Starten Sie Ihr nächstes Renovierungsprojekt richtig: Eine Wand zu grundieren ist die beste Basis für den perfekten Anstrich oder die makellose Tapete. Mit der passenden Grundierung schaffen Sie eine stabile Basis, mit der Farben, Putze, Tapeten und Fliesen langfristig haften. Ob Tiefengrund, Haftgrund oder spezielle Grundierungen für Feuchträume – in diesem Ratgeber zeigen wir Ihnen, welche Produkte sich für verschiedene Oberflächen eignen. Unsere BAUHAUS-Fachleute geben Ihnen praktische Tipps zur Anwendung und erklären, welches Werkzeug Sie benötigen. Lesen Sie weiter und legen Sie direkt los!

Vorab: Ein Wort zum Werkzeug

Egal welche Wand Sie grundieren wollen: Es ist einfach praktisch, schon bei Arbeitsbeginn alles passende Werkzeug zur Hand zu haben. Zum Grundieren brauchen Sie folgende Helferlein:

  • Malerrolle: Ideal für größere Flächen. Eine Malerrolle mit mittlerem Flor eignet sich sowohl für glatte als auch für leicht strukturierte Oberflächen.

  • Flachpinsel: Unverzichtbar für Ecken und schwer zugängliche Bereiche. Dank der Form des Flachpinsels erreichen Sie auch Kanten und kleine Stellen präzise.

  • Rührstab: Damit mischen Sie die Grundierung vor dem Auftragen gründlich durch.

  • Abdeckfolie und Kreppband: Schützen Sie Böden und angrenzende Flächen vor Spritzern und Verschmutzungen.

  • die gewünschte Farbe oder Putz

  • ggf. Glättkelle oder Sprühpistole

Gerne beraten unsere Fachleute Sie zur passenden Grundierung – entweder online, telefonisch oder im BAUHAUS vor Ort.


Übrigens: Achten Sie beim Grundieren in geschlossenen Räumen auf Arbeitssicherheit. Eine Atemschutzmaske, Schutzbrille und Handschuhe vermeiden Gesundheitsschäden. Mehr Infos zum Thema Arbeitssicherheit bei Malerarbeiten geben die Kollegen von lackiererblatt.de.

1. Tiefengrund für stark saugende Untergründe

Grundierung für Wände aus Gipsplatten, Gipsputzen oder Porenbeton

Wenn Sie eine Wand grundieren möchten, die stark saugend ist, sollten Sie unbedingt sogenannten Tiefengrund verwenden. Tiefengrund ist speziell dafür gemacht, sehr poröse und stark saugende Untergründe wie Gipskartonplatten, rohes Mauerwerk oder Putz vorzubehandeln. 

Das Besondere an Tiefengrund ist, dass er tief in die Oberfläche eindringt und diese verfestigt. Dadurch verhindert er, dass die nachfolgende Farbe oder der Putz zu stark in die Wand einzieht und ungleichmäßig trocknet. 

Für das Auftragen von Tiefengrund benötigen Sie eine Malerrolle oder einen breiten Pinsel mit weichen Borsten. Achten Sie darauf, die Grundierung gleichmäßig zu verteilen. Meistens reicht nur eine Schicht aus, um die Wand optimal vorzubereiten. 

Unsere Fachleute empfehlen, den Tiefengrund etwa 12 Stunden trocknen zu lassen, bevor Sie mit weiteren Arbeiten beginnen. So stellen Sie sicher, dass die Wand ideal für den nächsten Schritt vorbereitet ist.

3. Sperrgrund für fleckige und verfärbte Wände

Verhindert das Durchschlagen von Flecken auf gestrichenen oder tapezierten Wänden

Wenn der Untergrund hartnäckige Flecken oder Verfärbungen aufweist, ist der Einsatz von Sperrgrund eine gute Lösung: Er verhindert, dass Nikotin-, Wasser- oder Rußflecken durch den neuen Farbanstrich hindurchscheinen und das Endergebnis beeinträchtigen.

Das Besondere an Sperrgrund ist seine starke isolierende Wirkung. Er blockiert Verunreinigungen zuverlässig und sorgt dafür, dass die Wand nach dem Streichen wieder gleichmäßig aussieht.

Zum Auftragen des Sperrgrunds benötigen Sie eine Malerrolle oder einen Flachpinsel. Achten Sie darauf, den Sperrgrund beim Grundieren in einer gleichmäßigen Schicht auf die Wand aufzutragen, um eine vollständige Abdeckung der betroffenen Stellen zu erreichen.

