Kahle Sträucher, gefrorene Böden und kaum Insekten: Während wir es uns im Winter zuhause richtig gemütlich machen, beginnt für viele Gartenvögel eine besonders herausfordernde Zeit. Mit einem Vogelfutterhaus im Garten können Sie den Vögeln durch die kalte Jahreszeit helfen. Ein klassisches Vogelhäuschen aus Holz zu bauen ist kein Wunderwerk. In unserer kostenlosen Bauanleitung zeigen Ihnen unsere BAUHAUS-Fachleute Schritt für Schritt, wie Sie ein Vogelhaus selber bauen können und welche Materialien Sie dafür benötigen.
Auch andere Futterstellen wie ein Futtersilo oder spezielle Nistkästen bieten Vögeln in der kalten Jahreszeit einen geschützten Ort.
Schritt 2: Material & Werkzeug beschaffen
Vorweg: Sie brauchen keinesfalls eine komplett ausgestattete Werkstatt, um ein klassisches Vogelfutterhaus selber zu bauen. Etwas Holz, ein paar Nägel und wenige Werkzeuge reichen völlig aus. Verwenden Sie am besten ungehobeltes und witterungsbeständiges Holz wie Zeder, Lärche, Eiche, Robinie, Douglasie oder auch Tanne, Fichte und Kiefer.
Wichtig ist, dass das Holz frei von Schadstoffen ist – vor allem, wenn Sie planen, das Futterhaus zu verleimen oder mit Leim zu arbeiten.
Benötigtes Material:
1 Holzplatte als Bodenplatte (20 cm x 30 cm x 2 cm)
2 Holzplatten für das Dach (15 cm x 30 cm x 1 cm)
2 Holzleisten für die langen Ränder (30 cm x 5 cm x 1 cm)
2 Holzleisten für die kurzen Ränder (20 cm x 5 cm x 1 cm)
4 Holzleisten als Dachstützen (20 cm x 2 cm x 2 cm)
Auch Randleisten oder ein zusätzlicher Winkel können dabei helfen, das Dach stabiler zu gestalten und die Konstruktion zu verbessern.
Natürlich können Sie statt den Holzleisten auch Naturmaterialien wie Baumrinde oder Äste für Ihr selbstgebautes Vogelhaus upcyceln.
Wichtiges Werkzeug:
Handkreissäge mit verstellbarer Grundplatte, alternativ eine Stichsäge mit Parallelanschlag (für Gehrungsschnitte)
Hammer oder Akkuschrauber
Pinsel (optional)
Denken Sie auch daran, beim Zuschneiden der Teile auf präzise Maße zu achten – besonders wenn es darum geht, Seitenwände zuzuschneiden oder passgenaue Dachplatten zu fertigen.
Sie haben nicht alles zur Hand? Kein Problem, wir unterstützen Sie: Alles, was Sie zum Bauen Ihres Vogelhauses brauchen, finden Sie entweder online oder im Baumarkt vor Ort. Die meisten Werkzeuge können Sie sich dort auch erstmal unkompliziert ausleihen, anstatt sie gleich zu kaufen.
Häufige Fragen rund ums Vogelhaus
Unsere BAUHAUS-Fachleute beantworten Fragen, die viele Kunden beim Vogelhaus selber bauen stellen.
Welches Holz nehme ich fürs Vogelhaus bauen?
Massives Holz ist das beste Material für ein selbstgebautes Vogelhäuschen. Dabei sollten Sie eine Holzart wählen, die sich gut für den Außenbereich eignet.
Von Natur aus witterungsbeständig sind zum Beispiel Zedernholz, Lärchenholz, Douglasienholz oder das Kernholz der Eiche. Weichere Holzarten wie Fichte oder Tanne eignen sich auch; hier empfehlen wir allerdings eine Behandlung mit Holzschutzmittel.
Achten Sie außerdem darauf, ob das Material eventuell von Tieren angeknabbert werden könnte – vor allem dann, wenn in der Nähe bereits andere Futterstellen oder Nistkästen vorhanden sind.
