Zimmerdecke nachträglich dämmen

Decke dämmen: thermische Trennung von beheizten und unbeheizten Stockwerken

Wärme steigt immer nach oben. Sie entweicht fast ungehindert, wenn Decken unter nicht oder nur selten beheizten Räumen oder direkt unter Flachdächern liegen und nicht ausreichend gedämmt sind. Eine wärmedämmende Unterdecke schafft Abhilfe, indem sie für eine thermische Trennung sorgt.

Weitere Informationen zum Thema erhalten Sie im BAUHAUS Ratgeber Wärmedämmung spart viel Energie.

1. Unterkonstruktion bauen

Decke daemmen: Leisten an der Wand verduebeln Decke dämmen: Unterkonstruktion anbringen

Als Gerüst für die wärmedämmende Unterdecke bauen Sie zunächst eine Unterkonstruktion aus Holzlatten: Verdübeln Sie hierzu die Latten seitlich in der Wand. Hinterfüttern Sie diese mit Ausgleichs-Plättchen, wenn die Wand nicht gerade ist. Alle anderen Hölzer verankern Sie mit Metalldübeln (6 mm Schraubendurchmesser) in der Decke.

Der Abstand zwischen den einzelnen Latten sollte der halben Breite der späteren Verkleidung (z. B. Gipskartonplatten) entsprechen.
 

2. Dämmschicht und Dampfsperre

Decke daemmen: Daemmplatten zuschneiden und einklemmen

Schneiden Sie mit einem Cutter-Messer das Dämmmaterial mit etwas Übermaß zu und klemmen es zwischen die Latten.

 

 

 

Decke daemmen: Daemmplatten zuschneiden und einklemmen
Decke daemmen: Dampfbremse

Dämmt man Decken zu unbeheizten Räumen, ist eine Dampfbremse zwingend notwendig – sonst wird der Dämmstoff auf Dauer feucht und dämmt nicht mehr. Tackern Sie hierzu eine spezielle Dampfbremsfolie unter der bereits verlegten Dämmung an die Latten.

Decke daemmen: Mit Abdichtklebeband Folie abkleben

Verkleben Sie anschließend die sich überlappenden Bahnen mit Abdichtklebeband – auch am Abschluss zur Wand.

3. Deckenverkleidung

Decke daemmen: Verkleidung aus Gipskartonplatten

Verkleiden Sie abschließend die so gedämmt Decke – zum Beispiel mit Gipskartonplatten. Diese sind verhältnismäßig günstig und lassen sich darüber hinaus einfach verarbeiten.

4. Wärme- und Lärmschutz in einem

Fühlen Sie sich außerdem durch Lärm „von oben“ gestört, hilft eine sogenannte abgehängte Decke. Weiterer Vorteil – gerade bei hohen Decken im Altbau: Die Heizkosten im Winter sinken, da weniger Raumvolumen erwärmt werden muss.

Decke daemmen: Metallabhaenger an Duebeln befestigen Decke daemmen: Nonius-Abhaenger montieren

Hierfür schrauben Sie die Unterkonstruktion aus Holz nicht direkt in die Decke sondern befestigen diese an verstellbaren Abhängern aus Metall (im Bild: Nonius-Abhänger), die sie wiederum in der Decke mit Dübeln befestigen. Die Abhänger sorgen für einen gleichmäßigen Abstand und den notwendigen Hohlraum (mind. 40 mm).

Decke daemmen: Daemmmaterial in Hohlraum einfuellen Decke daemmen: in einer horizontalen Flucht mit den Abhängern verschrauben

Verschrauben Sie dann die Latten von rechts und links mit den Abhängern und befestigen an diesen abschnittsweise die Deckenverkleidung (z. B. Gipskartonplatten). Den dadurch entstehenden Hohlraum zwischen Decke und Verkleidung füllen Sie nun mit Dämmmaterial voll aus.

Bildergalerie Zimmerdecke nachträglich dämmen

Abgehängte Decken

Eine abgehängte Decke ist ein wirksamer Wärme- und Schallschutz. Vorausgesetzt, der Aufbau ist rundum von den Wänden abgekoppelt: Hierzu die Lattung zur Wand mit Dämmstreifen unterlegen (bei Verwendung von Federbügel-Abhängern auch zur Decke). So wird die starre Verbindung schallschutztechnisch entkoppelt.

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