Wenn es draußen ordentlich warm wird, beginnt für viele Gartenbesitzer die Poolsaison. Doch gerade zu Beginn ist das Wasser noch ordentlich frisch. Eine selbstgebaute Poolheizung hilft nicht nur beim Beheizen des Wassers, sondern senkt auch die Betriebskosten. Hier erfahren Sie mehr über DIY-Poolheizungen und wie Sie ganz leicht Ihre eigene Solar-Poolheizung bauen.

Die DIY-Poolheizung

Beim Bau einer DIY-Poolheizung haben Sie die folgenden drei Optionen:

Schritt 1: Grundplatte vorbereiten

Zunächst brauchen Sie eine Grundplatte. Auf dieser werden alle Komponenten befestigt, auch der Schlauch, der als Solarabsorber dient. Bei der Auswahl der Platte gibt es einige Dinge zu beachten. Zum einen sollte das Material langlebig und witterungsbeständig sein. Sie möchten die Poolheizung im Winter abbauen? Dann achten Sie darauf, dass Ihre Grundkonstruktion leicht und handlich ist. Des Weiteren sollte die Oberfläche möglichst warm werden. Dunkle Anstriche können die Erwärmung des Wassers begünstigen.


Tipp: Ein guter Absorber nimmt Sonnenenergie effizient auf – ideal sind schwarze, UV-beständige Materialien.

Drei geeignete Optionen für eine Grundplatte bzw. Ihre Basiskonstruktion:

Holzplatte:

  • Vorteil: Befestigung von Solarpanel möglich

  • Materialhinweis: zum Beispiel Dreischichtplatte

  • Vorbereitung: mit schwarzem Holzöl streichen

Metallgitter:

  • Vorteil: kann an Haken beispielsweise an Dachlatten aufgehängt werden

  • Materialhinweis: zum Beispiel Stück Gitterzaun

  • Vorbereitung: nicht notwendig

Holzkreuz:

  • Vorteil: leicht und handlich

  • Materialhinweis: kreuzförmige Anordnung von Holzlatten

  • Vorbereitung: mit schwarzem Holzöl streichen

Wenn Sie ein Solarpanel verbauen möchten, sollten Sie es vor Verlegen des Schlauches auf der Holzplatte befestigen. Dafür richten Sie das Paneel zunächst mittig auf der Platte aus. Nehmen Sie Bohrungen für die Anschlüsse vor und stecken Sie die Leitungen dann hindurch. Im Anschluss befestigen Sie das Solarpanel mit Lochband und Schrauben an der Platte.

Schritt 2: Gartenschlauch oder Rohr aufrollen und befestigen

Befestigen Sie den Schlauch oder das Rohr schneckenförmig auf der Grundplatte. Wie Sie dabei vorgehen, hängt von der Platte selbst ab. Wenn Sie sich für ein Metallgitter entschieden haben, können Sie Kabelbinder verwenden. Für die Befestigung an Holz haben Sie die Wahl zwischen Schlauchbefestigungen oder Lochband. Beides fixieren Sie mit entsprechenden Schrauben. Wenn Sie sich für eine Holzplatte entschieden haben, müssen Sie abschließend Bohrungen für die Enden des Schlauchs vornehmen.


Tipp: Ein flexibles Baukastensystem erleichtert die spätere Erweiterung Ihrer Poolheizung – zum Beispiel durch zusätzliche Solarmodule.

Schritt 3: Montage der Anschlüsse

Nun verbinden Sie die Schlauchschnecke mit den übrigen Komponenten des Systems. Schließen Sie an das eine Ende den Ablaufschlauch mit einem Verbindungsstück an. Das andere Ende verbinden Sie mit der Wasserpumpe. Dann befestigen Sie den Zulaufschlauch am zweiten Anschluss der Pumpe. Achten Sie darauf, dass alle Schnittstellen dicht sind.


Wenn Sie ein Solarmodul verwenden möchten, müssen Sie dieses ebenfalls an die Wasserpumpe anschließen. Verwenden Sie hierfür Installationsklemmen. Schalten Sie außerdem einen Konverter dazwischen. Dieser reguliert die elektrische Spannung und schützt die Wasserpumpe. Denn das Paneel erzeugt bei voller Sonneneinstrahlung unter Umständen mehr Energie, als Ihre Pumpe benötigt.

Schritt 4: Montage und Inbetriebnahme der Poolheizung

Im letzten Schritt müssen Sie sich einen Ort im Garten suchen, an dem Sie Ihre Solarheizung aufstellen oder befestigen. Am besten eignen sich hierfür Dächer und sonnige Hauswände. Richten Sie die Heizung zudem möglichst nach Süden aus. Den Zulauf- und Ablaufschlauch legen Sie nun in den Pool. An Aufstellpools können Sie sie mit Kabelbindern befestigen. Achten Sie auf ausreichenden Abstand zwischen den Schläuchen.


Schließen Sie zuletzt einen Gartenschlauch an den Zulaufschlauch der Heizung an. Füllen Sie das System vollständig mit Wasser. Dann können Sie die Pumpe einschalten. Wenn Sie ein Solarpanel eingebaut haben, nehmen Sie jetzt die Abdeckung von der Anlage.


Ab jetzt saugt die Pumpe Ihr kaltes Poolwasser an. Dieses wird in der Schlauchschnecke bzw. im Solarabsorber erwärmt und dann zurück in den Pool geleitet. Je nach Sonneneinstrahlung kann es etwas länger oder kürzer dauern, bis die Temperatur des Wassers steigt. Doch gerade bei kleinen Pools erreichen Sie mithilfe der Solarheizung schnell eine angenehme Badetemperatur. Auch bei wechselhaftem Wetter kann eine gut konstruierte Solarheizung helfen, die Wassertemperatur konstant zu halten.

Tipps für die Wartung der DIY-Poolheizung

Eine Solarheizung für Pools ist vergleichsweise wartungsarm. Sie beschränkt sich auf die folgenden drei Maßnahmen:

  • Poolheizung regelmäßig reinigen: Befreien Sie Ihre Heizung mindestens einmal im Jahr von Verschmutzungen.

  • Dichtigkeit überprüfen: Begutachten Sie alle Komponenten sowie Anschlüsse zu Beginn oder Ende der Saison.

  • Solarheizung winterfest machen: Saugen Sie vor dem ersten Frost das Wasser aus Ihrer Solarheizung. Heizungen, die nicht fest installiert sind, können abgebaut und drinnen gelagert werden.