Unsere Fachleute empfehlen, die Grundierung auf der Wand gut durchtrocknen zu lassen, was je nach Produkt zwischen 6 und 12 Stunden dauern kann. Auf diese Weise schaffen Sie eine saubere Basis für den neuen Anstrich und verhindern, dass alte Flecken wieder sichtbar werden.

5. Duschabdichtung für Feuchträume

Grundierung für Badezimmer und Küchen im Spritzwasserbereich

In Feuchträumen wie Bädern – und teilweise auch in Küchen oder Kellern – ist es besonders wichtig, die Wand zu grundieren, bevor Sie mit dem Verfliesen oder Streichen beginnen. Diese sogenannte Duschabdichtung oder Duschdichtanstrich schützt die Wände zuverlässig vor Wasser und Feuchtigkeit, die sonst in die Bausubstanz eindringen und Schimmel verursachen könnten.

Das Besondere an Duschabdichtungen ist ihre wasserabweisende Wirkung: Sie bilden eine undurchlässige Barriere, die verhindert, dass Feuchtigkeit die Wand beschädigt. Zudem sorgt sie dafür, dass später angebrachte Fliesen oder Putz sicher haften.

Zum Auftragen der Duschabdichtung benötigen Sie eine geeignete Abdichtungsmasse sowie eine Glättkelle oder eine Malerrolle. 

Achtung: Tragen Sie die Grundierung in mehreren Schichten auf, damit sie möglichst vollständig abdichtet. Wie viele davon notwendig sind, steht in der Regel auf der Verpackung. Lassen Sie jede Schicht gut trocknen, bevor Sie die nächste auftragen, damit es nicht zur Blasenbildung kommt und die Grundierung wirklich gründlich dicht macht.

6. Tapetengrund für einen sauberen Tapetenwechsel

Spezialgrundierung, das spätere Abziehen von Tapeten erleichtert

Wenn Sie Ihre Tapeten unabhängig voneinander verwenden möchten, sollten Sie die Wand entsprechend grundieren: Ein Tapetengrund ist eine Spezialgrundierung, die Ihnen nicht nur das Anbringen der Tapete leicht macht, sondern auch dafür sorgt, dass Sie die Tapete später ganz einfach wieder abziehen können.

Das Besondere an dieser Grundierung ist, dass sie eine Art Trennschicht zwischen Wand und Tapete bildet. Dadurch kann der Tapetenkleister nicht tief in die Wand eindringen. Dies macht das spätere Ablösen der Tapete in ganzen Bahnen möglich – und zwar ohne Rückstände auf der Wand zu hinterlassen.

Zum Auftragen des Tapetengrunds benötigen Sie eine Malerrolle mit mittlerem Flor und einen Flachpinsel für die Ecken. Grundieren Sie den Zauberstab gleichmäßig. So lässt sich die Tapete nachher besonders leicht entfernen.

Häufige Fragen zu Grundierungen für Wände

Unsere BAUHAUS-Fachleute beantworten Fragen, die viele Kunden rund ums Wand grundieren stellen.

Muss man frisch verputzte Wände grundieren?

Ja, Sie sollten frisch verputzte Wände sogar unbedingt grundieren. Frischer Putz ist teilweise sehr saugfähig. Das kann dazu führen, dass Farbe oder Kleber ungleichmäßig aufgenommen werden, wenn Sie direkt aufgetragen werden.

Durch die Grundierung der Wand schaffen Sie eine gleichmäßige Basis: Sie erhalten ein gleichmäßiges Endergebnis – ganz ohne lästige Fleckenbildung.

Warum überhaupt eine Wand grundieren?

Eine Wand zu grundieren ist sinnvoll, damit Farbe, Putz oder Fliesen besser daran haften. 

Das klappt, weil die Grundierung die Saugfähigkeit der Wand senkt und so dafür sorgt, dass der Anstrich oder Putz gleichmäßig trocknet und länger hält. Außerdem schützt ein Grundieren die Wand vor Feuchtigkeit.

Wie lange muss die Grundierung vor den Fliesen trocknen?

Bevor Sie mit den Fliesen beginnen, sollte die Grundierung auf der Wand vollständig durchgetrocknet sein. Das dauert in der Regel 12 bis 24 Stunden, je nach Produkt und Raumtemperatur.

Damit die Fliesen auch optimal haften, ist es sinnvoll, diese Zeit einzuhalten. Eine unvollständige, trockene Grundierung bedeutet, dass die Fliesen schlechter haften und so zu Problemen wie Blasenbildung oder gar abgestürzten Fliesen führen können.