Sie besitzen ein Haus und wollen Ihre Energiekosten senken? Dann sollten Sie darüber nachdenken, die Außenwände zu dämmen. Denn eine gut gedämmte Fassade hält nicht nur bei Kälte die Heizkosten gering, sondern schützt auch die Bausubstanz vor Schäden durch Temperaturschwankungen, Feuchtigkeit, Schimmel oder Algen. Das sorgt für ein angenehmes Wohnklima im Inneren und steigert langfristig sogar den Wert Ihres Hauses. Unsere BAUHAUS-Fachleute zeigen Ihnen, wie Sie dabei vorgehen – mit der passenden Anleitung und praktischen Tipps.
Warum sich das Dämmen von Außenwänden lohnt
Grundsätzlich können Sie Ihr Gebäude sowohl von außen als auch von innen dämmen.
Aus energetischer Sicht ist eine Außendämmung in den meisten Fällen allerdings sinnvoller, denn im Gegensatz zur Innendämmung geht dabei kein Wohnraum verloren.
Eine Innendämmung bietet sich hingegen an, wenn eine Dämmung von außen nicht möglich ist. Das ist beispielsweise bei denkmalgeschützten Fassaden oder Fachwerkhäusern der Fall, die ihr ursprüngliches Erscheinungsbild behalten müssen.
Vergessen Sie nicht, dass bei einer Außendämmung oft noch zusätzliche Arbeiten anfallen. So kann es sein, dass Dachüberstände und Fensterbänke verlängert werden müssen, weil sich die Dicke der Außenwand durch die Dämmung ändert. Auch Fallrohre, Vordächer oder Markisen müssen möglicherweise abgebaut und später wieder montiert werden.
Deshalb sollten Sie den Ablauf gut planen und ausreichend Zeit für die Umsetzung haben.
2. Schritt: Material & Werkzeug beschaffen
Für die Fassadendämmung benötigen Sie neben den Dämmstoffplatten auch jede Menge Zubehör, wie den passenden Klebe- und Armierungsmörtel, ein Sockelprofil, Tellerdübel oder Armierungsgewebe.
Besonders wichtig ist es, dass Sie die richtige Dämmstoffart und -stärke wählen, die zu Ihrer Hausfassade passt. Gerne beraten Sie unsere Fachleute vor dem Kauf zur passenden Dämmung – entweder online, telefonisch oder im BAUHAUS vor Ort.
Außenwand-Dämmung: Das brauchen Sie
ggf. ein Gerüst
Bürste oder Hochdruckreiniger zum Reinigen der Außenwände
ggf. Spachtelmasse, Putz und Kelle zum Vorbereiten und Verputzen der Wände
Tiefengrund und Fassadenroller zum Vorbereiten der Wände
Handsäge oder Dämmstoffmesser
Klebemörtel und Rührwerk
Schlagbohrer, Tellerdübel, Hammer
Ein Wort zu den Kosten der Fassadendämmung
Wie immer kommt es darauf an: Die Kosten für die Fassadendämmung hängen von der gewählten Dämmmethode, dem verwendeten Material und den spezifischen Gegebenheiten Ihres Hauses ab. Ganz klar, je größer die Wandfläche, desto höher werden auch die Kosten ausfallen.
Die Preise für Dämmmaterialien, wie beispielsweise WDVS-Platten, liegen im Durchschnitt bei etwa 30 bis 50 Euro pro Quadratmeter. Zusätzlich sollten Sie für die Oberputzschicht mit weiteren 15 bis 30 Euro pro Quadratmeter rechnen. Damit liegen die Gesamtkosten für die Dämmung und den Oberputz Ihrer Fassade bei etwa 45 bis 80 Euro pro Quadratmeter.
Um eine genaue Kostenabschätzung für Ihr Projekt zu erhalten, empfehlen unsere Fachleute einen Kostenvoranschlag von einem Fachbetrieb einzuholen. Damit kennen Sie schon vorab die genauen Kosten, die auf Sie zukommen werden und finden gleichzeitig die beste Lösung für Ihr Haus.
Häufige Fragen zum Dämmen der Fassade
Unsere BAUHAUS-Fachleute beantworten Fragen, die viele Kunden zum Thema Außenwanddämmung stellen.
Förderung der Außenwanddämmung – Welche Möglichkeiten gibt es?
Energetische Modernisierungsmaßnahmen wie die Dämmung von Außenwänden erfordern oft hohe Investitionen. Es gibt jedoch staatliche Förderungen, die Ihnen dabei helfen können, diese Kosten zu stemmen. Die wichtigsten Programme kommen von der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) und dem Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA). Lassen Sie sich dort am besten individuell beraten, um die Fördermöglichkeiten optimal für Ihre Modernisierungsmaßnahmen zu nutzen.
Kann ich mein Haus selbst dämmen?
Ob Sie Ihr Haus selbst dämmen können, hängt von verschiedenen Dingen ab. WDVS-Dämmplatten sowie das Verputzen und Verspachteln können Laien mit handwerklichem Geschick in der Regel eigenständig durchführen.
Darüber hinaus gibt es Dämmmethoden, die Sie nicht selbst durchführen dürfen, wie beispielsweise die Kerndämmung im Einblasverfahren.
Beachten Sie unbedingt, dass viele Sanierungsmaßnahmen nur dann förderfähig sind, wenn sie von einem zertifizierten Fachbetrieb ausgeführt werden.
Wie dick sollte eine Außenwanddämmung sein?
Die Dicke der Dämmung hängt von verschiedenen Faktoren ab: verwendetes Material, energetischer Standard Ihres Hauses und regionale Klimabedingungen. Generell liegt die empfohlene Dämmstärke für WDVS (Wärmedämmverbundsysteme) in Deutschland zwischen 10 und 20 Zentimetern.








