Damit Dachrinnen Hauswände und Fundament vor Feuchtigkeit schützen können, müssen sie absolut dicht sein. Dementsprechend sollten selbst kleinste Risse oder Löcher unverzüglich ausgebessert werden. Aber wie genau lassen sich Dachrinnen abdichten? Was gibt es dabei im Hinblick auf unterschiedliche Materialien der Regenrinnen zu beachten? Und wann macht eine Reparatur keinen Sinn mehr? Diesen und weiteren Fragen widmen wir uns in diesem Ratgeber.
Dachrinnen aus Metall: So gelingt das Abdichten
Sie möchten eine Regenrinne aus Zink reparieren? Dazu stehen Ihnen verschiedene Möglichkeiten zur Verfügung, die sich unter anderem in ihrer Haltbarkeit unterscheiden. Wer die Lebensdauer der Rinne um mehrere Jahre verlängern möchte, der sollte die beschädigte Dachrinne löten oder löten lassen, sofern die Methode zu gefährlich erscheint.
Ebenfalls langfristig können kleine bis mittelgroße Schäden an Dachrinnen aus Aluminium oder Zink mit Abdichtungsmasse für Metall-Dachrinnen behoben werden. Die Masse wird einfach auf die kaputte Stelle gegeben. Bei Bedarf können Sie auch eine zweite Schicht auftragen, nachdem die erste komplett getrocknet ist. Besonders gut gelingt der Auftrag übrigens mit einem Spachtel oder - bei einem sehr kleinen Riss - mit einem Pinsel. Unebenheiten können Sie bei Bedarf mit Schleifpapier beheben.
Selbstverständlich kann bei der Reparatur von Metallrinnen auch spezielles Reparaturband aus Aluminiumfolie zum Einsatz kommen. Dieses wird ganz schnell und unkompliziert auf die betroffene Stelle geklebt und muss nicht trocknen.
Falls Sie auf der Suche nach einer kurzfristigen Lösung sind, beispielsweise um die Zeit bis zum Austausch der defekten Dachrinne zu überbrücken, können Sie auf Silikon zurückgreifen. Dieses wird höchstes drei Millimeter hoch auf das Loch oder den Riss gegeben und glatt gestrichen.
Dachrinnen aus Kunststoff: So gelingt das Abdichten
Die Lebenszeit einer kaputten Kunststoff-Dachrinne gleich um mehrere Jahre verlängern? Ein schwierigeres Unterfangen, da sich Rinnen aus Kunststoff nicht löten lassen. Reparieren können Sie sie dennoch. Um Löcher oder Risse auszubessern, kann auch hier Reparaturband eingesetzt werden. Es steht in verschiedenen Farben zur Verfügung, sodass es zur Regenrinne passend ausgewählt werden kann und optisch kaum auffällt. Das Band dichtet auch größere Schäden zuverlässig ab und lässt sich auch bei Kunststoffrinnen schnell (es muss keine Zeit zum Trocknen eingeplant werden) und leicht anbringen.
Silikon ohne Lösungsmittel kann genau wie bei Dachrinnen aus Metall eine kurzfristige Lösung zum Reparieren einer Rinne aus Kunststoff sein. Wer längerfristige Effekte erzielen möchte, sollte wiederum auf Abdichtmasse ausweichen. Je nach Größe der beschädigten Stelle können Sie sie mit einem Pinsel oder mit einem Spachtel auftragen und gut trocknen lassen.
Dachrinnen sollten nicht nur regelmäßig inspiziert, sondern auch wiederkehrend gereinigt werden. So können Materialschäden ebenfalls vermieden werden, da die Reinigung sicherstellt, dass das Regenwasser gut abfließen kann. Mit speziellen Reinigungsgeräten geht das Prozedere leicht von der Hand - auch bei schwer erreichbaren Dachrinnen.



