Möchten Sie Holzbauteile auf traditionell handwerkliche Art miteinander verbinden, benötigen Sie außer den Werkstücken selbst kein weiteres Material. Keine Nägel, keine Schrauben, keine Dübel, keine Beschläge – ja manchmal noch nicht einmal Leim! Um solche zimmermannsmäßigen Verbindungen wie Schwalbenschwanzzinken oder Schlitz und Zapfen herzustellen, müssen Sie allerdings sehr präzise arbeiten, damit die Teile perfekt ineinander passen. Wer diese doch recht aufwändigen Arbeiten umgehen möchte, greift zu Dübeln (Rund- oder Flachdübel) oder speziellen Möbelverbindern und Beschlägen, um Holzteile zu verbinden. Auch moderne Verbindungstechniken wie Kreg-Verbindungen oder spezielle Dübelarten können hier eine schnelle Alternative darstellen.

Werkzeug und Material

1. Klassische Holzverbindungen

Alle klassischen Holzverbindungen im Möbelbau beruhen auf dem Prinzip, dass das Werkmaterial selbst die Verbindung darstellt: Durch die Bearbeitung der Holzteile zu Zinken, Zapfen, Schlitzen und Co. vergrößert sich die Kontaktoberfläche im Bereich der Leimfuge. Dieses Mehr an Oberfläche bedeutet besseren Halt und eine dauerhafte Verbindung. Das fertige Stück müssen Sie allenfalls unter Zugabe von Holzleim zusammensetzen.

Verbindungen mit Holzdübeln

Wer diese doch recht aufwendige Ausarbeitung der Holzteile scheut, greift auf die einfacher zu verarbeitenden Rund- oder Flachdübel zurück: Zum Herstellen einer Verbindung braucht es lediglich Löcher oder Schlitze, in die diese losen Verbindungselemente aus Holz oder Kunststoff geleimt werden. Je nach Konstruktion kann die Wahl des passenden Dübeltyps entscheidend für die Stabilität sein – etwa bei Quer- oder Längsverbindungen. Für Holzverbindungen mithilfe von Runddübeln bohren Sie zunächst entsprechende Löcher ins Stirnholz, setzen dort Dübelspitzen ein und übertragen die Bohrpositionen auf das Gegenstück (exakt ausgerichtet auf das Gegenstück drücken).