Welche Größe sollte ein Vogelhaus haben?
Die Größe Ihres Vogelfutterhauses können Sie selbst bestimmen. Die Bodenplatte sollte jedoch mindestens 30 x 15 cm groß sein – nach oben sind fast keine Grenzen gesetzt.
Wichtig ist jedoch, dass Ihr selbstgebautes Futterhaus ein ausreichend großes Dach hat, das einige Zentimeter über die Fläche der Bodenplatte hinaussteht. So bleibt das Vogelfutter immer geschützt und schön trocken. Wie genau das aussehen kann, finden Sie weiter oben in der Vogelhaus-Bauanleitung.
Wo sollte ich das Vogelhaus aufstellen?
Der Standort Ihres „Vogelrestaurants“ ist entscheidend für den Andrang der gefiederten Gäste.
Besonders eine sichere Umgebung erhöht den Wohlfühlfaktor: Das Umfeld sollte für die Vögel gut überschaubar sein. Katzen, die sich unbemerkt anschleichen wollen, haben so kaum eine Chance. Bäume und Sträucher in der Nähe (mindestens 2 Meter Abstand) bieten Vögeln im Notfall eine schnelle Rückzugsmöglichkeit.
Für einen hohen Komfort sorgt ein windgeschützter Standort. So können die Vögel auch bei ungemütlichen Wetterbedingungen gemütlich ihr Futter aufpicken.
Auch wenn es schön zu beobachten ist: Achten Sie darauf, dass das Futterhaus nicht direkt vor einem Fenster steht. Vögel erkennen die Scheibe womöglich nicht und verletzen sich beim Anflug.
Übrigens: Ihr Vogelfutterhaus ist am besten vor starker Witterung und Sonneneinstrahlung geschützt, wenn Sie es in östlicher oder südöstlicher Richtung aufstellen.
Für Vogelfreunde, die sich intensiver mit der Materie beschäftigen möchten, bietet der NABU regelmäßig Lektionen und Tipps zum richtigen Standort und zur Vogelpflege.
Wenn Sie verschiedene Vogelarten anlocken wollen, können mehrere kleine Futterstellen oder auch ein zusätzliches Futtersilo helfen.
Wann soll ich das Vogelhaus aufstellen?
Oft dauert es einige Zeit, bis die Gartenvögel ihre neue Futterquelle entdeckt haben. Damit Ihr selbstgebautes Vogelhäuschen im Winter ein voller Erfolg wird, sollten Sie es schon im Herbst eröffnen. Futter, das am Anfang zum Beispiel auch auf dem Dach des Vogelhauses platziert wird, macht die Tiere zusätzlich neugierig.
Sobald die Vögel das Vogelfutterhaus als Nahrungsquelle für sich entdeckt haben, sollten Sie für regelmäßigen Nachschub sorgen und immer sorgfältig darauf achten, dass keine Futterreste liegen bleiben und zu schimmeln beginnen.
Was sollte ich bei der Vogelfütterung beachten?
Ein Vogelfutterhaus bedeutet auch Verantwortung für das Wohlergehen der Vögel, die das Haus nutzen. Damit Sie und die Piepmätze lange Spaß an dem Häuschen haben, sollten Sie folgendes beachten:
Verwenden Sie nur artgerechtes Futter für Wildvögel.
Statt großer Futtermengen legen Sie besser alle ein bis zwei Tage kleine Portionen nach. So kann das Futter nicht schimmeln.
Entfernen Sie unbedingt altes Futter, bevor Sie das neue Futter nachlegen.
Reinigen Sie das Vogelhaus einmal in der Woche, damit sich keine Krankheiten durch Kotreste übertragen können. Falls Sie es dabei auswaschen müssen, verwenden Sie heißes Wasser statt Desinfektionsmittel – chemische Reinigungsprodukte können gesundheitsschädlich für Vögel sein.
Besonders im Winter ist es hilfreich, zusätzlich zur offenen Futterstelle ein geschlossenes Futtersilo zu verwenden, um das Futter trocken zu halten.







