Ein Insektenhotel ist ein echter Magnet für Bienen & Co.: Gerade Wildbienen freuen sich über die Nisthilfe. Egal, ob im BAUHAUS gekauft oder wie von uns selber gebaut – ein Insektenhotel führt dazu, dass es spätestens nach einem Jahr in Ihrem Garten an allen Ecken summt und brummt. Und Insekten will jeder Gärtner in seinem Garten haben, denn ohne sie gibt es keine Bestäubung für Blumen und Gemüse. Auch Marienkäfer und Florfliegen zählen zu den willkommenen Bewohnern – sie helfen bei der natürlichen Schädlingsbekämpfung im Garten. Bauen Sie ihnen also eine praktische Nisthilfe.

Die Ausstattung der „Zimmer“

Die verschiedenen Fächer sollten mit natürlichem Füllmaterial wie Lehm, Schilfrohr, Bambusrohr oder Holz bestückt werden – ideal auf die Bedürfnisse der Nützlinge abgestimmt.


Massivholz:

Wenn Sie einen Holzstamm (z.B. Esche, Eiche, Buche) aufbohren, zunächst nur im Längsholz arbeiten. Ins Hirnholz bohrt man nur bei gut abgelagertem, altem Holz. Setzen Sie die Sackbohrungen (zwischen 2 und 10 mm) nicht zu dicht! Die Tiefe sollte mindestens sechs bis acht Zentimeter betragen. Wichtig ist der richtige Durchmesser der Löcher: Ideal sind 3 bis 9 Millimeter, abhängig von der gewünschten Insektenart. Dabei nicht das Holz mit dem Bohrer verkohlen. Die Bohrungen müssen sauber sein, sonst besteht Verletzungsgefahr für die Tiere.


Schilf und Bambusabschnitte:

Gut! Sie müssen aber an einem Ende verschlossen bleiben. Generell gilt, dass alle Einzelteile (und das Insektenhotel als Ganzes!) immer an der Rückseite abgeschlossen bleiben müssen. Eine saubere, alte Konservendose kann als Halter und provisorische Rückseite eingesetzt werden. Achten Sie darauf, die Stängel sauber zuzuschneiden und scharfe Kanten zu vermeiden, um Verletzungen zu verhindern.


Lehm:

Gibt’s im Fachcentrum. Er sollte aber nicht austrocknen und hart werden. Löcher bohrt man mit einem Bambusstäbchen oder einem alten Bohrer.


Granitbruch, grober Schotter:

Gern gesehen, gibt’s natürlich auch im Fachcentrum. Die Brocken werden durch ein Drahtgitter in Position gehalten.


Unerwünscht sind:

Tannenzapfen, Stroh, Ziegelsteine, frisches Hirnholz, gläserne Beobachtungsröhren, harzige Nadelhölzer, Gasbetonsteine und Bohrungen unter 2 mm oder über 10 Millimeter!


Auch Dachpappe kann eingesetzt werden, um das Dach des Insektenhauses vor Feuchtigkeit zu schützen – so bleibt das Innere dauerhaft trocken.