf für den Schutz der Moore und des Klimas ist. Wir setzen uns gemeinsam mit dem BMEL dafür ein, den Torfverbrauch zu verringern. Bei uns finden Sie nicht nur geeignete Torfalternativen, sondern auch wertvolle Informationen zum torffreien Gärtnern. Informieren Sie sich jetzt und machen Sie mit uns einen Unterschied.

Torffreie Alternativen im Überblick

Alternativen zu Torf enthalten meist mehrere Rohstoffe. Dadurch werden verschiedene Stärken kombiniert. Die Wahl der richtigen torffreien Erde hängt von den spezifischen Bedürfnissen Ihrer Pflanzen ab. Auch die gewünschten Eigenschaften des Substrats spielen eine Rolle – wie etwa Wasserhaltefähigkeit, Nährstoffversorgung oder pH-Wert. Entdecken Sie die besten Alternativen im Überblick.

Die besten Tipps für torffreies Gärtnern

Der Wechsel zu torffreien Substraten ist einfacher als gedacht. Damit Blumen, Gemüse, Stauden und Zimmerpflanzen in torffreien Substraten optimal gedeihen, haben wir die wichtigsten Pflegetipps zusammengestellt.

Gießen

Torffreie Substrate speichern Wasser nicht so gut wie torfhaltige Erden. Es versickert schneller und kann sich im Untersetzer sammeln. Staunässe sollte jedoch vermieden werden, da sie Schimmel und Wurzelfäule begünstigen kann.

  • Gießen Sie weniger, dafür häufiger.
  • Nutzen Sie Pflanztöpfe mit Wasserspeicher, um die Wasserversorgung zu optimieren.

Düngen

Da torffreie Erden oft Kompost enthalten, bringen sie von Natur aus Nährstoffe mit. Prüfen Sie vor dem Düngen die Nährstoffzusammensetzung. Ein Nachdüngen sollte bereits 3 bis 4 Wochen nach dem Kauf der Erde stattfinden. Hier empfiehlt sich die Verwendung eines Flüssigdüngers, da die Nährstoffe so pflanzengerecht und zum richtigen Zeitpunkt verabreicht werden können. Der Dünger sollte - je nach Kultur der Pflanze - alle 14 Tage mitgegeben werden. Alternativ können Sie einen organischen Feststoffdünger nutzen. Er hat durch die Langzeitwirkung einen ausgeprägteren Wirkungszeitraum.

Topfen

Torffreie Substrate können nach einiger Zeit zusammensacken, was die Durchlüftung der Wurzeln beeinträchtigt. Mischen Sie Tongranulat oder Blähton unter die Erde. Dadurch gewinnt die Struktur an Stabilität. Achten Sie zudem darauf, dass der Pflanztopf über eine gute Drainageschicht verfügt.

Lagerung

Feuchtigkeit und Wärme sind für Torfalternativen problematisch. Offene Säcke können Feuchtigkeit aufnehmen, wodurch das Substrat verdichtet und an Struktur sowie Nährstoffgehalt verliert.

  • Die Erde sollte zeitnah nach dem Kauf verbraucht werden.
  • Lagern Sie torffreie Erde trocken und kühl, idealerweise an einem schattigen Ort.

Schimmel und Gerüche

Da torffreie Erden viele organische Bestandteile enthalten, kommt es in feuchten und warmen Umgebungen schneller zur Schimmelbildung.

  • Sorgen Sie für eine gute Belüftung der Erde und vermeiden Sie Staunässe.
  • Eine dünne Schicht Quarzsand auf der Substratoberfläche kann helfen, Schimmelbildung zu reduzieren.

Gerüche entstehen in der Regel dann, wenn das Substrat zu feucht bleibt und luftundurchlässige Bedingungen herrschen. Hier hilft es, die Erde regelmäßig aufzulockern.

Trauermücken

Trauermücken legen ihre Eier gerne in feuchte Erde. Die daraus schlüpfenden Larven ernähren sich von organischem Material und können die Wurzeln junger Pflanzen schädigen. 

  • Lassen Sie die oberste Erdschicht zwischen den Wassergaben gut abtrocknen.
  • Decken Sie die Erde mit einer dünnen Schicht Quarzsand ab.
  • Bei einem Befall können Gelbtafeln helfen, die Mücken zu reduzieren.

Darauf sollten Sie beim Kauf torffreier Erde achten

Beim Kauf torffreier Blumenerde lohnt sich ein Blick auf die Verpackung. Nur Produkte, die mit dem Aufdruck „Torffrei“ oder „Ohne Torf“ gekennzeichnet sind, garantieren den Verzicht auf den unerwünschten Inhaltsstoff.

Weitere wichtige Hinweise auf der Verpackung

pH-Wert: Er sollte zwischen 5,5 und 6,5 liegen, damit Pflanzen die Nährstoffe optimal aufnehmen können.


Salzgehalt: Er sollte unter 2,5 g KCl/l liegen, um ein gesundes Pflanzenwachstum zu fördern.


Stickstoffgehalt: Die Erde sollte zwischen 200 und 350 mg N/l Stickstoff enthalten, abhängig vom Nährstoffbedarf Ihrer Pflanzen.


Kaliumgehalt:

  • Ohne Kompost oder Rindenhumus: Unter 500 mg K₂O/l.
  • Mit Kompost oder Rindenhumus: Unter 1.000 mg K₂O/l.

Mit der richtigen torffreien Erde schaffen Sie ideale Wachstumsbedingungen für Ihre Pflanzen – und schützen gleichzeitig Moore und Klima. Setzen Sie auf Qualität, achten Sie auf die Kennzeichnung und gärtnern Sie im Einklang mit unserer Umwelt.

Torffrei im Garten: Aktion für Klimaschutz und Moore