Kosteneffizient, staatlich gefördert und umweltfreundlich: Gegenüber anderen Heizsystemen haben Wärmepumpen eine ganze Reihe von Vorteilen. Doch welche Voraussetzungen müssen Haus und Garten für die Installation eigentlich erfüllen – und was ist für den fachgerechten Einbau einer Wärmepumpe zu beachten?
Voraussetzungen für den Einbau
Auch wenn Wärmepumpen in der Regel weitaus energieeffizienter sind als andere Heizsysteme, ist ihre Anschaffung nicht alternativlos. Denn gerade in unsanierten Altbauten bzw. in schlecht isolierten Gebäuden können die Geräte schnell zu echten Strom- und Geldfressern werden. Die beiden wichtigsten Voraussetzungen, um eine Wärmepumpe selbst einzubauen sind:
Anforderungen und Genehmigungsvorschriften
Die baulichen Anforderungen, der Platzbedarf sowie die Genehmigungsvorschriften je nach Art der
Wärmepumpe variieren:
Luft-Wasser-Wärmepumpe
- Bauliche Voraussetzungen: Fast keine
- Platzbedarf: Außen 1–3 m², Innen 0,5–1 m²
- Genehmigung: Nein
Sole-Wasser-Wärmepumpe mit Erdsonden
- Bauliche Voraussetzungen: Richtige Bodenbeschaffenheit
- Platzbedarf: Außen 10–30 m², Innen 1–2 m²
- Genehmigung: Je nach Tiefe der Bohrungen ggf. erforderlich
Sole-Wasser-Wärmepumpe mit Kollektoren
- Bauliche Voraussetzungen: Richtige Bodenbeschaffenheit
- Platzbedarf: Außen 200–400 m², Innen 1–2 m²
- Genehmigung: Je nach Tiefe der Bohrungen ggf. erforderlich
Wasser-Wasser-Wärmepumpe
- Bauliche Voraussetzungen: Passende Wassermenge und Zusammensetzung des Grundwassers
- Platzbedarf: Brunnenbau außen 5–20 m², Wärmepumpe außen ca. 0,5–2 m², innen 1–2 m²
- Genehmigung: Für Bohrungen erforderlich
Luft-Luft-Wärmepumpe
- Bauliche Voraussetzungen: Fast keine
- Platzbedarf: Kaum, durch Wand- und Deckenmontage
- Genehmigung: Nein
Aufgrund der notwendigen Bohrarbeiten bzw. Grabungen nimmt der Einbau einer Erdwärmepumpe mehr Zeit in Anspruch als die Installation anderer Wärmepumpen. Je nach Bodenbeschaffenheit muss hier mit einer Zusatzdauer von mehreren Tagen oder gar mehreren Wochen gerechnet werden.
Häufige Fragen zum Einbau der Wärmepumpe
Was gibt es rund um den Einbau einer Wärmepumpe noch zu beachten? Hier finden Sie die wichtigsten Fragen und Antworten auf einen Blick.
Brauche ich für den Einbau eine Genehmigung?
Der Einbau bzw. die Installation der Wärmepumpe selbst ist in der Regel nicht genehmigungspflichtig. Gerade bei Sole-Wasser- und Wasser-Wasser-Wärmepumpen erfordern die für den Einbau benötigten Bauarbeiten jedoch mitunter eine Genehmigung, etwa für die Erschließung von Grundwasser oder die Tiefenbohrungen für Erdsonden.
Was kostet die Installation einer Wärmepumpe?
Die Kosten für den Einbau einer Wärmepumpe sind maßgeblich von der Art der Anlage und der Beschaffenheit des Terrains abhängig. In der Regel müssen Sie mit Blick auf die Installation (inklusive Erschließung der Wärmequelle) mit den folgenden Kosten rechnen:
Luft-Wasser-Wärmepumpe: 1.000 bis 6.000 Euro
Sole-Wasser-Wärmepumpe: 6.000 bis 12.000 Euro
Wasser-Wasser-Wärmepumpe: 1.000 bis 10.000 Euro
Luft-Luft-Wärmepumpe: 2.000 bis 4.000 Euro
Welche Wartungsarbeiten kommen nach dem Einbau auf mich zu?
Anders als bei vielen anderen Heizungstypen gibt es für die meisten privat betriebenen Wärmepumpen keine gesetzlich vorgeschriebenen Wartungsfristen. Empfehlenswert ist es laut den meisten Herstellern trotzdem, die Anlagen mindestens alle zwei Jahre auf Herz und Nieren prüfen zu lassen. Bei dieser sollten insbesondere die folgenden Funktionen und Teile kontrolliert werden:
Elektrik, Filter und Ventile: Sind die wichtigsten Komponenten der Wärmepumpe in gutem Zustand? Gerade hier treten schnell Verschleißerscheinungen auf, die zu einer schlechteren Leistung oder Fehlfunktionen des Geräts führen können.
Kältemittelkreislauf: Ist innerhalb des Flüssigkeitskreislaufs der Anlage etwas Luft eingeschlossen oder gibt es ggf. sogar ein Leck?
Wärmepumpen-Regelung: Sind die Voreinstellungen der Anlage korrekt oder gibt es hier noch Optimierungsbedarf, um die Effizienz zu steigern?
Die Wartung einer Wärmepumpe ist nicht allzu kostspielig, da für sie im Gegensatz zu anderen Heizungsarten kein Schornsteinfeger benötigt wird. Stattdessen kann ein Fachbetrieb beauftragt werden, der in der Regel zwischen 150 und 300 Euro verlangt.












